Das Mittelalter ist für mich das Aufbau-Zeitalter. Egal ob Anno 1404, Siedler oder Manor Lords, beim Anblick einfacher Holzhütten und Fachwerkhäuser, Kirchen, Tavernen und Stadtmauern erwacht sofort mein innerer Stadtplaner, während mich andere Epochen, Fantasy- oder Sci-Fi-Settings eher kaltlassen.
Und so ergeht es mir auch bei HistoriCity: Florence. Das kommende Mittelalter-Aufbauspiel versetzt mich ins Italien des 14. Jahrhunderts, kurz nachdem die Pest in Europa gewütet hat. Meine Aufgabe: Florenz wieder aufzubauen, eine der bedeutendsten und wohlhabendsten Städte des europäischen Mittelalters und Geburtsort der Renaissance. Als Geschichtsnerd bin ich da natürlich sofort dabei.
Ein Haufen staubiger Trümmer
Zu Beginn ist von der stolzen Mittelalterstadt nichts zu sehen, stattdessen werde ich von einem Trümmerfeld begrüßt, das von Pesttoten übersät ist. Meine erste Aufgabe ist es deshalb, aufzuräumen und mich um die verbliebenen Bewohner zu kümmern. Dazu errichte ich erste Gebäude und weise meine verfügbaren Arbeitskräfte frei zu.
Einige von ihnen brauche ich fast immer als Bauarbeiter, die Häuser errichten und Material zur Baustelle transportieren. Weitere meiner Bewohner weise ich einem Friedhof zu oder lasse sie Getreide ernten. Das wichtigste ist es schließlich, alle Bürger ernähren zu können.
Den grundsätzlichen Gameplay-Loop verstehe ich schnell: Ich baue Wohnhäuser, um neue Einwohner anzulocken und zusätzliche Arbeitskräfte freizuschalten. Die verteile ich dann wiederum auf Produktionsgebäude, Kirchen oder Tavernen, um die Wünsche meiner Bürger zu erfüllen. Durch das Abschließen bestimmter Ziele schalte ich neue Gebäude, Produktionsketten und Bedürfnisse frei.
Im Verlauf der Demo bleibt das durchgehend motivierend, auch wenn ich immer wieder auf neue Bewohner oder zusätzliches Baumaterial warten muss. Regelmäßig belohnt mich das Spiel beim Erreichen von Meilensteinen mit neuen Gebäuden und Möglichkeiten. In meiner Stadt gibt es außerdem immer etwas zu verbessern oder zu erweitern und ich habe stets ein klares Ziel vor Augen.
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Aufbau-Ausflug in die Renaissance: HistoriCity nimmt euch mit ins alte Florenz
Spielerisch ist das nicht revolutionär und erinnert an die Survival-Aufbauspiele der letzten Jahre. Die große Besonderheit ist aber das historische Setting. Florenz, seine Geschichte und Kultur sind für HistoriCity nicht nur grobe Vorlage, sondern Kern des Spiels.
Ich errichte im Spielverlauf etwa über 20 historische Monumente wie den berühmten Dom von Florenz. Ich heuere berühmte Meister aus der Geschichte der Stadt an, wie etwa Michelangelo oder Leonardo da Vinci, lasse Statuen errichten und sammle Kunstwerke und Reliquien. All das hat natürlich seinen Zweck und verbessert etwa die Zufriedenheit meiner Einwohner oder erhöht die Produktion bestimmter Waren.
Damit hebt sich HistoriCity von vielen anderen Aufbauspielen ab. Statt eines generischen, fiktiven Mittelaltersettings nimmt der Titel sich gezielt eine Stadt und eine für Spiele eher ungewöhnliche Epoche zum Vorbild und schafft so eine einzigartige Optik.
Zumindest für mich geht in der Demo diese Rechnung gut auf. Begleitet von Lautenklängen (übrigens echte Stücke aus der italienischen Renaissance) errichte ich eine Stadt, wie ich sie bisher in keinem anderen Spiel gesehen habe. Zwischen Zypressenwäldchen lasse ich Olivenhaine, Klöster, Kirchen und Paläste wachsen und fühle mich fast schon wie im Urlaub.
Wollt ihr auch das mittelalterliche Florenz entdecken, müsst ihr nicht auf den Release warten, der noch für 2025 geplant ist. Auf Steam ist jederzeit eine kostenlose Demo verfügbar, die immer wieder um neue Inhalte erweitert wird.
HistoriCity ist natürlich nicht das einzige Aufbauspiel, dass sich europäische Geschichte zum Vorbild nimmt. Noch näher an meiner Heimat liegt Manor Lords, das sich stark an das mittelalterliche Süddeutschland anlehnt und es mit der historischen Authentizität wohl noch genauer nimmt. Aktuell arbeiten die Entwickler des Early-Access-Titels an einem großen Update, mehr dazu lest ihr oben.
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