Neu bei Valorant? Was CoD- & Battlefield-Spieler vorher wissen müssen

Valorant spielt sich anders als viele große Multiplayer-Shooter auf dem Markt. Wer umsteigt, sollte vorher ein paar wichtige Dinge wissen.

von Philipp Elsner,
10.04.2020 14:05 Uhr

Valorant gegen Call of Duty: Die Unterschiede sind vor allem beim Gunplay deutlich zu spüren. Valorant gegen Call of Duty: Die Unterschiede sind vor allem beim Gunplay deutlich zu spüren.

CS:GO-Spielern wird Valorant sehr vertraut vorkommen, aber wer von anderen großen Shootern wie Rainbow Six: Siege, Overwatch oder Call of Duty kommt, muss sich umgewöhnen oder wird gnadenlos an die Wand gespielt. Damit euch eure ersten Runden in der Beta von Valorant nicht frustrieren, solltet ihr folgende Tipps unbedingt beachten.

Eure Sprint-Taste könnt ihr vergessen!

Vor allem Battlefield- & CoD-Spieler sind es gewohnt, ihre Shift-Taste zu malträtieren, um auf den Maps schnell von A nach B zu kommen. Hier zwingt euch Valorant zum Umdenken: Beim normalen Vorwärtsgehen habt ihr bereits eure Höchstgeschwindigkeit erreicht, eine Sprinten-Funktion gibt es nicht.

Drückt ihr Shift, bewegt sich euer Agent stattdessen langsamer voran - und das solltet ihr unbedingt ausnutzen! Denn das langsame Gehen macht einerseits eure Schritte deutlich leiser und verbessert andererseits auch die Zielgenauigkeit eurer Waffe. Trefft ihr aus vollem Lauf auf einen Spieler, der per Shift-Taste schleicht, stehen eure Chancen direkt schlecht, diesen Firefight zu überstehen!

Unser Tipp: Gewöhnt euch schnellstens eure Run&Gun-Instinkte ab und tastet euch vorsichtig über die Map, statt zu rennen. Sonst hört euch das Gegnerteam schon aus großer Entfernung kommen.

Euer Zielvisier ist egal!

Wer in anderen Shootern aus der Hüfte schießt, hat abseits von Nahkämpfen meist ganz schlechte Karten. ADS (Aim down Sight, also über Kimme und Korn zielen) lautet das oberste Gebot für präzise Schüsse in CoD, Rainbow Six, Battlefield & Co. schon seit vielen Jahren.

Wer über ADS zielt, hat in Valorant nicht zwangsläufig einen Vorteil. Wer über ADS zielt, hat in Valorant nicht zwangsläufig einen Vorteil.

Valorant ist anders: Zwar haben einige Waffen eine ADS-Funktion mit leichtem Zoom, diese ist aber nicht präziser als das Feuern aus der Hüfte, so lange ihr stillsteht. Die Waffe erst anzulegen gehört also in Valorant keineswegs zum Pflichtprogramm! Stattdessen liegen auf der rechten Maustaste oft Sekundärfeuer-Funktionen, die ihr für jede eurer Waffen kennen und trainieren solltet.

So verschießt die Bucky-Shotgun per Rechtsklick solide Geschosse statt Schrot und die Standard-Pistole feuert alternativ mehrere Kugeln mit hoher Streuung gleichzeitig ab. Das Bulldog-Sturmgewehr verfügt wiederum verfügt über ein Zielvisier, schießt dann aber im Burst- statt im Vollautomodus.

Unser Tipp: In Valorant müsst ihr also jede Waffe einzeln betrachten, statt immer reflexartig auf die rechte Maustaste zu drücken. Die meisten Waffen sind im ADS nicht präziser als beim Feuern aus der Hüfte!

Euer Team ist aber nicht egal!

Call of Duty oder Battlefield funktionieren auch als "Lone Wolf" auf öffentlichen Servern gut. Klar, am meisten Spaß kommt immer mit Freunden auf, aber auch Einzelgänger können hier durchaus Erfolge feiern. Wer das nötige Zielwasser und eine Portion Glück mitbringt, kann in bester Rambo-Manier das Match ganz allein drehen, ohne sich um die Teamkollegen zu scheren.

Teamwork und das clevere Kombinieren der Agenten-Skills ist entscheident in Valorant. Teamwork und das clevere Kombinieren der Agenten-Skills ist entscheident in Valorant.

In Valorant ist individueller Skill zwar ebenfalls sehr wichtig - aber wer seine Mitspieler ignoriert, hat hier deutlich schlechtere Karten. Das liegt daran, dass die richtige Aufstellung zum Rundenbeginn, eine möglichst gute Aufklärung der Gegner und die Raumwahrnehmung der wahre Schlüssel zum Sieg sind.

Hier ähnelt Valorant eher einem Rainbow Six: Siege, wo via Drohnen und Kameras gesammelte Informationen die Grundlage für jeden Sieg darstellen. Die richtigen Callouts zur richtigen Zeit und Gadgets wie Sovas Aufklärungspfeil oder Cyphers Spionagewerkzeuge, sind in Valorant enorm wichtig - und sie setzen Kommunikation voraus.

Unser Tipp: Achtet darauf, wo eure Mitstreiter in Valorant positioniert sind und informiert sie über gesichtete Feinde. Ein unorganisiertes Team wird fast immer überrascht und kann nicht mehr rechtzeitig reagieren.

Euer Fadenkreuz lügt euch an!

Valorant übernimmt weitestgehend die Gunplay-Mechaniken von CS:GO und unterscheidet sich damit grundlegend von anderen Shootern auf dem Markt. Denn die Kugeln aus eurer Waffe treffen nicht zwangsläufig in das dargestellte Fadenkreuz! Die Streuung geht nämlich im Gegensatz zu CoD oder Battlefield über das dargestellte Interface hinaus - zu erkennen an den vier kleinen Punkten außerhalb eures zentralen Fadenkreuzes.

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Was heißt das unterm Strich? Verlasst euch nicht auf das standardmäßig eingeblendete Zielkreuz, sondern versucht den Rückstoß zu kompensieren, indem ihr die Maus konsequent nach unten zieht. Auch wenn es wenig intuitiv klingt: Die größte Chance auf einen Headshot habt ihr, wenn ihr am Ende eures Feuerstoßes auf die Füße des Gegners zielt.

Valorant hat außerdem vergleichsweise kleine Hitboxen und berechnet fast pixelgenau, ob ihr wirklich einen Treffer landet. Fast alle Waffen verziehen zusätzlich extrem, wenn ihr aus dem Lauf heraus feuert.

Unser Tipp: Die Rückstoß-Muster von Valorant sind erlernbar, aber gerade Anfänger werden damit ihre Schwierigkeiten haben. Feuert nur kurze Bursts, bleibt dabei stehen oder duckt euch für maximale Präzision.

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