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Legendär schlecht: Shaq-Fu - What the Shaq?

Shaquille O’Neal gelingt eigentlich alles … außer Freiwürfen und Videospielen. 1994 wird der Basketballstar zum Kampfsporthelden, der gegen konfuses Steuerungsgefuchtel und hartnäckigen Lachreiz chancenlos ist.

von Heinrich Lenhardt,
06.06.2018 08:00 Uhr

Legendär schlecht: Shaq Fu - What the Shaq? PLUS 4:12 Legendär schlecht: Shaq Fu - What the Shaq?

Ach, würde sich doch jemand bei Electronic Arts trauen, ins Kuvert zu gucken. Das Kuvert mit dem Action-Adventure Flashback, dessen Entwickler Delphine Software einen Vertriebspartner in den USA sucht. Doch als der Umschlag aus Frankreich eintrifft, wird er ungeöffnet zurückgeschickt.

Anfang der Neunziger hat es Plagiatsvorwürfe gegeben, es hieß, Electronic Arts studiere eingereichte Demos und Konzepte und plündere Ideen für eigene Projekte. Die Rechtsabteilung empfiehlt deshalb bei nicht angeforderten Einsendungen die politische Leitlinie »sofort zurück an den Absender«.

Als Flashback 1993 herauskommt, ärgert man sich über die verpasste Gelegenheit: Was für ein beeindruckendes Spiel, so fein animiert - und kommerziell erfolgreich! Ein EA-Produzent ist derart beeindruckt, dass er bei einem neuen Projekt unbedingt mit Delphine zusammenarbeiten will: »Er sagte: Ich habe da eine Lizenz und ich will, dass ihr sie macht«, erinnert sich Lead Designer Paul Cuisset ans erste Gespräch. »Diese Lizenz war der Basketballspieler Shaquille O'Neal«. Moment, wer?


Der Autor
Heinrich Lenhardt berichtet seit 1984 über Computerspiele und hat neben legendären Klassikern auch so manches merkwürdige Machwerk erlebt. Als Schlägertyp ist er allenfalls in der 8-Bit-Ära aufgefallen, als seinem Commodore 64 die Digi-Kampfschreie von Exploding Fist und International Karate Plus entwichen.

An Shaquille O‘Neals Hauptberuf erinnert nur sein Basketball-Outfit. Bei den Zweikämpfen von Shaq Fu gibt es keine Dunks, dafür umso mehr Hiebe, Tritte und Spezialattacken.An Shaquille O‘Neals Hauptberuf erinnert nur sein Basketball-Outfit. Bei den Zweikämpfen von Shaq Fu gibt es keine Dunks, dafür umso mehr Hiebe, Tritte und Spezialattacken.

Dunker, Rapper, Spieleheld

Aus amerikanischer Sicht ist die Lizenz ein echter Coup: In den USA wird der 2,16-Meter-Koloss als neuer Superstar gefeiert. Da spielt Shaquille O'Neal noch für Orlando Magic, seinen ersten NBA-Titel gewinnt er erst 2000 bei den Los Angeles Lakers. Mit spektakulären Dunks und schillernder Persönlichkeit fasziniert der schwere Junge das nationale Publikum.

Sein erstes Rap-Album »Shaq Diesel« klettert im Herbst 1993 in die US-Charts - und das ist nur ein Vorgeschmack auf die Crossmedia-Offensive im nächsten Jahr. Shaq spielt eine Rolle in einem Basketballfilm. Shaq nimmt sein zweites Album auf. Und Shaq wird der Held eines Videospiels, das denselben Namen wie die neue Rap-CD trägt: Shaq Fu.

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