Um Malcolm Mittendrin kam wohl niemand in den 2000er-Jahren drumherum. Schließlich wohnte die kultige Familien-Sitcom quasi auf ProSieben und war ein fester Bestandteil des Nachmittags- oder Vorabendprogramm des Senders.
Somit verbinde ich natürlich auch nostalgische Gefühle mit der Serie. Sich die neuen Folgen anzuschauen, ist wie noch einmal von der Schule nach Hause zu kommen. Ich werfe mich aufs Sofa, zappe mich durch die einzelnen TV-Sender und lande schließlich bei den Wilkersons, die mal wieder im altbekannten Familien-Chaos versinken.
Alles bleibt (weitestgehend) beim Alten
Diesmal sind die Figuren allerdings etwas älter – sonst hat sich aber nicht viel verändert. Reese ist nach wie vor der König der Streiche, Hal macht seinem Ruf als sensibler Tollpatsch alle Ehre und Malcolm … ja, Malcolm ist immer noch ein egozentrisches Genie.
Auch nach 20 Jahren machen die Dynamiken der Wilkersons untereinander immer noch einen Heidenspaß. Zwischen all den Running Gags und diversen Cameo-Auftritten von vertrauten Nebencharakteren verstecken sich aber nach wie vor tiefgründige Botschaften.
Wie zum Beispiel Malcolms wahrer Grund, warum er sich seit Jahren von seiner Familie und besonders seinen Eltern fernhält. Leistungsdruck spielt hier eine tragende Rolle – mehr verrate ich euch an dieser Stelle aber nicht.
Die größte Ironie und für mich auch das absolute Highlight: Malcolm ist seiner Tochter Leah oft unangenehm und peinlich – er tritt demnach in die Fußstapfen seiner Eltern. Das ist sicherlich das Allerletzte, was Malcolm eigentlich tun möchte. Er kann sich noch so viel Mühe geben: Er schafft es nicht, sich seiner Familie zu entziehen, denn er ist ein Teil von ihr und das merkt man.
Irgendwie ist es doch auch beruhigend zu wissen, dass manche Probleme mit der Familie einfach normal sind. Mir waren meine Eltern auch mal peinlich und euch geht es da bestimmt nicht anders.
Ein bisschen Kritik gibt’s trotzdem
Einige Familienmitglieder kommen in diesem Nostalgie-Feuerwerk allerdings deutlich zu kurz und sind eher Rand-Dekorationen, was besonders bei Dewey sehr schade ist. Sein neuer Darsteller Caleb Ellsworth-Clark bekommt kaum Chancen, dem jüngeren Bruder von Malcolm seine eigene Note zu verleihen.
Generell fehlen größere Familien-Momente, die man sich als Fan wünschen würde. Man darf natürlich nicht vergessen, dass es nach so vielen Jahren deutlich schwieriger ist, alle Darsteller und ihre Terminkalender unter einen Hut zu bekommen. Aber mit mehr Zeit und mehr Folgen wäre da sicherlich noch etwas mehr drin gewesen.
- Charaktertreue: Die Essenz der Figuren bleibt erhalten
- Großer Unterhaltungswert
- Hoher Nostalgie-Faktor
- Tiefgründige Botschaften zum Nachgrübeln
- Nahbarkeit der Figuren durch alltägliche Probleme
- Einige Figuren wie Dewey oder Kelly kommen zu kurz
- Nicht so viel gemeinsame Wilkerson-Action wie erwartet
Wer Malcolm und seine Familie vermisst hat, verbringt mit den neuen Folgen jedenfalls einen schönen, nostalgischen Abend. Zusätzlich gibt’s sogar noch ein paar Lebensweisheiten mit auf den Weg, in denen sich der ein oder andere bestimmt wiederfindet.
Also, was meint ihr? Werdet ihr euch das Serien-Revival anschauen? Habt ihr vielleicht sogar schon konkrete Pläne, mit wem, wann und wo? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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