Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

Modern Warfare 4 wird keine Multiplayer-Revolution, aber hängt die Shooter-Konkurrenz genau da noch weiter ab, wo CoD eh schon glänzt

Beim Gunplay machen die wenigsten Spiele Call of Duty etwas vor. Modern Warfare 4 baut diesen Vorsprung 2026 noch weiter aus.

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

25% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

GameStar Plus ist das Online-Abo für Gamer, denen gute Spiele wichtig sind. Schon ab 5,99€ im Monat. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle exklusiven Tests, Guides, Videos und Reportagen von GameStar
Jede Woche ein exklusiver Podcast und zwei exklusive Newsletter
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

Die wahrscheinlich größte Stärke von Call of Duty insgesamt ist das Gunplay. Die Wucht der Waffen war schon immer ein großes Aushängeschild der Reihe und mit dem MW-Reboot von 2019 beförderte Infinity Ward die Marke CoD endgültig in die allerhöchsten Sphären der Videospiel-Schießereien: Wuchtiger Rückstoß, satter Klang, realistische Animationen und befriedigende Treffer ließen die meisten Konkurrenten im Genre endgültig im Rückspiegel verschwinden.

📌 Lieber was zur Solo-Kampagne lesen? Zur MW4 Singleplayer-Preview!

Jetzt meldet sich Infinity Ward mit Modern Warfare 4 wieder zurück und will zum Release am 23. Oktober 2026 die Messlatte für gutes Gunplay noch einmal anheben. Dass ausgerechnet Mark Grigsby, seinerzeit der leitende Entwickler für die Waffen-Animationen bei MW2019, inzwischen zum Studiochef aufgestiegen ist, passt da voll ins Bild.

Neues MW, altes CoD

In seinen Grundzügen bleibt MW4 ein CoD durch und durch: Es geht um schnelles Run&Gun auf überschaubar großen Maps, es wird wie in Actionfilmen über den Boden gerutscht, Killstreaks lassen Raketen vom Himmel regnen.

Was haben wir gesehen?
GameStar konnte sich Modern Warfare 4 im Vorfeld des offiziellen Reveals auf Einladung des Publishers hinter verschlossenen Türen anschauen. Die Entwickler zeigten dabei ausgiebige Gameplay-Sequenzen und verrieten Details zur Entwicklung. Selbst spielen konnten wir dabei nicht.

Wer hofft, dass sich CoD mit dem neuesten Teil grundsätzlich neu erfindet oder sich eine ganz neue Multiplayer-Identität in Richtung Taktik-Shooter zulegt, wird enttäuscht. Die Entwickler machen klar: »Ihr sollt euch im Multiplayer wie ein Badass fühlen.«

MW4 bringt einige klassische Waffen aus MW19 und MW2 zurück, darunter das Kilo 141 Sturmgewehr (rechts im Bild). MW4 bringt einige klassische Waffen aus MW19 und MW2 zurück, darunter das Kilo 141 Sturmgewehr (rechts im Bild).

MW4 ist in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzung dessen, was Infinity Ward 2019 und 2022 mit den Reboots von Modern Warfare und MW2 abgeliefert hatte, bevor Sledgehammer und Treyarch in den folgenden Jahren das Ruder übernahmen. Und Gunplay steht dabei klar im Fokus.

Das neue Gunplay

Das Handling der Waffen soll sich laut Entwickler in MW4 so realistisch und nachvollziehbar anfühlen, »wie noch die in der Serie zuvor«. Dazu hat man eine Reihe subtile, aber im Endergebnis deutlich sichtbare Änderungen vorgenommen:

  • Weapon Framing: Waffen werden aus der Ego-Perspektive jetzt erstmals an das tatsächliche Sichtfeld angepasst, sodass die Modelle perspektivisch korrekt wirken. Animationen wie das Nachladen bekommen dadurch einen deutlich authentischeren Look.
  • Bild-Verzeichnung: Durch eine neue Verzeichnung der Kamera (Lense Distortion) zusammen mit leichter Tiefenschärfe, wirkt das Gesamtbild in MW4 glaubwürdiger und erinnert leicht an Bodycam-Shooter wie Unrecord, Better Than Dead oder Bodycam.
  • Enhanced FOV: Um die Vorteile eines größeren Sichtfelds zu maximieren, wird ein Fisheye-Effekt hinzugefügt; dadurch bleibt der weitere Blickwinkel für Spieler am Bildschirmrand erhalten, Gegner behalten aber ihre Pixelgröße bei, sodass kein FOV-Nachteil entsteht.
  • VFX Masking: Mündungsfeuer und Rauch beim Schießen wirken realistisch, wurde aber in den Vorgängern als störend kritisiert. Durch neue Filter-Technik wird MW4 heftige Mündungseffekte darstellen, die Ziel und Waffenvisierung trotzdem nicht verdecken.
  • Tiefenschärfe: Eine neue Grafiktechnik überarbeitet die Tiefenschärfe (Depth of Field) beim Zielen (ADS) auf realistische Art. Statt das Ziel zu verschleiern, wird nur noch die Kimme von offenen Visierungen weichgezeichnet – das sorgt für ein klares und realistisches Zielbild.
  • Waffenkompression: MW4 simuliert die physische Auswirkung der Levelumgebung auf die Position der Waffe. Nähert sich ein Spieler beispielsweise einer Wand oder lugt um eine Ecke, wird die Haltung seines Gewehrs automatisch realistisch angepasst.
  • Waffen-Streuung: Beim Schießen aus der Hüfte wird keine zufällige Streuung (Bloom) mehr berechnet. Stattdessen überträgt sich der Rückstoß physisch auf die Waffe. Der Lauf und montierte Laser zeigen also immer exakt dorthin, wo die Kugel treffen wird.

Was heißt das denn jetzt alles?

Unterm Strich bedeuten die Änderungen für MW4 einen realistischen Look, aber nicht unbedingt realistisches Gameplay. In Sachen Waffenverhalten, Animationen und Grafik tendiert der Shooter deutlich in Richtung moderner Taktik- oder Hardcore-Shooter wie zum Beispiel Ready or Not oder Bodycam. Zugleich bleibt der Spielablauf aber schnell und auf dem Arcade-Level der MW-Vorgängerspiele. Das liegt vor allem am Movement.

Viele der Multiplayer-Operator wirken sehr realistisch, aber es gibt auch etwas abgefahrene Exemplare mit ballistischen Vollmasken. Viele der Multiplayer-Operator wirken sehr realistisch, aber es gibt auch etwas abgefahrene Exemplare mit ballistischen Vollmasken.

Eine Prise Mirror's Edge

Modern Warfare 4 nimmt seinen Fuß keineswegs vom Gas, wenn es ums Movement geht. Stattdessen erweitert Infinity Ward das Bewegungsrepertoire um ein paar neue Gimmicks wie zum Beispiel das Klettern entlang an Vorsprüngen, Slides aus dem Klettern heraus und Slides in eine liegende Position.

Dabei werden die Animationen so miteinander verknüpft, dass hakelige Übergänge und Reibungspunkte weitgehend aufgelöst werden sollen, so das Studio.

Das Omnimovement der letzten Black-Ops-Spiele ist in MW4 passé. Der berüchtigte Slide Cancel bleibt aber erhalten. Das Omnimovement der letzten Black-Ops-Spiele ist in MW4 passé. Der berüchtigte Slide Cancel bleibt aber erhalten.

Infinity Ward demonstriert uns das anhand eines Hindernislaufs, in dem die Spielfigur geschmeidig wie ein Kletteräffchen um die neue Bestzeit klettert, rutscht und hüpft.

Das sieht inder Tat nochmal eine Spur flüssiger aus als in vorherigen CoD-Teilen und erinnert fast an die Systeme aus Parkour-Spielen wie Mirror's Edge.

Fazit der Redaktion

Philipp Elsner
@trusty-roots.bsky.social

Als jemand mit einer ausgeprägten Obsession für Waffen-Handling in Videospielen ist MW4 für mich persönlich ein fantastischer Schritt, der genau den Weg konsequent fortsetzt, den Modern Warfare 2019 eingeschlagen hatte.

Die einzelnen Änderungen mögen zwar nach nicht viel klingen, aber in Summe heben sie das Gefühl für die Knarren wieder auf ein neues Niveau. Und in Zukunft werden sich Shooter wieder daran messen lassen müssen, was Call of Duty in Sachen Gunplay abliefert.

Nichtsdestotrotz gilt auch 2026 wieder: CoD bleibt CoD. Der Multiplayer erfindet das Rad keineswegs neu und wer mit den traditionellen Arena-Gefechten bisher nichts anfangen konnte, den wird auch MW4 sicherlich nicht überzeugen.


Die wichtigsten Multiplayer-Fakten im Schnelldurchlauf findet ihr auf der nächsten Seite dieses Artikels! Dort haben wir alle Maps, die Spielmodi und Infos zu den Waffen, Killstreaks, Loadouts und Perks in MW4 aufgelistet.

1 von 3

nächste Seite


zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.