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Kingdom Come 2 sollte eigentlich noch komplexer und realistischer werden, aber das machte den Entwicklern zu wenig Spaß

Für KCD2 war mal ein ausgeklügeltes Körperumfang-System geplant, mitsamt verschiedener Kleidergrößen.

Dass Priester Godwin bei seinem Lebensstil immer noch die Form eines Fitness-Influencers hat, muss wohl göttliches Wirken sein. Dass Priester Godwin bei seinem Lebensstil immer noch die Form eines Fitness-Influencers hat, muss wohl göttliches Wirken sein.

Dass junge Krieger wie Heinrich von Skalitz oder sein hitzköpfiger Lord Hans Capon mit durchtrainierten Oberkörpern durch Böhmen rennen, geht ja leicht als glaubhaft durch. Doch dass wirklich jeden Mann in Kingdom Come: Deliverance 2 ein Sixpack ziert – auch die älteren und gemütlichen Herrschaften wie ein Otto von Bergow – nun ja, das passt natürlich nicht so ganz ins realitätsnahe Mittelalterbild.

Fast hätte das auch anders ausgesehen, denn die Entwickler hatten mal ein Feature zum Gewichtswechsel geplant. Nicht nur, dass Heinrich dicker oder dünner geworden wäre, je nach Lebensstil. Auch Kleidung hätte verschiedene Größen gehabt und entsprechend nicht immer gepasst.

Wie sich das Gewicht spielerisch ausgewirkt hätte

Über das gestrichene System sprach Warhorses Executive Producer Martin Klima mit den Kollegen von PC Gamer. Laut ihm wären sowohl Über- als auch Untergewicht möglich gewesen. 

Im Rollenspiel gibt es ja schon Buffs (oder Strafen) für bestimmte Ernährungsgewohnheiten. Wenn Heinrich zu viel Eintopf löffelt, wird er für eine Weile langsamer und träge. Isst er zu lange nichts, schwinden seine Kräfte.

Video starten 2:55 Kingdom Come 2 zeigt, was in der neuen Royal Edition steckt - und dazu schmettern Queens of the Stone Age

Äußerlich wirkt sich das allerdings nicht auf ihn aus, er bleibt immer in der gleichen fitten Form. Was man natürlich dadurch erklären könnte, dass die gesamte Geschichte von KCD2 innerhalb weniger Monate stattfindet, was allerdings wieder andere Story-Fragen aufwirft, wenn man zu genau nachdenkt, also…

Hätten die Entwickler ihre Pläne umgesetzt, dann wären dicke und dünne Menschen in Trosky und Kuttenberg herumgelaufen. Wenn man ein Kleidungsset für größeren Körperumfang gefunden hätte, hätte man es als schlanker Heinrich nicht anlegen können und umgekehrt. Außer man hätte sein Gewicht geändert.

Allerdings verwarf Warhorse das Konzept recht früh, laut Klima habe es das ohnehin schon komplexe Kleidungssystem unnötig umständlich gestaltet: »Es war wirklich zu bizarr und zu viel Arbeit und hat nicht so richtig Spaß gemacht.« Im Zweifel entscheiden sich die tschechischen Entwickler ausdrücklich lieber gegen Realismus und für den Spielspaß:

Andere Spiele haben bereits in der Vergangenheit solche Systeme geboten. Fans von GTA: San Andreas werden sich bestimmt noch daran erinnern. Auch Die Sims 4 lässt euch Gewicht und Körperform mittels Lebensgewohnheiten ändern. Und natürlich Red Dead Redemption 2, in dem sogar die Pferde zu- und abnehmen können.

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