Myth of Empires: Warum das neue Mittelalter-Spiel bei Steam so erfolgreich ist

Die Multiplayer-Sandbox schart schon im Early Access zahlreiche Spieler um sich. Wir haben Infos zu Gameplay, Open World und dem finalen Release.

von Stephanie Schlottag,
25.11.2021 07:19 Uhr

Es gibt einen neuen Stern am Survival-Himmel: Myth of Empires feiert schon im frühen Early Access beeindruckende Spielerzahlen. Aber was ist eigentlich der große Reiz an der neuen Mittelalter-Sandbox? Und wann ist der finale Release geplant? Einen Test zu Myth of Empires mit vorläufigem Wertungskasten haben wir natürlich auch.

Bevor ihr weiterlest, werft gerne mal einen Blick in den Trailer. Das Video zeigt den faszinierenden Mix aus Mount & Blade und knallhartem Survival:

Myth of Empires zeigt eine Mittelalter-Sandbox mit großen Belagerungsschlachten 2:09 Myth of Empires zeigt eine Mittelalter-Sandbox mit großen Belagerungsschlachten

Was ist Myth of Empires eigentlich für ein Spiel?

Mittelalter, Multiplayer, Sandbox, Survival: Mit diesen Begriffen lässt sich Myth of Empires ganz gut umschreiben. Im Gegensatz zu den meisten Survival-Spielen geht es aber nicht nur darum, euch einen sicheren Platz aufzubauen. Nein, hier geht es ein paar Dimensionen größer zu: Ihr steigt bis zum Befehlshaber riesiger Armeen auf, die ihr dann gegen eure Mitspieler in die Schlacht schickt. So zumindest das Ziel der Entwickler, im Early Access steckt erstmal nur ein Grundspiel.

Eure Karriere beginnt ganz unten in der feudalen Hackordnung, in 16 Stufen könnt ihr es dann bis zum Adeligen bringen. Ob ihr lieber ein schwertschwingender Krieger an vorderster Front oder ein gerissener Stratege im Hintergrund sein wollt, überlasst Myth of Empires euch selbst.

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Das Gameplay: Was tut ihr hier?

Auf verschiedenen Servern könnt ihr PvE oder PvP spielen, auch ein einfacher Wechsel von einem zum anderen soll möglich sein. Das Spiel setzt den Fokus auf ein Nahkampfsystem mit Schwertern und Schilden. Wenn euch der Sinn nach Fernkampf steht, könnt ihr aber auch Bogenschießen.

Was die Survival-Elemente angeht, wird Myth of Empires in vielen Kommentaren mit Ark, Valheim und Conan Exiles verglichen. Ihr könnt zum Beispiel Pferde zähmen und reiten oder NPCs rekrutieren, Rohstoffe sammeln und verbauen und so weiter. Schon im Early Access könnt ihr euch eine ziemlich dicke Festung zusammenhämmern. Noch mehr spannende Survival-Spiele findet ihr übrigens hier:

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Open World: Wie funktioniert die Spielwelt?

Die Open World basiert auf dem mittelalterlichen Asien, entsprechend sehen Landschaften und Architektur aus. Die Map ist laut den Entwicklern insgesamt 64 Quadratkilometer groß und bietet von verschneiten Bergkämmen bis zu dichten Wäldern einiges an Abwechslung.

Ihr seid entweder zu Fuß oder auf dem Pferderücken unterwegs. Beim Erkunden werdet ihr öfter mal wilden Tieren oder menschlichen NPCs begegnen, die euch feindlich oder freundlich gesonnen sein können. Bis zum finalen Release soll hier noch einiges an Inhalten nachgegossen werden. Ob sich Myth of Empires irgendwann einen Platz unter unseren liebsten Open Worlds verdient? Die Konkurrenz ist verdammt stark:

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Release: Wann und wo erscheint Myth of Empires?

Seit dem 18. November 2021 läuft der Early Access bei Steam. Der finale Release ist noch nicht fest datiert, soll aber frühestens in 12 Monaten erfolgen - also nicht vor Ende 2022. Laut Entwicklern kann sich das auch durchaus noch nach hinten verschieben.

In der Vollversion sollen mehr Inhalte stecken, zum Beispiel ein Tutorial für neue Spieler, mehr Spielmodi und bessere Animationen. Dabei sollen die Vorschläge der Community mit einbezogen werden.

Zur Zeit kostet Myth of Empires 25 Euro. Der Preis soll für die Vollversion leicht angehoben werden. Ihr habt Bock auf noch mehr Mittelalter? Dann bekommt ihr hier die besten Geheimtipps:

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Warum ist Myth of Empires bei Steam so erfolgreich?

Myth of Empires steht aktuell immerhin auf Platz 25 der meistgespielten Spiele bei Steam. Rund 35.000 Nutzer sind gleichzeitig eingeloggt und der Trend zeigt nach oben. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen profitiert Myth of Empires von seinem breit gefächerten Publikum. Das Spiel stammt nämlich vom chinesischen Indie-Entwickler Angela Games und bietet deswegen volle chinesische Sprachunterstützung, was das Spiel direkt für den riesigen ostasiatischen Spielemarkt öffnet.

Außerdem arbeiten die Entwickler mit Twitch-Streamern zusammen, um ihr Spiel bekannter zu machen, für Zuschauer gibt's Twitch Drops mit Ingame-Belohnungen. Zum Start des Early Access lief außerdem eine Rabatt-Aktion, die garantiert den ein oder anderen überzeugt hat, mal reinzuschauen.

Es gibt jetzt schon einiges zu tun in Myth of Empires. Zum Beispiel Waffen schmieden. Es gibt jetzt schon einiges zu tun in Myth of Empires. Zum Beispiel Waffen schmieden.

Allerdings sind nicht alle Spieler hellauf begeistert. Die Nutzer-Reviews stehen bei 74 Prozent positiv - oder »Größtenteils positiv«, wie Steam es ausdrückt. Kritik gibt es vor allem für technische Probleme wie FPS-Einbrüche und Schnitzer bei der Übersetzung. Die Grafik bekommt dagegen jetzt schon viel Lob, Myth of Empires basiert auf der Unreal Engine 4. Und beim Crafting scheiden sich die Geister - die einen finden es klasse, den anderen ist es zu viel Grind.

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