Kerbal Space Program lässt euch bald echte Weltraum-Missionen nachspielen

In Kerbal Space Program könnt ihr bald die Rosetta Comet Chaser und BepiColombo Mercury Explorer Missionen der ESA nachspielen.

von Mathias Dietrich,
19.05.2020 12:35 Uhr

Eure Kerbals aus Kerbal Space Program versuchen sich bald an echter Wissenschaft. Eure Kerbals aus Kerbal Space Program versuchen sich bald an echter Wissenschaft.

Obwohl bereits Kerbal Space Program 2 entwickelt wird, bekommt der erste Teil nach wie vor Updates. Die nächste Erweiterung mit dem Namen »Shared Horizons« wird gar mit neuen Missionen kommen, in denen ihr Probleme lösen müsst, vor denen einst die europäische Weltraumbehörde stand.

Mit der Ariane 5 in das Weltall

Das Inhalts-Update wird drei größere Änderungen an dem Spiel mit sich bringen, die wir an dieser Stelle für euch auflisten:

  • Die Ariane 5 in Einzelteilen: Ihr werdet sämtliche Teile der Ariane 5 Rakete bekommen und könnt mit diesen nicht nur euer eigenes Gefährt in KSP bauen, ihr könnt sie gar originalgetreu nachbauen.
  • Neue Raumanzüge: Eure Kerbals erhalten einen neuen EVA-Anzug, der nach dem Vorbild der Raumanzüge der ESA erstellt wird.
  • Zwei echte Missionen: Ihr könnt euer Können in zwei Szenarios unter Beweis stellen. Die BepiColombo Mercury Explorer und Rosetta Comet Chaser.

Worum geht es in den Missionen?

Beide Missionen sind nicht fiktiv, sondern haben wirklich stattgefunden, beziehungsweise laufen zum aktuellen Zeitpunkt noch.

Rosetta Comet Chaser: Dieses Unterfangen bekam im November 1993 grünes Licht und konnte im Jahr 2004 stattfinden. Es zählt zu einer der wichtigsten Missionen im ESA Horizons 2000 Science Programm. Die dafür gebaute Ariane 5 legte mehr als fünf Mal die Entfernung zwischen Erde und Sonne zurück, um sich im Jahr 2014 mit dem Kometen 67P zu treffen, ein Landemodul auf diesem abzusetzen und ihn so zu untersuchen. Die Menschheit gelangte so an die ersten Bilder von der Oberfläche eines Kometen.

BepiColombo Mercury Explorer: Für diesen Einsatz schickt die ESA in Zusammenarbeit mit der japanischen JAXA den Mercury Explorer mithilfe einer Ariane 5 auf den Merkur. Der Explorer soll dafür den gesamten Planeten auf verschiedenen Wellenlängen scannen, um seine Mineralogie und elementare Zusammensetzung zu untersuchen. Ein weiteres Ziel ist die Bestätigung von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. Der Start erfolgte am 20. Oktober 2018. Das geplante Missionsende ist der 1. Mai 2028. Im Spiel dient der fiktive Planet Moho als Ersatz für den Merkur.

Wann kommt das Update?

Shared Horizons soll nach aktuellen Plänen am 1. Juli 2020 als kostenloses Update für den PC veröffentlicht werden. Auf den Konsolen wird es etwas später erscheinen.

Der Nachfolger Kerbal Space Program 2 wurde bereits im Jahr 2019 angekündigt. Gegen Ende des Jahres kündigte der Publisher Take Two allerdings an, den Release zu verschieben. Während es ursprünglich bis April 2020 erscheinen sollte, ist der neue Veröffentlichungstermin jetzt unbekannt.

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