Lost Ark: Was wir jetzt schon über den großen Diablo-Konkurrenten 2021 wissen

Das Action-Rollenspiel Lost Ark kommt 2021 zu uns nach Europa. Wir haben alle wichtigen Infos zu Release, Klassen, Endgame, PVP und mehr für euch.

von Dennis Zirkler,
29.01.2021 11:18 Uhr

Die Summonerin ist eine von 12 Klassen, die es zum Deutschland-Release von Lost Ark geben wird. Die Summonerin ist eine von 12 Klassen, die es zum Deutschland-Release von Lost Ark geben wird.

Fans von Action-Rollenspielen stehen demnächst endlich wieder aufregende Zeiten bevor. Nachdem sich das Jahr 2020 mit den enttäuschenden Releases von Wolcen: Lords of Mayhem und Torchlight 3 in diesem Genre nicht sonderlich mit Ruhm bekleckern konnte, soll es 2021 wieder bergauf gehen.

Woran es bei den beiden Spielen gefehlt hat, könnt ihr hier nachlesen:

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In seiner Plus-Kolumne fühlt Peter Bathge den Action-RPGs 2020 auf den Zahn und klärt, warum sie für ihn viel zu oft an den Basics scheitern.

Zwar sind die beiden großen Hoffnungsträger Diablo 4 und Path of Exile 2 noch weit entfernt und ein Release für dieses Jahr gilt als unwahrscheinlich, doch abseits der großen Namen lauert ein potentieller Hack&Slay-Hit: Das langerwarte und optisch beeindruckende Lost Ark wird dieses Jahr endlich zu uns nach Deutschland kommen.

In unserem großen Übersichtsartikel verraten wir euch deshalb schon jetzt, was ihr über Lost Ark wissen müsst und was ihr von dem Spiel erwarten könnt. Wahlweise gibt alles rundum Gameplay, Release und mehr aber auch kompakt in Videoform:

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Was ist Lost Ark?

Lost Ark stammt vom koreanischen Publisher Smilegate und wirkt auf den ersten Blick wie ein klassisches Action-Rollenspiel à la Diablo oder Path of Exile. Das Kampfsystem funktioniert hier nämlich genauso wie bei den altbekannten Konkurrenten. Wir steuern unseren Helden aus der Iso-Perspektive, schnetzeln uns mithilfe von Magie oder roher Waffengewallt durch riesige Monsterhorden und erkunden eine riesige Spielwelt, die aus zahlreichen abwechslungsreichen Gebieten besteht.

Zu den Markenzeichen von Lost Ark zählen die opulente Grafik und beeindruckenden Effekte, die von der Unreal Engine 3 ermöglicht werden. Dazu kommt eine aufwändig inszenierte Story-Kampagne, die zwischen den Kämpfen in Ingame Cinematics erzählt wird.

Allerdings steckt hinter der Hack&Slay-Fassade ein waschechtes MMORPG:

  • Zum Europa-Release wird es mindestens 18 verschiedene Klassen geben.
  • Die offene Spielwelt lässt sich nahtlos erkunden. Mit eurem Segelschiff könnt ihr zwischen den Kontinenten, die etwa den Akten aus anderen Action-RPGs entsprechen, hin- und herreisen.
  • Es gibt unzählige Haupt- und Nebenaufgaben, die uns Theme-Parj-MMO-typisch von einer Region zur nächsten führen. Dazu kommen Daily- und Weekly-Quests.
  • Angeln, Kräuterkunde, Bergbau und mehr - Lost Ark bietet Handwerksberufe und Crafting, um Buff-Items für Endgame-Inhalte herzustellen.
  • Housing ist in Form einer eigenen Insel für jeden Spieler mit an Bord.
  • Es gibt verschiedene PVP-Modi.

Unser Kollege Maurice hat letztes Jahr die russische Version des Diablo-Konkurrenten ausgiebig angespielt. In seinem Video könnt ihr euch einen ersten Blick davon verschaffen, was aktuell schon im Spiel drinsteckt, wie gut das alles funktioniert und wie eindrucksvoll es tatsächlich in Bewegung aussieht:

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Wann erscheint Lost Ark bei uns?

Lost Ark ist bereits seit Ende 2018 in seiner Heimat Südkorea in die offene Betaphase gestartet, Ende 2019 folgte dort der vollständige Release. Es folgten Veröffentlichungen in Russland und Japan.

Aller Voraussicht nach wird Lost Ark 2021 dann auch endlich zu uns kommen. Amazon Games hat mit Publisher Smilegate im Sommer 2020 eine Vertriebspartnerschaft geschlossen, um das MMO in Amerika und Europa zu veröffentlichen. Ein genaues Datum liegt aktuell noch nicht vor und ebenso wenig die Info, ob man zuerst mit einer geschlossenen oder offenen Beta-Phase beginnen wird.

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Wer nicht warten möchte, kann bereits jetzt ins Spiel hineinschnuppern: Unsere Kollegen von MeinMMO haben für euch einen Guide geschrieben, mit dem ihr auf den russischen Servern eine von Fans ins Englische übersetzte Version spielen könnt.

Welche Klassen gibt es?

In Südkorea existieren im Spiel aktuell 19 verschiedene Klassen, weitere sind bereits in Entwicklung. Allerdings werden wir - sollte der Release ähnlich wie in Japan und Russland ablaufen - nicht direkt den vollen Zugriff auf alle Spezialisierungen bekommen. Stattdessen werden wir uns anfangs mit 12 Klassen begnügen müssen.

  • Berserker: Ein Krieger mit einem riesigen Zweihandschwert, der in Raserei verfallen kann.
  • Destroyer: Der Zerstörer schwingt einen überdimensionierten Hammer, mit dem langsame, aber besonders kräftige Angriffe ausführt.
  • Warlord: Dieser Ritter kämpft mit Lanze und Schild, seine Stärken liegen in der Defensive.
  • Arcana: Diese Zauberin kann Kartenzauber wirken - wie stark diese sind, wird von einem Roulette bestimmt.
  • Summoner: Hierbei handelt es sich nicht um einen klassischen Beschwörer, sondern vielmehr um einen typischen Magier - ihre Zauber sind allerdings an verschiedene Bestien angelehnt.
  • Bard: Die Musikerin verschießt mit ihrer Hafe magische Projektile und beschwört sogar Gewitterstürme.
  • Battle Master: Die Faustkämpferin setzt auf Geschwindigkeit und mächtige Kombo-Angriffe.
  • Infighter: Auch sie setzt auf Faustangriffe - nur deutlich langsamer und mächtiger. Getroffene Feinde werden regelrecht pulverisiert.
  • Soul Master: Blitzschnelle Martial-Arts-Kämpferin, die an den Mönch aus Diablo 3 erinnert.
  • Hawkeye: Ein klassischer Bogenschütze. Neben Sperrfeuer und Pfeilhagen stehen ihm auch Minen zur Verfügung.
  • Devil Hunter: Der Fernkämpfer wechselt fließend zwischen Sniper-Gewehr, Shotgun und Doppelpistolen.
  • Blaster: Der Mann für die schweren Geschütze. Unter anderem gehören Raketen, Gatling Gun, Napalm und Luftschläge zu seinem Repertoire.

Ihr könnt eure Helden und Heldinnen mit dem riesigen Charaktereditor bis ins kleinste Detail anpassen, allerdings gibt es einen Gender Lock: Für jede Klasse existiert nur ein vorausgewähltes Geschlecht, ihr dürft also beispielsweise keinen männlichen Magier oder eine weibliche Kriegerin spielen.

Lost Ark - Screenshots ansehen

Wie sieht das Endgame aus?

Das Endgame unterscheidet sich deutlich von der Genrekonkurrenz. Wer gehofft hat, hier wie in Borderlands 3 oder Diablo 2 immer wieder dieselben Bosse für frischen Loot abfarmen zu können, wird eventuell enttäuscht sein. Haben wir die Maximalstufe 60 erreicht, werden wir nur noch stärker, indem wir unser Item Level erhöhen. Die dafür nötigen Gegenstände besorgen wir uns in Lost Ark aus folgenden Spielmodi:

Dungeons: Ähnlich wie in World of Warcraft können wir in Lost Ark instanziierte Dungeons erkunden, sobald wir das nötige Level erreicht oder eine bestimmte Quest abgeschlossen haben. Dazu müssen wir nicht zwingend Teil einer Gruppe sein, denn wir können hier auch alleine auf Beutejagd gehen - der Schwierigkeitsgrad wird je nach Party-Größe angepasst. Eine härte Variante, die Chaos Dungeons, besitzen eine Chance auf hochwertigeren Loot - jedoch können wir nur drei Chaos Dungeons pro Tag betreten.

Raids: Die Guardian Raids funktionieren exakt so wie die Monsterjagd in Monster Hunter Worlds. Wir betretet das Gebiet mit einer Gruppe, suchen den Boss, verletzen ihn, suchen ihn erneut, verletzen ihn wieder, er haut nochmal ab - ihr kennt das Spiel. Allerdings werfen die Raids nur dreimal pro Tag fette Beute ab, danach werden die Belohnungen stark verringert.

PVP: Auch im Kampf gegen andere Spieler können wir PVE-Equipment bekommen. Hier treten wir entweder in 1-on-1 oder 3-on-3-Gefechten an, wobei auch die 3-on-3's lediglich drei separate Eins-gegen-Eins-Duelle darstellen. In Zukunft sollen aber noch Gildenkriege inklusive Belagerungsschlachten folgen.

Ist Lost Ark Pay2Win?

Da Lost Ark in den aktuell veröffentlichten Versionen ein Free2Play-Titel ist, findet sich hier erwartungsgemäß auch ein Ingame-Shop. Zumindest in den bisherigen veröffentlichten Versionen bietet dieser nicht nur kosmetische Anpassungen, sondern handfeste Vorteile, wie etwa:

  • Zusätzliche Versuche für Chaos Dungeons und Raids.
  • Reit- und Haustiere, die spielerische Vorteile bringen.
  • Wiederbelebung an Ort und Stelle statt am Leveleingang.
  • Komfortfunktionen wie Inventarerweiterungen.

Zwar kann man keine High-End-Ausrüstung direkt erwerben, der Weg zu dieser wird durch die Echtgeldkäufe aber verkürzt. Wer sich aber beispielsweise in der PVP-Rangliste nach ganz oben spielen will, wird so dazu gedrungen, Geld in seinen Charakter zu investieren. Alternativ können wir Ingame-Gold sammeln, welches sich in die Premiumwährung umwandeln lässt - doch hierfür ist exzessiver Grind nötig.

Allerdings hat sich Amazon Games noch nicht dazu geäußert, wie die Monetarisierung von Lost Ark in Europa und Amerika aussehen wird. Es ist also durchaus möglich, dass man bei uns auf Pay2Win-Mechaniken verzichten wird, da westliche Spieler diesen Praktiken deutlich feindseliger gegenüberstehen.

Wollt ihr ein paar kostenlose Spiele zocken, die ganz ohne Ingame-Shop auskommen, seid ihr in dieser Liste richtig:

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