Lost Ark zeigt Founder Packs und lässt Pay2Win erahnen

Amazon bringt Lost Ark endlich zu uns - doch die Founder Packs bringen handfeste spielerische Vorteile. Wird das Free2Play-MMO doch Pay2Win?

von Dennis Zirkler,
11.06.2021 12:32 Uhr

Coole Ausrüstung kann sich in Lost Ark jeder looten. Wer Geld investiert, bekommt sie aber schneller. Coole Ausrüstung kann sich in Lost Ark jeder looten. Wer Geld investiert, bekommt sie aber schneller.

Endlich haben wir die Gewissheit, dass das koreanische Action-Rollenspiel Lost Ark nach langer Wartezeit bald seinen Weg auch zu uns findest. Amazon Games bringt den Free2Play-Grafikkracher von Entwickler Smilegate im Herbst 2021 in den Westen, nachdem der Titel schon in Korea, Japan und Russland große Erfolge feiern konnte.

Allerdings sorgen sich viele potenzielle Spieler um das Bezahlmodell, da der Titel in seiner Heimat zahlreiche Pay2Win-Elemente beinhaltet - was im asiatischen Raum Gang und Gäbe ist, trifft hierzulande auf große Ablehnung. Amazon hat deshalb versprochen, den Ingame-Shop in weiten Teilen anzupassen, wie ihr in unserer Plus-Story lesen könnt:

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Allerdings tauchten nun auf der offiziellen Webseite Founder Packs auf, für die ihr jetzt schon echtes Geld in das Spiel investieren könnt. Neben einem garantierten Beta-Zugang liefern sie handfeste spielerische Vorteile.

Pionier-Bundles bringen Gameplay-Vorteile

Amazon bietet bereits jetzt die sogenannten Pionier-Bundles beziehungsweise Founder Packs an, die es in drei Preisklassen gibt: Silber (25 Euro), Gold (50 Euro) und Platin (100 Euro) - soweit erstmal nichts Ungewöhnliches, da dies bereits viele MMOs zuvor genauso gemacht haben.

Neben dem bereits erwähnten Beta-Zugang bekommen die Käufer aller Editionen drei Tage früher Zugang beim offiziellen Start im Herbst. Dazu kommen zahlreiche kosmetische Inhalte wie Titel und Avatare.

Allerdings wirken einige Inhalte problematisch: Wer hier jetzt schon Geld ausgibt, bekommt später nämlich spielerische Vorteile. Dazu gehören:

  • Auferstehungsfedern, die euch nach dem Tod zurückkehren lassen.
  • Ingame-Silberlinge, die sich gegen Vorräte und Ausrüstung tauschen lassen.
  • Premium-Währung, die gegen verschiedene Ingame-Gegenstände eingetauscht werden kann
  • Items, die euch etwa Soldaten zur Hilfe rufen lassen, Feinde einschläfern oder euch unsichtbar machen.
  • Platin-Käufer bekommen ein Reittier.

Natürlich lässt sich das Silber auch im Spiel verdienen und jeder Spieler wird auch ein Reittier kaufen können. Allerdings bekommen Käufer hier direkt einen großen Vorsprung gegenüber allen Free2Play-Spielern, die erstmal die hunderttausenden Münzen erfarmen müssen.

Ebenfalls erwähnenswert: Alle Founder-Pack-Käufer erhalten 30 Tage Kristallaura, was auf ein kostenpflichtiges Monatsabo hindeutet. Dieses liefert nicht nur Komfortfunktionen wie günstigere Schnellreisen und kürzere Abklingzeiten des Ruhesteins, sondern lässt Abonnenten auch schneller im Spiel voranschreiten:

  • Affinität zu NPCs kann schneller erhöht werden.
  • Forschung, Crafting und Expeditionen werden zehn Prozent schneller abgeschlossen.
  • Die Leveling-Geschwindigkeit wird gesteigert.

Die Entwickler der EU-Version haben uns im Interview verraten, dass man jeden Inhalt auch durch das Spielen des Spiels bekommen können soll. Allerdings ist zahlenden Spielern ein schneller Fortschritt gewiss. Wie sehr sich diese Vorteile etwa im Arena-PVP auswirken, und ob wir letztlich von Pay2Win oder Pay2Progress sprechen müssen, wird sich zeigen.

Unser Maurice hat jedenfalls keine großen Hoffnungen für Leute, die kein Geld ausgeben wollen:

Amazon bringt Lost Ark endlich zu uns - Aber Maurice fürchtet eine Pay2Win-Katastrophe 11:39 Amazon bringt Lost Ark endlich zu uns - Aber Maurice fürchtet eine Pay2Win-Katastrophe

Falls ihr euch schon heute einen Eindruck machen wollt, ob das Gameplay von Lost Ark für euch taugt: Ab dem 11. Juni läuft eine geschlossene Alpha, für die wir insgesamt 2.500 Keys unter unseren Plus Usern verteilen.

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