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»Ich fühle mich hintergangen«: Kingdom-Come-Übersetzer soll gefeuert und durch KI ersetzt worden sein

Ein ehemaliger Warhorse-Mitarbeiter behauptet derzeit, überraschend seinen Job verloren zu haben und facht damit den Zorn der Community an.

Warhorse hat eine KI-Kontroverse am Hals. Ein entlassener Übersetzer behauptet, zugunsten von KI seinen Job verloren zu haben. Warhorse hat eine KI-Kontroverse am Hals. Ein entlassener Übersetzer behauptet, zugunsten von KI seinen Job verloren zu haben.

Die Fangemeinde rund um Kingdom Come: Deliverance ist gemeinhin sehr positiv auf das Entwicklerstudio dahinter zu sprechen. Immerhin sehen sie darin eine der letzten Bastionen an Studios, die noch große und technisch aufwändige Spiele entwickeln – ohne dafür auf ausbeuterisch wirkende Monetarisierungs-Kniffe zurückzugreifen.

Gerade droht das Ansehen des Studios allerdings zu kippen. Auf Reddit sorgt ein Beitrag eines ehemaligen Mitarbeiters für viel Empörung. Die Rede ist von Max Hejtmánek, der bis vor kurzem bei Warhorse noch als Übersetzer gearbeitet hat.

Wie er in einem langen Post erklärt, hat er diesen Job allerdings laut eigener Angaben völlig ohne Vorwarnung jetzt verloren. Am 27. März wurde Hejtmánek entlassen und das hat laut ihm nur einen einzigen Grund: Er wurde obsolet durch KI-Übersetzungen.

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»Es war ein großer Schock«

Aktuell liegt von Warhorse selbst zu der Situation noch kein Statement vor. Wir haben eines angefragt und werden es in der News ergänzen, sobald eins vorliegt. Bisher kennen wir die Geschichte nur aus der Perspektive von Max Hejtmánek. Dass es sich bei dem Verfasser des Posts um besagten Max Hejtmánek handelt, scheint zudem gesichert. Ebenso, dass er wohl wirklich bis vor kurzem bei Warhorse noch als Übersetzer gearbeitet hat.

Laut ihm kam die Entlassung wohl völlig unerwartet. So sollen ihm nur wenige Tage geblieben sein, bevor er seinen Schreibtisch räumen musste. Warhorse soll zudem offen gesagt haben, dass er entlassen wird, um Texte in ihren Spielen vermehrt mittels KI zu übersetzen:

Ich wurde zu einem Meeting geladen und mir wurde gesagt, dass meine Position ab nächstem Monat obsolet wird, um "das Unternehmen effektiver zu machen" und "um Geld zu sparen", indem künftig KI für Übersetzungen genutzt wird. Das war ein großer Schock für mich. [...] naiverweise habe ich gedacht, dass meine Arbeit bei Warhorse zu sehr geschätzt wird, als dass ich von einer Entlassung hätte bedroht sein können.

Video starten 1:16 Heinrich und Hans aus Kingdom Come: Deliverance spielen jetzt zusammen DnD - also zumindest ihre Schauspieler

Laut Max Hejtmánek gab es schon lange interne Diskussionen um KI-Übersetzung, gegen die er sich jedoch immer vehement gewehrt hatte. Jetzt fühlt er sich »unglaublich hintergangen«, da er Warhorse in den letzten vier Jahren sehr zu schätzen lernte.

Der Post von Hejtmánek soll laut ihm nicht dem Zweck dienen, dass Warhorse jetzt von den Fans attackiert oder einzelne Verantwortliche belästigt werden. Er will auch nicht, dass es zu Review-Bombings ihrer Spiele kommt. Er will vor allem, dass Fans sehen, wie generative KI Menschen in der Spieleindustrie betrifft und wie wenig die Unternehmen hinter den Spielen ihre Mitarbeiter tatsächlich schätzen.

Der Stand von Warhorse zu KI

Von Warhorse selbst gibt es nur wenig konkrete Ansagen, wie das Studio zur Verwendung von generativer KI steht und ob etwa in Zukunft noch viel mehr als Übersetzungen in ihren Spielen durch maschinelle Kräfte entstehen oder nicht.

Allerdings hat sich der umstrittene Studiomitgründer Daniel Vávra in den sozialen Medien bereits mehrmals positiv gegenüber KI und den neuen Möglichkeiten geäußert. Zuletzt beispielsweise wieder gegenüber DLSS 5. Laut Vavra ist KI unvermeidbar.

Vávra selbst ist zwar nach wie vor bei Warhorse beschäftigt, hat sich zuletzt aber aus der Spieleentwicklung zurückgezogen. Der neue kreative Fokus von ihm liegt nun auf der Produktion von Filmen, unter anderem zu Kingdom Come: Deliverance. Trotzdem ist natürlich durchaus denkbar, dass auch sonstige führende Personalien bei Warhorse KI sehr offen gegenüberstehen.

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