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Seite 2: Legendär schlecht: Last Action Hero - Der Äktschn-Alptraum

Schwerer Schlag

Es gibt in den Zweikampf-Levels auch Bewegungsmanöver wie der Salto rückwärts. Diese gymnastische Bemühung sieht rührend aus, ist aber spielerisch völlig überflüssig. Es gibt in den Zweikampf-Levels auch Bewegungsmanöver wie der Salto rückwärts. Diese gymnastische Bemühung sieht rührend aus, ist aber spielerisch völlig überflüssig.

Am Fahrziel angekommen, steigt Arnold aus und stakst mit der Eleganz eines überbreiten Schwertransporters von links nach rechts durch die Kulisse. Die bösen Schergen stellen sich ihm freundlicherweise einer nach dem anderen in den Weg, um sich weitgehend wehrlos abwatschen zu lassen. Wir müssen nur im richtigen Moment die Eingabe-Taste drücken, um den Gegner mit einer Art steirischem Fußfeger zu erwischen.

Die anderen Bewegungsmanöver wie Fausthieb oder Salto rückwärts sind eigentlich überflüssig. Wobei es schon erstaunlich ist, mit welcher Ballerina-Anmut das klobige Arnold-Sprite durch die Lüfte wirbelt, obwohl Steuerung und Bewegungen sonst so träge sind. Als Vorbild für die Keilerei dienten offensichtlich zeitgenössische Klopfsoftware wie Streets of Rage oder Fatal Fury.

Doch Last Action Hero hat weder vernünftige Steuerung noch Spielbalance, der letzte Boss im weißen Anzug lässt sich ähnlich leicht weghauen wie die Anfangsprügelknaben. Die Hintergrundgrafik ist reine Staffage, wir können keine Objekte benutzen. Hat man sich durchgeschlagen, geht's mit einer weiteren öden Verfolgungsjagd-/Prügelabschnitt-Kombination weiter. Die mitleiderregenden multimedialen Bemühungen zwischen den Levels passen da perfekt ins Gesamtbild.

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Triumphierend wölbt sich der Heldenbizeps, Film-Oberbösewicht Benedict fällt ebenfalls auf unseren bewährten Fußfeger herein. Triumphierend wölbt sich der Heldenbizeps, Film-Oberbösewicht Benedict fällt ebenfalls auf unseren bewährten Fußfeger herein.

Ein irgendwie spielbares Desaster

»Warum müllt ein grafisch so schlichtes Programm die Festplatte mit gut 7 MByte voll?« wundert sich PC Player in Ausgabe 9/1994. Ganz einfach: Auf den sechs Installationsdisketten stecken digitalisierte Ultrakurz-Filmszenen, die mit etwa drei Bildern pro Sekunde vor sich hin ruckeln - jedes Daumenkino läuft flüssiger. Ein paar Jahre später hätte man wohl ein CD-ROM-Spiel aus Last Action Hero gemacht, doch Psygnosis musste mit den Platzrestriktionen von Disketten und Konsolenmodulen leben.

... zum Daumenkino ... zum Daumenkino
Vom Kino ... Vom Kino ...

Auf den sechs Disketten steckt mehr Multimedia-Füller als Spiel.

So ist das Spiel in jeder Hinsicht ein gründlicher Reinfall - auch wenn Pete Baron sich bemüht, positive Aspekte zu finden: »Jeder, der bei diesem Projekt involviert war, leistete hervorragende Arbeit, um aus einem völligen Desaster ein Spiel zu machen, das irgendwie spielbar war.« Die Betonung liegt freilich auf »irgendwie«.

Wer 1994 stolze 100 Mark für ein PC-Spiel hinlegt, erwartet vielleicht ein wenig mehr als zwei depperte Mini-Games mit mieser Steuerung, die ein paarmal wiederholt werden. Die Gesamtspielzeit lässt sich in Minuten messen, am Ende gibt's lediglich ein Standbild als »Belohnung«, aber nicht mal eine Punktewertung. Dieser Mangel wiegt allerdings nicht sonderlich schwer, da ohnehin kein geistig gesunder Mensch Last Action Hero erneut spielen würde.

The Last Action Hero
Genre: Actionspiel
Publisher: Psygnosis
Entwickler: Psygnosis
Veröffentlichung: 1994
Legendär, weil: … das Spiel zu einer großen Hollywood-Produktion von kleinkarierten Einschränkungen geplagt wird. Schwarzenegger ballert zwar in der Filmvorlage, wollte im Spiel aber nicht in Schießereien verwickelt werden.
Schlecht, weil: … den Entwicklern sichtlich Zeit und Lust vergangen sind. Das Resultat sind ein paar Fahr- und Prügel-Szenen mit bedenklicher Steuerung und B-Movie-Grafik, die im Nu durchgespielt sind.
Fazit: Der Film war als Parodie auf die Klischees des Actionkinos gedacht, das dazugehörige Spiel scheint als interaktives Mahnmal vor Crossmedia-Lizenzen warnen zu wollen. Ein Gutes hat das stümperhafte Spielgeschehen: Im direkten Vergleich dazu wirkt die Leinwand-Vorlage wie pures Hochkultur-Gold.

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