Zum Start von Marvel Rivals hatten zahlreiche Spieler einen Heidenspaß mit Mods und konnten so durch eigene Skins als ihre Lieblingshelden aus völlig anderen Universen in den Ring steigen. So war es keine Seltenheit, dass ihr Vegeta aus Dragon Ball oder Wonder Woman aus dem DC-Universum über den Weg gelaufen seid.
Mit dem Start von Season 1 wurde dem jedoch seitens der Entwickler NetEase Games ein Riegel vorgeschoben. Doch bereits wenige Tage später wurden innerhalb der Modding-Community zwei Wege gefunden, die Sperre zu umgehen und trotz des Verbots Skin-Mods zu verwenden. Damit riskieren sie jedoch ihre Accounts.
Asset-Hash-Checking, um Mods einen Riegel vorzuschieben
Um Mods in Marvel Rivals zu unterbinden, nutzt NetEase seit dem Start von Season 1 Asset-Hash-Checking. Durch diese Methode überprüft das Spiel beim Start, ob unerwünschte Elemente geladen werden. Falls ja, kann der Helden-Shooter nicht gespielt werden.
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Mods durch Umwege: Die Modding-Community hat nun zwei Wege gefunden, diese Sperre zu umgehen. Bei der ersten werden die gemoddeten Dateien direkt in die .pak-Dateien des Spiels angefügt, anstatt sie über einen Mod-Manager separat zu laden.
Die zweite Methode beruht darauf, die Dateien schnell genug zu entpacken und wieder zu packen, um die jeweiligen Prüfungen zu umgehen. Das benötigt jedoch eine sehr leistungsstarke SSD und birgt das Risiko, den PC zu überhitzen. Der Modder prafit1111 schreibt dazu auf NexusMods:
Das Problem ist, dass das Spiel dann 50.000 Dateien anstelle von nur einer lädt, was selbst auf den schnellsten SSDs problematisch sein kann. Eine solche Lösung könnte sogar dazu führen, dass eure SSD schneller kaputtgeht.
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Was sind die Konsequenzen?
Außer, dass bei der zweiten Methode die Hardware Schaden nehmen kann, könnte es auch Folgen für den Account geben. Mods wurden vor allem unterbunden, da einige Leute sich so Vorteile verschaffen oder bestimmte Skins andere Spieler abgelenkt haben. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass die Entwickler nun härtere Geschütze ausfahren, um Mods zu verhindern.
So erklärte NetEase in einer Stellungnahme gegenüber IGN, dass bei der weiteren Nutzung von Mods weitreichende Konsequenzen drohen:
Es wird nicht empfohlen, Spieldateien zu modifizieren, da dies das Risiko birgt, gebannt zu werden.
Bisher kam es zwar nicht zu permanenten Banns durch NetEase, die Stellungnahme deutet jedoch deutlich darauf hin, dass es zeitnah mindestens temporäre Account-Sperrungen geben wird.
Eine der aktuell beliebtesten Mods in Marvel Rivals ist ein Skin für den mit Season 1 hinzugefügten Mr. Fantastic. Durch die Modifikation wird dieser in den Gummimenschen und Piratenkapitän Monkey D. Ruffy aus One Piece verwandelt. Trotz der Sperre von NetEase konnte der Skin auf NexusMods bereits über 5.000 Downloads verzeichnen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass nicht klar ist, wie viele Nutzer zur Zeit des Downloads bereits wussten, dass diese nur noch durch Umwege verwendet werden können.
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