Nicht mehr indiziert: Left 4 Dead 2 nach 11 Jahren uncut erhältlich

Jahrelang war Left 4 Dead 2 auf dem Index platziert und beschlagnahmt. Ab sofort ist das nicht mehr der Fall.

von Sören Wetterau,
29.01.2021 14:41 Uhr

Schluss mit Schnitten: Left 4 Dead 2 ist ab sofort nicht mehr auf dem Index. Schluss mit Schnitten: Left 4 Dead 2 ist ab sofort nicht mehr auf dem Index.

Jahrelang stand die Originalversion von Left 4 Dead 2 auf der Liste B der jugendgefährdenden Medien und war damit in Deutschland indiziert und zeitweise sogar beschlagnahmt. Das ist fortan vorbei: Der Zombie-Shooter ist nicht mehr indiziert.

Wann und wie werden Spiele überhaupt vom Index gestrichen? Diese und weitere Fragen zum Thema Indizierung haben wir einem Anwalt gestellt:

Endlich legal: Wie Spiele vom Index gestrichen werden   55     1

Mehr zum Thema

Endlich legal: Wie Spiele vom Index gestrichen werden

Ungeschnittene Version vom Index genommen

Die überraschende Nachricht von der Deindizierung gab Valve selbst auf Steam bekannt. In einer Mitteilung heißt es, dass das Unternehmen die USK und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) um eine erneute Bewertung von Left 4 Dead 2 gebeten hat.

Das Ergebnis: Die ungeschnittene Version des Shooters wird vom Index genommen und ist damit ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Wie bereits die geschnittene Version ist Left 4 Dead 2 weiterhin nur für erwachsene Spieler zugänglich.

Gratis Uncut-DLC für Käufer: Wer das Spiel bereits besitzt, kann auf Steam einen kostenlosen Uncut-DLC herunterladen, der die Schnitte der bisherigen Version rückgängig macht. Dabei handelt es sich weitgehend um zusätzliche Splattereffekte und das Abtrennen von Gliedmaßen.

Nur eines von vielen Spielen

Die Deindizerung von Left 4 Dead 2 deutete sich bereits im Dezember 2019 an. Damals hob die Bundesprüfstelle die Beschlagnahmungsbeschlüsse nach §131 StGB von 2010 und 2013 auf, wie die Webseite Schnittberichte meldete. Eine Listenstreichung fand jedoch noch nicht statt.

Valves Koop-Zombie-Shooter ist bei weitem kein Novum bei der Listenstreichung. In den letzten Jahren sind nicht wenige Spiele, die früher seitens der Behörden indiziert worden sind, vom Index gekommen.

Darunter findeet sich unter anderem der Shooter-Klassiker von 1993 Doom. In unserem Video zeigen wir euch, warum das Spiel von Entwickler id Software einst in Deutschland als jugendgefährdend galt:

Frisch gestrichen #5 - Die Mutter aller Jugendgefährdungen: Doom 14:57 Frisch gestrichen #5 - Die Mutter aller Jugendgefährdungen: Doom

Noch mehr informative Videos zu Spielen, die nicht mehr auf dem Index in Deutschland stehen, findet ihr unserer Show Frisch gestrichen.

zu den Kommentaren (49)

Kommentare(49)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.