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Kerbal Space Program: Mein Lieblingsspiel ist für die meisten Menschen viel zu kompliziert

Kerbal Space Program schreckt mit mathematischen Formeln, Finanzierungsproblemen und wiederholtem Scheitern ab. Wer trotzdem dranbleibt, wird belohnt.

von Wolfgang Rabenstein,
21.11.2021 05:00 Uhr

Kerbal Space Program ist zehn Jahre alt: Was macht die Raketenismulation so spannend, dass sie auch 2021 noch mit Eifer gespielt wird? Unser Autor gibt nach 300 Stunden Antworten. Kerbal Space Program ist zehn Jahre alt: Was macht die Raketenismulation so spannend, dass sie auch 2021 noch mit Eifer gespielt wird? Unser Autor gibt nach 300 Stunden Antworten.

Das allererste von mir gelesene Buch handelte vom Weltall, meine erste Lieblingsserie war »Raumschiff Enterprise«, die Relativitätstheorie erklärte ich meinen Eltern mit sieben und heute schmökere ich in Werken von Stephen Hawking, gucke Serien wie »The Expanse« oder folge dem Marsrover »Perseverance« auf Twitter. Kurzum: Ich bin absoluter Space-Nerd, sei es Science-Fiction oder Realität!

Da mag es wenig verwunderlich anmuten, dass ich 2014 nach dem Lesen der damaligen Preview zu Kerbal Space Program mir dieses Spiel einfach holen musste. Eine Weltraumagentur ähnlich der NASA zu leiten und mit dieser einen Nachbau unseres Sonnensystems physikalisch korrekt zu erkunden, klang für mich fast schon zu schön, um wahr zu sein. Und das war es anfangs auch.

Der Autor
Wolfgang Rabenstein saß bereits als kleiner Knirps ganz aufgeregt vor dem Fernseher, wenn »Captain Kirk« sich aus oft schier aussichtslosen Situationen wieder befreien musste, und ist auch heute noch jedes Mal aufs Neue begeistert, wenn er Kerbal Space Program startet, um mit Jebediah und seiner Crew in Welten vorzudringen, die nie ein Kerbal zuvor gesehen hat. In Vorfreude auf den Release von Kerbal Space Program 2 lässt er für euch die letzten sieben Jahre nochmals Revue passieren.

Aller Anfang ist schwer

Denn zu Beginn hatte ich nicht nur aufgrund der Komplexität des Spiels noch Schwierigkeiten, eine Rakete zu bauen, diese in den Orbit rund um Kerbin (dem Heimatplaneten der knuffigen Kerbals) zu schießen und sicher wieder zu landen. Auch die Physikengine hatte so ihre Probleme: Da brach schon mal der Fallschirm ab oder ich verlor nur einige Minuten nach dem Start die Kontrolle über das Haupttriebwerk, weil ich mal eben die Zeit vorgespult hatte. 

Missionsplanung ... Nachdem wir in eine stabile Umlaufbahn um Kerbin eingeschwenkt sind, müssen wir insgesamt drei Manöver planen, um uns in einer elliptischen Bahn auf die Munlandung vorzubereiten. Dabei sollten wir aber auch stets Treibstoff und Batterien im Auge behalten.

... und der daran anschließende Spaß Die Landung auf dem Mun und der anschließende »Munwalk« sind der Lohn für unsere harte Arbeit. Jetzt müssen wir nur noch wieder wegkommen.

Doch mit meinem Kenntnisstand reifte auch das Spiel: Apoapsis, Periapsis und den wildesten Andockmanövern begegnete ich alsbald nur noch mit einem müden Lächeln und im Gegenzug sorgte das Entwicklerstudio Squad Update um Update nicht nur für eine immer akkuratere Missionsplanung und Darstellung der Physik, sondern auch für reichlich neuen Content. Der Mun konnte kommen.

Der erste Mensch am Mond

Es muss damals ein irres Gefühl gewesen sein: Während die beiden Apollo 11-Piloten Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond spazieren gingen und dort allerlei Kunststücke vollbringen durften, war das dritte Crewmitglied Michael Collins dazu verdammt, das Schauspiel nur aus der Ferne zu betrachten. Dieses Schicksal ereilte auch Martor Kerman.

Weil Crewmitglied Jebediah beim Landeanflug zum Mun zu viel Treibstoff verbraten hatte, blieb nicht mehr genügend davon übrig, um nach Kerbin zurückzukehren. Also wurde spontan eine Hilfsmission zusammengeschustert - zuerst unbemannt. Unnötig zu erwähnen, dass eine Rakete nach der anderen entweder auf der Munoberfläche zerschellte oder in den unendlichen Weiten des Weltalls auf Nimmerwiedersehen verschwand. Es brauchte also einen fähigen Piloten, jemanden, der genügend Mut, aber auch Dummheit aufbrachte, um auf derselben Landeposition runterzugehen und Jebediah sicher wieder nach Hause zu bringen - Martor musste zu Hilfe eilen!

Zum Glück spielte ich bis dahin Kerbal Space Program noch nicht mit Mods. Andernfalls wäre meinem Piloten dort sicher schon der Sauerstoff ausgegangen oder - noch schlimmer - er wäre verhungert.

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