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Seite 2: Need for Speed Payback im Test - Auf halber Strecke falsch abgebogen

Sozialismus in den USA

Bei so einem strikten Spielablauf hätte Ghost Games auch gleich auf eine Open World verzichten können. Die offene Spielwelt, in der ihr zwischen den Rennen umhergondelt, ist dem Spielspaß ohnehin nicht gerade zuträglich. Nach jedem Rennen müsst ihr erstmal zum nächsten Startpunkt juckeln, die Schnellreise ist auf bestimmte Orte (Tankstellen, Garagen, Shops) beschränkt. Das nimmt dem Rennspiel unnötig viel Tempo.

Die Idee dahinter: Auf dem Weg zum nächsten Event stoßt ihr in der Open World auf Geheimnisse, zufällige Events und mehr. So soll sich ein süchtigmachender Spielfluss entwickeln. Forza Horizon 3 macht das nahezu perfekt. Need for Speed Payback nicht. Die Spielwelt steckt zwar voller Sammelobjekte, Challenges und Sprungschanzen, doch sie ist auch steril und langweilig.

Autowracks Wer solche Autowracks findet, kann besondere Fahrzeuge freischalten. Mit dem Chassis allein ist es aber nicht getan …

Schnitzeljagd Um den Mustang zu bekommen, müsst ihr insgesamt fünf Teile in der Open World aufspüren.

Im Gebiet des Fortune Valley liegen eine Wüste, ein Canyon und eine Bergregion. Hier und da entdecken wir zwar ein nettes Panorama, doch gegenüber den atemberaubenden Landschaften eines Forza Horizon 3 verblasst auch der hübscheste Ausblick. Den ödesten Fleck in dieser Gegend bilden aber ganz klar die menschenleeren Betonburgen von Silver Rock. Gebe es nicht das ein oder andere nette Casino, könnte die Stadt auch aus den Hochzeiten des Sozialismus stammen. Payback ist ohnehin kein Grafikwunder, die grauen Matchtexturen und klobigen Gebäude stechen aber nochmal negativ heraus.

Auto-Quartett in doof

Zwischen den Taxifahrten in der unspektakulären Open-World und den aufgezwungenen Rennen artet Payback zumindest teilweise zur Pflichtaufgabe aus, während der Spielspaß auf der Strecke bleibt. Und dieses Gefühl wird durch das aufgesetzte Tuning noch verstärkt. Merkt ihr, dass eure Konkurrenten euch nur noch davonziehen, wird es Zeit, aufzurüsten. Performance-Upgrades für Motor, Turbolader und Co. könnt ihr euch aber nicht einfach für Ingame-Geld kaufen. Stattdessen müsst ihr Karten sammeln - hört dieser Trend eigentlich jemals wieder auf?

Im Shop kauft ihr Karten, um euren Boliden zu tunen. Jede Speed-Card hat eigene Boni, mehrere Karten eines Herstellers geben weitere Vorteile. Im Shop kauft ihr Karten, um euren Boliden zu tunen. Jede Speed-Card hat eigene Boni, mehrere Karten eines Herstellers geben weitere Vorteile.

Das unnötig komplizierte und aufgesetzt wirkende System will ich an dieser Stelle nicht komplett aufdröseln, ihr müsst jedoch wissen, dass es mit einem Echtgeld-Lootbox-System verwoben ist. In unserem Test sind wir durch die Kampagne gekommen, ohne wirklich in Versuchung gewesen zu sein, echtes Geld auszugeben - wohlgemerkt ohne die Boni der teureren Deluxe-Edition zu nutzen.

Wollt ihr allerdings den kompletten Fuhrpark ausreizen, wechselt häufig das Auto und müsst dementsprechend ständig neue Fahrzeuge von Grund auf hochzüchten, zwingt euch Payback einen lästigen Grind auf, der durchaus dazu geeignet ist, die Kreditkarte aus eurem Portemonnaie zu locken.

Das Statement der Entwickler:Ghost Games verteidigt Mikrotransaktionen

Mach die Karre hübsch!
Neben dem Performance-Tuning lässt euch Payback auch der Optik eurer Schlitten herumbasteln. Besonders umfangreich sind dabei die Möglichkeiten die Autos mit Lackierungen und Folien zu verzieren. Hier bleiben kaum Wünsche offen. Wer - wie ich - selbst nicht kreativ oder begabt genug ist, kann die Kreationen der Community herunterladen.

Veränderungen an der Karosserie, den Felgen und Scheiben sind ebenfalls möglich, es stehen aber pro Bauteil deutlich weniger Varianten zur Verfügung als etwa im Klassiker Need for Speed Underground 2. Um Bereiche modifizieren zu können, müsst ihr zunächst bestimmte Aufgaben erfüllen.

Uff, das war jetzt doch ein ganzer Haufen Kritik. Der soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Payback ein durchaus unterhaltsamer Arcade-Racer steckt. Die eigentlichen Rennen machen zumindest ordentlich Laune. Ghost Games hat allerdings irgendwann auf halber Strecke falsches Benzin getankt: Unsinnige Design-Entscheidungen und das aufgesetzte Tuning bringen den potenten Motor arg ins Stottern. So lässt Payback zwar den Vorgänger knapp hinter sich, die Konkurrenz von Forza Horizon und The Crew fährt aber nach wie vor in einer anderen Liga.

Need for Speed: Payback - Customization-Trailer zeigt das komplexe Tuning-System 1:27 Need for Speed: Payback - Customization-Trailer zeigt das komplexe Tuning-System

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