Kevin Feige, Chef der Marvel Studios, war zu Gast bei dem chinesischen Medium Wēibó zhèngwén (Original: 微博正文) und redete dort über die Zukunft des MCU. Dabei enthüllte er, dass im Konferenzraum der Marvel Studios
bereits Filme bis 2042 geplant wurden. Weiterhin verlor er weitere Details darüber, welche Charaktere eine besonders große Rolle spielen werden und wie die Welt zugänglicher gemacht werden soll.
Große Pläne, aber ...
Feiges Aussage dürfte Marvel-Fans ordentlich aufhorchen lassen. 2042 sind immerhin 16 Jahre in der Zukunft. Schon 2017 machte sich South Park in The Fractured But Whole darüber lustig, dass Marvel weit in die Zukunft plane und in Phasen unterteilt sei. Solche Dimensionen wie jetzt malte man sich damals aber noch nicht ansatzweise aus.
Feige äußert gleichzeitig jedoch, dass er selbst ein wenig daran Zweifel hegt, dass es wirklich so kommt.
Unser Plan ist … das habe ich bisher noch niemandem erzählt … Im Konferenzraum der Marvel Studios haben wir Filme bis ins Jahr 2042 geplant. Ich weiß nicht, ob wir dann noch da sind. Wer weiß. Ob genau diese Filme auch wirklich entstehen? Ebenfalls ungewiss. Aber so arbeiten wir uns Schritt für Schritt vor und planen anhand des riesigen Fundus an möglichen Geschichten aus den Comics.
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Die X-Men erhalten eine zentrale Rolle: Auch thematisch geht Feige in die Tiefe. So soll sich das MCU zunehmend um die X-Men drehen, die unter der Führung von Disney bisher kaum eine Rolle gespielt haben. Dabei sollen auch offene Handlungsstränge aus der Zeit bei 20th Century Fox aufgegriffen und zu Ende geführt werden. Konkret sagt er:
Wir verändern und entwickeln uns ständig weiter. Aber ein klares Ziel vor Augen hilft uns dabei, mit größerer Überzeugung zu handeln, besonders bei den X-Men. Es gab bereits zehn X-Men-Filme. Einige waren hervorragend, andere konnten die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Die Frage ist: Wie erschaffen wir die Mutanten-Saga auf wirklich epische Weise?
Die Rechte an den X-Men zu bekommen, bedeutete nicht nur, Figuren wie Wolverine nutzen zu können, auch wenn er ein außergewöhnlicher Charakter ist. Ihn mit Deadpool zusammenzubringen, war großartig. Aber die X-Men bestehen aus weit mehr als nur Wolverine oder dem ursprünglichen Team. Im Kern sind die X-Men ein eigenes Universum, eine mehrphasige Saga für sich. Genau daran arbeiten wir derzeit.
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Das MCU soll einfacher werden
In den vergangenen Jahren, besonders seit Endgame, hat sich das MCU in mehrere Universen unterteilt. Für viele Fans verlor die Welt dadurch an Reiz und wurde zu kompliziert, besonders für Neueinsteiger. Laut Feige arbeite man daran, das zu ändern. Startschuss dafür soll der kommende Film Avengers: Secret Wars werden, der am 15. Dezember 2027 ins Kino kommt.
Avengers 5 [Avengers: Doomsday] und Avengers 6 [Avengers: Secret Wars] orientieren sich stark an den Marvel-Comicgeschichten Time Runs Out und Secret Wars. Wie so oft dienen die Comics dabei als wichtige Vorlage für die Filme, die wir machen möchten.
Wir wollen damit zwei Dinge erreichen: Erstens möchten wir Handlungsstränge abschließen, die schon lange vor Iron Man begonnen haben, einschließlich der ursprünglichen X-Men-Figuren. Zweitens wollen wir gleichzeitig die Grundlage für die Zukunft schaffen.
Endgame war tatsächlich ein Ende. Danach haben wir viele neue Dinge ausprobiert und experimentiert. Aber Avengers 6 wird ein Neuanfang sein. Der Film wird ein klar strukturiertes, vereinfachtes und einheitliches Universum schaffen, dem wir künftig folgen können. Manche Elemente werden vertraut wirken, doch vieles wird völlig neu sein.
In der Nacht vom 25. zum 26. Juli 2026 um 2:30 Uhr unserer Zeit findet auf der San Diego Comic Con eine einstündige Präsentation der Marvel Studios statt. Wir gehen davon aus, dass es dort mehrere neue Ankündigungen zu Filmen und Serien geben wird. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden. Weitere Artikel zu Marvel und Co. findet ihr in der Linkbox weiter oben.
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