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Seite 2: Test mit Top-Wertung: Auf Monster Hunter Wilds hat die Welt zurecht gewartet

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Altbewährt im neuen Gewand

Das Entscheidende: Trotz aller Tutorials und Hilfen behalte ich stets das Gefühl, ein anspruchsvolles Monster Hunter zu spielen und das Wichtigste selbst zu entscheiden. Nämlich die Wahl meines Ziels, meiner Ausrüstung und der passenden Jagdstrategie.

Sämtliche Waffen bieten zudem im Vergleich zu World haufenweise neue Kombos und Mechaniken, die es zu meistern gilt und wie für die Serie üblich schwankt der grundlegende Schwierigkeitsgrad der 14 Waffen stark.

Während die flinken Doppelklingen bereits mit wenigen Tastenkombinationen elegante Manöver abspulen, auf die so mancher Anime-Protagonist neidisch wäre, erfordert zum Beispiel die Insektenglefe deutlich mehr Finesse.

Hier müsst ihr Angriffe, Winkel und – ja – auch das Verhalten der namensgebenden Insekten im Detail managen und optimieren. Ohne reichlich Übung im Trainingsbereich oder an einfacheren Monstern sollte sich ein Großteil des Spiels allein deshalb schon knackiger anfühlen.

Doppelklingen Jede Waffe bringt zahlreiche Eigenschaften und Kombos mit. Doppelklingen sind schnell und agil, statt viel Schaden zu machen, greift ihr kontinuierlich an wie ein lästiger Moskito. Im rot glühenden Dämonenmodus teilt ihr besonders gut aus, seid aber in der Animation sehr verwundbar.

Hammer Der Hammer spielt sich völlig anders als die Doppelklingen. Er ist langsam, wuchtig und behäbig. Sitzt ein Treffer, teilt das dafür ordentlich Schaden aus. Außerdem ist er besser geeignet, um Köpfe zu zertrümmern, während die wendigen Klingen eher Schwänze abtrennen können.

Ein wenig entscheide ich also selbst, wie schwierig ich mir Monster Hunter Wilds machen will – abhängig von Ausrüstung und Hilfsmitteln, ob ich den Koop nutze und so weiter. Trotzdem fühlt sich Monster Hunter Wilds über weite Strecken deutlich einfacher an als World oder andere Serienteile, vor allem wenn ihr es euch nicht ganz bewusst schwerer macht.

Hier merkt man dem Spiel dann doch deutlich an, wie wichtig den Entwicklern die Zugänglichkeit war und dass zumindest während der Kampagne deshalb doch der eine oder andere Kompromiss beim Schwierigkeitsgrad gemacht wurde.

Für Veteranen wird das Spiel deshalb vor allem im Endgame spannend, wenn die hochrangigen Quests verfügbar werden und die Monster aggressiver, mehr aushalten und neue Tricks lernen. Kommt irgendwann ein Meisterrang per DLC sollte der noch eine Schippe drauflegen.

Generell ist das Spiel immer noch darauf ausgelegt, dass ihr auch nach dem Story-Ende noch viele Stunden dranbleibt und was das Spiel regelmäßig mit neuen Monstern und sogar Cutscenes belohnt. Damit seid ihr dann locker nochmal 20 bis 40 Stunden beschäftigt, wenn ihr alles erledigen wollt.

So kommt ihr an neue Ausrüstung

Neben den Kämpfen spielt auch das Crafting eine entscheidende Rolle in Monster Hunter. Und das nicht nur auf Tränke oder andere Items bezogen. Die Belohnung für nahezu jedes erlegte Monster besteht aus verschiedenen Materialien. Diese setzt ihr dann gemeinsam mit in der Welt gefundenen Rohstoffen in der Schmiede ein, um euch neue Waffen und Rüstungen zu craften.

Für jede Waffe und jedes Monster existieren eigene Rüstungen und Waffenversionen, die ihr bauen und nutzen könnt. Besonders cool: Männliche und weibliche Klamotten lassen sich nun frei zu eigenen Sets kombinieren. So kommt ihr nicht nur bestens vorbereitet, sondern auch stylisch daher.

Was ihr am besten ausrüstet, hängt von eurem Gegner ab. Es lohnt sich, auf die richtigen Resistenzen und Angriffselemente zu setzen, um Kämpfe möglichst effizient abzuschließen. Seid ihr euch mal unsicher, helfen das Monsterlexikon oder die Vorschläge von Schmiedin Gemma. Später lassen sich Rüstungsteile auch verbessern oder mit weiteren Boni versehen.

Rüstungen Erlegte Monster schalten unterschiedliche Rüstungssets frei, die euch auch einen Gesamtbonus bescheren.

Waffen Je nach Monster teilen die geschmiedeten Waffen nicht nur Schaden aus, sondern verfügen auch über Elemente und Spezialeffekte.

Seid ihr euch nicht sicher, was ihr craften sollt oder wollt ihr generell einen Leitfaden für die ersten Spielstunden, hilft unser ausführlicher Einsteiger-Guide:

Kein stumpfes Draufhämmern

Komfort und Story hin oder her, die Monster und die Jagd auf sie bleiben das Herzstück der Reihe. Wilds setzt auf den bewährten geschmeidigen Gameplay-Loop der Vorgänger: Ihr bereitet euch vor, indem ihr Tränke und andere nützliche Items wie Fallen craftet, esst eine Mahlzeit und startet dann auf eine Mission, die ein Zeitlimit hat. Keine Sorge, das solltet ihr wirklich so gut wie nie reißen. Gleiches gilt für die Ohnmachten, wenn ihr alle Lebenspunkte verliert. Nach dreien endet die Jagd, aber zumindest während der Story ist mir das nicht einmal passiert.

Anschließend spürt ihr das Monster auf und stellt euch dem Kampf, wobei euer Ziel regelmäßig das Gebiet wechselt oder sein Gemüt ändert – blinkt etwa ein rotes Symbol über seinem Kopf, ist es wütend und wird aggressiver angreifen. Ihr bearbeitet es weiter unermüdlich mit eurer Waffe, allerdings gibt es mit den Wunden ein neues, spannendes System.

Darüber visiert ihr dem Monster vorher zugefügte Verletzungen erneut an, um beträchtlichen Schaden auszuteilen und sogar besondere Materialien einzusacken. Das erinnert ein wenig an die Klammerklaue-Mechanik aus Iceborne, kann durch die Beschränkung auf zugefügte Verletzungen aber nicht dauerhaft eingesetzt werden, wovon Balance und Abwechslung profitieren.

Das Wundensystem ist neu und sehr mächtig: Visiert ihr diese Schwachpunkte an, könnt ihr das Monster richtig aus der Balance bringen und Bonusmaterialien einsacken. Das Wundensystem ist neu und sehr mächtig: Visiert ihr diese Schwachpunkte an, könnt ihr das Monster richtig aus der Balance bringen und Bonusmaterialien einsacken.

Außerdem steckt die ganze Umgebung voller interaktiver Elemente, was die Kämpfe herrlich dynamisch macht. Mal bricht ein Revierkampf aus und ein anderes Monster richtet euren Gegner auf einmal übel zu. Dann lässt sich wieder eine natürliche Falle clever nutzen, eine Blitzfliege blendet es oder ihr findet Schleudermunition, die besonders effektiv ist.

Auch Lähm- oder Schlafkröten gibt es wieder oder Giftkelche, die allesamt für praktische Statuseffekte sorgen – übrigens auch bei euch, wenn ihr nicht aufpasst. Je nach Waffe, Umgebung oder anderen Monstern im Gebiet fühlt sich so jeder Kampf wirklich einzigartig an.

Umgebungsfallen können ordentlich Schaden austeilen oder Monster immobilisieren. Untersucht das Areal, in dem ihr kämpft, immer genau. Hier könnt ihr zum Beispiel Felsbrocken herabstürzen lassen. Umgebungsfallen können ordentlich Schaden austeilen oder Monster immobilisieren. Untersucht das Areal, in dem ihr kämpft, immer genau. Hier könnt ihr zum Beispiel Felsbrocken herabstürzen lassen.

Ist ein Monster erlegt oder gefangen, erhaltet ihr reichlich Beute als Belohnung, sodass ihr nur selten ein Monster mehrmals jagen müsst, wenn ihr an seine Rüstung oder Waffe wollt. Erst im Endgame mit den High Rank Quests kommt ein wenig Grind-Gefühl auf. Hier verlangt das Spiel nämlich von euch, dass ihr euren Jägerrang immer weiter steigert, um die nächsten Hauptmissionen freizuschalten.

Dazu gilt es zahlreiche Nebenquests zu erledigen oder Monster in der Welt zu jagen. Letzteres funktioniert bequem, indem ihr sie einfach so lange angreift, bis die entsprechende Quest automatisch erstellt wird. Das könnt ihr vorher noch getrost ignorieren, sodass sich die Hauptstory zügig abschließen lässt. Danach müsst ihr euch Monster aber mehrfach vornehmen, um weiterzukommen. Richtig dröge wird das aber nie, da die Jagden nur sehr selten länger als 15 Minuten dauern.

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