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Warum wir nach dem Anspielen von Need for Speed Heat eine weitere Enttäuschung befürchten

Das neue Need for Speed offenbart auf der gamescom mehrere Probleme, die bis zum Release kaum zu beheben sein dürften.

von Heiko Klinge,
23.08.2019 18:20 Uhr

In Need for Speed Heat bestreiten wir wie im legendären Underground illegale nächtliche Straßenrennen – die Skyline der fiktiven Großstadt wirkt allerdings reichlich unspektakulär.In Need for Speed Heat bestreiten wir wie im legendären Underground illegale nächtliche Straßenrennen – die Skyline der fiktiven Großstadt wirkt allerdings reichlich unspektakulär.

Der Trailer zu Need for Speed Heat von der gamescom Opening Night Live verspricht Großes, quasi ein Best-of der erfolgreichsten Serienteile.

Nächtliche Tuner-Action wie in Underground, authentisches Street Racing bei Tag wie in Shift, spektakuläre Verfolgungsjagden mit der Polizei wie in Most Wanted, dazu eine große Open World wie im letzten Serienteil Payback.

In der Theorie klingt das großartig, die Praxis ließ beim Anspielen aber noch vieles zu wünschen übrig, vor allem das Entscheidende.

Was haben wir gespielt?

Die Demo beinhaltete einen Street Racing Event bei Tag in einem Hafengebiet sowie ein illegales Nachtrennen in der Innenstadt samt anschließender Verfolgungsjagd.

Außerdem konnten wir mehrere Autos probefahren und auch schon das optische Tuning ausprobieren, sowohl beim fahrbaren Untersatz als auch bei unserem Avatar.

Need for Speed Heat - Screenshots aus der gamescom-Demo ansehen

Wie umfangreich wird das Tuning?

Das Tuning machte beim Anspielen noch den besten Eindruck. Wir können allein bei den Felgen aus Hunderten Varianten wählen, unsere Kiste zentimetergenau tieferlegen und sogar den Sound des Motors anpassen.

Allerdings bleibt es wie im Vorgänger Payback beim bloßen An- und Abschrauben von vorgefertigten Tuning-Teilen und Bodykits. Ein freieres Umgestalten der Karosserie wird auch in Heat ein Traum bleiben.

Neu ist dafür, dass wir nun auch unseren Fahrer per Editor gestalten (die Auswahl an Gesichtern hält sich aber in Grenzen) und mit tonnenweise kaufbaren Klamotten ausstatten dürfen. Warum das bei einem Spiel sinnvoll sein soll, bei dem wir zu 95% nur unser Auto im Blick haben, leuchtet uns allerdings nicht so ganz ein.

Im Avatar-Editor wählen wir aus Hunderten unterschiedlich Klamotten, nicht alle davon sind wirklich kleidsam.Im Avatar-Editor wählen wir aus Hunderten unterschiedlich Klamotten, nicht alle davon sind wirklich kleidsam.

Hinzu kommt, dass sowohl beim Auto- als auch Charakter-Editor das Spiel nicht mit dem Nachladen der Texturen hinterherkommt, wenn wir schnell durch die Auswahl scrollen, so dass uns immer wieder für kurze Zeit detailarme Hemden oder Felgen ins Auge fallen.

Im Prinzip eine Kleinigkeit, bei einem Rennspiel-Blockbuster aber doch leicht peinlich. Zumal es nur ein erster Vorgeschmack darauf ist, welch große technische Schwierigkeiten Need for Speed Heat derzeit noch plagen.

Wie gut sind Optik und Technik?

Beim Anspielen der Demo wurden wir den Eindruck nicht los, dass Entwickler Ghost Games die bei EA obligatorische Frostbite-Engine nach wie vor nicht in den Griff bekommt. Immer wieder kam es zu unschönen Slowdowns oder Ruckelanfällen, die bei uns teilweise sogar zu Unfällen führten.

Zwar haben wir nicht auf dem PC, sondern auf einer PS4 gespielt, aber in der Regel wird auf einer Messe die technisch am weitesten fortgeschrittene Version gezeigt, und die ist in diesem Fall noch deutlich zu weit von einem flüssigen Fahrerlebnis entfernt.

Hinzu kommt, dass Need for Speed Heat auch optisch noch nicht punkten kann. Ja, es gibt ein paar nette Effekte wie den regennassen Asphalt. Aber die können kaum kaschieren, dass insbesondere die Streckenumgebung arg detailarm daherkommt, zumal es in der Szenerie an echten Hinguckern mangelt. Selbst als wir von einem Hügel auf die Stadt hinab blickten, konnten wir kaum interessante Orientierungspunkte erkennen. Da fährt ein Forza Horizon 4 gleich mehrere Ligen höher.

Die Verwisch- und Spiegeleffekte von Need for Speed Heat sehen zwar teilweise recht hübsch aus, erschweren aber oft den wichtigen Blick die Strecke.Die Verwisch- und Spiegeleffekte von Need for Speed Heat sehen zwar teilweise recht hübsch aus, erschweren aber oft den wichtigen Blick die Strecke.

Den Entwicklern sind diese technischen Schwächen offenbar bewusst. Anders können wir es uns kaum erklären, dass sie ein derartiges Bombardement an Verwisch-, Partikel-, Licht- und Überstrahl-Effekten auf uns abfeuern. Beim Anspielen sorgte das sogar immer mal wieder dafür, dass wir kaum noch die Strecke erkennen konnten und einen Fahrfehler machten.

Und landen wir am Betonpfeiler, zerspringt dieser zwar übertrieben in sämtliche Einzelteile, hinterlässt mangels vernünftigem Schadensmodell an unserem Luxusschlitten aber nur ein paar Alibi-Kratzer. Das hängt sicherlich mit den strengen Auflagen der Lizenzgeber zusammen, reißt angesichts der ebenso regelmäßigen wie brachialen Karambolagen aber trotzdem aus der Atmosphäre.

Wie viel Spaß machen Rennen und Verfolgungsjagden?

Diskutable Technik und kaum vorhandenes Schadensmodell ließen sich verschmerzen, wenn die Rennen und Verfolgungsjagden von Need for Speed Heat amtlich knallen würden. Geknallt hat es beim Anspielen zwar mehr als genug, aber dummerweise meist nur im wörtlichen Sinn. Denn stellenweise hatten wir das Gefühl, mehr ein Flatout als ein Need for Speed zu spielen.

Bei einem auf Crash Racing ausgelegten Rennspiel mag das funktionieren, doch in der Demo von Need for Speed Heat hat uns das ständige Geschubse bereits nach kurzer Zeit genervt. Das liegt auch am derzeit noch recht schwammigen Fahrverhalten, das uns nur wenig Gefühl fürs Auto vermittelt.

Warum bricht das Heck plötzlich aus? Wieso bekommen wir das Auto nicht um die Kurve gewuchtet, obwohl wir auf Schneckentempo runterbremsen? Weshalb kriegen wir keinen halbwegs kontrollierten Drift zustande?

Und warum zum Henker überholen uns gerade innerhalb weniger Sekunden gleich drei Gegner, obwohl wir Vollgas fahren und sie keinen Nitro-Boost einsetzen? Letzteres wirkt vor allem dann albern, wenn diese Gegner in handelsüblichen Polizeiautos sitzen und wir in einem hochgezüchteten Porsche.

Wir geben Vollgas in einem hochgezüchteten Sportwagen und werden trotzdem von der Polizei überholt, obwohl diese sogar abseits der Strecke fährt.Wir geben Vollgas in einem hochgezüchteten Sportwagen und werden trotzdem von der Polizei überholt, obwohl diese sogar abseits der Strecke fährt.

Die KI hinterließ in der Demo alles anderes als einen nachvollziehbaren Eindruck und sorgte kombiniert mit den fehlenden Gegneranzeigen (es gibt auch weder Rückspiegel, noch eine Cockpitperspektive) sowie den Übersicht kostenden Grafikeffekten dafür, dass wir nur selten das Gefühl hatten, wirklich alles unter Kontrolle zu haben.

Und das ist selbst bei einem kompromisslos auf Action gebürsteten Rennspiel ein echtes Problem. Mag sein, dass die Entwickler manche unserer Kritikpunkte bis zum Release am 8. November noch in den Griff bekommen. Angesichts von nur noch zwei Monaten Zeit stehen die Chancen unserer Demo-Einschätzung nach aber eher schlecht, dass Need for Speed nach zwei eher durchwachsenen Serienteilen dieses Jahr endlich wieder die Qualitätskurve kriegt.

Need for Speed Heat - Gameplay-Trailer zeigt Customization & schnelle Rennen 3:50 Need for Speed Heat - Gameplay-Trailer zeigt Customization & schnelle Rennen

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