League of Legends - Riot bereut übersexualisierte Darstellung der Heldin Kai'Sa

In einem Q&A reagieren die Entwickler auf die massive Kritik am neuen Void-Champion Kai'Sa. Und gestehen Fehler ein.

von Dimitry Halley,
06.04.2018 13:45 Uhr

League of Legends bekommt permanent neue Champions spendiert. Nicht jeder davon trifft den Nerv der Community.League of Legends bekommt permanent neue Champions spendiert. Nicht jeder davon trifft den Nerv der Community.

Bereits vor einer Weile hat Entwickler Riot Games den Entschluss nach außen kommuniziert, künftig in League of Legends keine unnötig sexualisierten Champions mehr zu veröffentlichen. Gemeint sind dabei beispielsweise aufreizende Posen oder freizügige Einblicke, die abseits sexueller Reize keinem besonderen Zweck dienen. Jetzt protestiert die Community, denn die Entwickler haben ihre Vorsatz offenbar gebrochen.

Die Vorwürfe drehen sich um den Void-Champion Kai'sa. Die Heldin präsentiert sich beispielsweise auf dem Artwork am Anfang dieser News hier mit einem ziemlich tiefen Ausschnitt. In einem Q&A nehmen die Entwickler jetzt Stellung zur Kritik, dass es sich hier ja wohl um eine übersexualisierte Darstellung handle. Die Antwort:

"Wir geben ohne Umschweife zu, dass Kai'Sas Ausschnitt nicht gut bei der Communtiy ankam und dass sie dadurch unnötig sexualisiert wurde. Auch wenn das gar nicht unsere Absicht war. Von Anfang an wollten wir Kai'sa als Menschen darstellen, der den Void nur durch die Koexistenz mit einer Void-Kreatur überleben konnte - und nicht wie jemanden, der von dieser Dunkelheit korrumpiert wurde. [...] Deshalb sollte Kai'Sa aussehen wie ein Mensch mit Void-Anzug, nicht wie eine monströse Kreatur."

Außerdem wird erklärt, wie es zum tiefen Ausschnitt kam.

"Zu Beginn der Entwicklung hatte Kai'Sa keinen tiefen Ausschnitt. Als wir sie ins Spiel brachten, realisierten wir jedoch, dass sie wie eine Void-Kreatur oder ein korrumpiertes Wesen aussah - und nicht wie eine normale Person mit Void-Anzug. Auf dem Bildschirm nahm der sichtbare Teil ihres Gesichts einen so winzigen Teil ein, der schwierig zu erkennen war. Unsere Artists experimentierten mit mehreren Lösungen. Am besten funktionierte jedoch ein Ausschnitt, der mehr von ihrer menschlichen Haut zeigen konnte."

Lead Producer Ryan Mireles, der für die Entwicklung von Champions verantwortlich ist, markiert klar, dass man falsche Entscheidungen bereut.

"Rückblickend hätten wir die Suche nach alternativen Lösungen definitiv stärker in den Fokus rücken sollen. Gerade weil das Endergebnis bei der Community so schlecht ankam. Obwohl wir gute Absichten hatten, hätten wir bessere Entscheidungen treffen müssen. In Zukunft werden wir noch bewusster mit solchen Angelegenheiten umgehen."

Was haltet ihr von der ganzen Angelegenheit? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare, allerdings appellieren wir natürlich an einen respektvollen und manierlichen Umgang miteinander.


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