Wir alle lieben Spiele. Das unterstelle ich jetzt einfach mal, immerhin befinden wir uns hier auf GameStar.de, und da liegt eine gewisse Themenaffinität nahe. Aber seid ehrlich: Jeder von uns hat sie im Keller, die Spieleleichen, die wir höchstpersönlich dorthin geschleift haben, mitsamt einer durch unsere bloßen Fäuste völlig zerdellten Verpackung.
Ich habe für euch meine bereits vernarbten Wunden aufgerissen und mich meinen Traumata gestellt. Herausgekommen ist meine Top-10-Liste an Spielen, deren Kauf ich zumindest anfangs bereute, und die mich Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben. Manche davon kann ich bis heute nicht mehr anschauen, ohne dass mir eine Ader auf der Stirn hervortritt, obwohl es nicht einmal schlechte Spiele per se sind.
Elden Ring
9:47
6 Geheimnisse im DLC zu Elden Ring, die uns überrascht haben!
Genre: Rollenspiel | Entwickler: FromSoftware | Release: 25. Februar 2022
Für viele von euch ist es Gotteslästerung, aber ja: Ich wurde nie mit Elden Ring glücklich. Und das liegt nicht am Spiel selbst, denn das ist bestimmt fantastisch. Ich bin aber einer dieser Typen, wegen denen der hämische Spruch Git gud!
erfunden wurde. Sprich: Durch meine Adern fließen 0,0 Prozent Skill.
Elden Ring sollte endlich mein Einstieg in die Welt der bockschweren Soulslikes werden. Dank Open World und damit einhergehender spielerischer Freiheit musste ich mich nicht mehr länger alternativlos an Bossen abmühen, sondern konnte einfach anderswo hinstapfen und trainieren, bis ich stark genug war.
Gebracht hat das aber nur wenig. Denn mein tapferer Recke wurde zwar stärker und besser, nicht aber der Typ vor dem Bildschirm. Bis heute zähle ich nicht zu den coolen Kids und mache einen weiten Bogen um Soulslikes. Sorry, Elden Ring! Aber diese 60 Euro hätte ich besser investieren können.
Die Sims 3
1:42
Die Sims 3: Dieser Trailer enthüllte vor über 16 Jahren euren liebsten Teil der Reihe
Genre: Rollenspiel | Entwickler: FromSoftware | Release: 25. Februar 2022
Auch die Sims kriegen ihr Fett weg. Die sind Schuld! Schuld daran, dass …
Ach, von vorne: Vor langer Zeit, im Juli 2014, hatte ich mal wieder Lust darauf, mein Traumhaus zu bauen. Sprich: Die Sims 3 musste her! Gesagt, getan: Das Hauptspiel sowie einige Addons wanderten in den Warenkorb, der gute, alte Geldcheat wurde herausgekramt und los ging es.
Klingt bis hierhin nicht nach einem Fehlkauf, stimmts? Tjaha, aber dann passierte es: Meine Frau - damals noch Verlobte - betrat das Wohnzimmer und guckte auf den PC-Bildschirm. Oh, Die Sims!!!!, schallte durch den Raum und bevor mein Hirn die Signale verarbeitet hatte, saß sie am PC und ich musste mich anderweitig beschäftigen.
Dann spielte sie Die Sims. Sie - spielte - Die - Sims! Also so richtig, mit allem, was dazugehört. Job suchen, Freunde finden, aufs Klo gehen, Freunde vergraulen, Job verlieren, heiraten, sterben - die ganze Palette. Dramen spielten sich in ihrer fiktiven Welt ab, um die sie sich kümmern musste.
Die Sims 3 war gleich in doppelter Hinsicht ein Fehlkauf: Ich konnte wochenlang nicht spielen! Weder an meinem PC, noch mit meiner Freundin.
Die Xbox One
1:40
Xbox One - Offizieller Trailer zur neuen Microsoft-Konsole - Offizieller Trailer zur neuen Microsoft-Konsole
Genre: Sprachsimulation für Fortgeschrittene | Entwickler: Microsoft | Release: 22. November 2013
Xbox, mach den Fernseher leiser!
Begeistert blicke ich zu meiner Freundin. Wie cool war bitte unsere neue futuristische Konsole? Sie verlässt kopfschüttelnd den Raum und murmelt was von … meinen Ex-Freund anrufen
.
Xbox, starte Skype!
Boah, das war mega beeindruckend! Moment, hatte meine Mutter gerade gegähnt?
Xbox, Musik abspielen!
Durch das Wohnzimmer hallt Wake Me Up!
von Avicii und … mein bester Freund schaut geistesabwesend auf sein Handy.
Nein, die Xbox One hat niemanden aus den Socken gehauen - na ja, niemanden außer mir. Als Microsoft im Juni 2013 seine legendäre schlechte E3-Präsentation zur Xbox One abhielt, jubelte ich vor dem Bildschirm über Sprachbefehle, Gestensteuerung und anderen Schnickschnack. Im November holte ich mir den Kasten im zeitlos schwarzen Klavierlack (würg) gleich ins Haus und … ja. Das war's.
Gespielt habe ich auf meiner Xbox One so gut wie nie, weil die meisten Spiele in besserer Optik auf meinem PC liefen. Und das Sprechen mit meinem TV war erst faszinierend, nach einigen Monaten aber dann auch mir peinlich. Das Marketing von Microsoft hatte sein Ziel da aber bereits erreicht. Satte 500 Euro habe ich für das Gerät hingeblättert.
Xbox, go home!
F.E.A.R
Genre: Ego-Shooter | Entwickler: Monolith Productions | Release: 18. Oktober 2005
Meine Eltern waren damals sehr liberal eingestellt, was meinen Konsum von gewalthaltigen Spielen betrifft. Sie waren absolut davon überzeugt, dass ich auch mit 15 Jahren solche Inhalte bereits korrekt einordnen konnte und mein Verhalten dadurch nicht beeinflusst wurde. Immerhin war ich stolzer Abonennt der GameStar Ab-18-Ausgabe, nur echt mit coolem Unzensiert
-T-Shirt!
Ja, schönen Dank auch Mama! Du hättest doch wissen müssen, dass ich ein ziemlicher Hosenscheißer bin, stattdessen lässt du mich F.E.A.R. spielen! Ich habe 60 Euro meines hartverdienten Taschengelds (30 Tage Geduld haben sind harte Arbeit) ausgegeben, um zwei Monate lang nachts nur mit der Decke über dem Kopf einschlafen zu können. Kein Scherz, dieses Spiel hat mich nachhaltig verstört!
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