Neuer Hub Seliana in Monster Hunter World: Iceborne konzentriert sich ganz auf Spielerwünsche

Mit Iceborne kommt Seliana als zweiter großer Hub neben Astera in Monster Hunter World. Die Entwickler haben sich dabei vor allem auf Spielerfeedback gestützt.

von Elena Schulz,
07.07.2019 12:07 Uhr

Monster Hunter World: Iceborne bekommt einen eigenen Hub, der alles komfortabler machen soll.Monster Hunter World: Iceborne bekommt einen eigenen Hub, der alles komfortabler machen soll.

Game Informer hat mit den Entwicklern hinter Monster Hunter World: Iceborne über den neuen Hub Seliana gesprochen. Bei dem ist man Capcom zufolge sehr auf das Feedback und die Wünsche der Spieler eingegangen.

Warum ist der Hub in Monster Hunter wichtig? Der Hub ist der zentrale Punkt in Monster Hunter World, in dem abseits der Jagd-Missionen alles erledigt wird. Bislang gibt es mit Astera einen großen Hub und mit der Forschungsbasis einen kleinen. Ihr kehrt hier zwischen Missionen ein. Während es in der Forschungsbasis nur ein paar NPCs und wenige Funktionen gibt, steht euch in Astera alles zur Verfügung.

Ihr könnt hier neue Rüstungen und Waffen aus gesammelten Materialien schmieden lassen, Items kaufen oder verkaufen, das Trainingsareal nutzen, Palicos ausrüsten und auf eine Safari schicken, euch mit anderen Spielern am Sammelplatz treffen, Kopfgeldaufträge abholen und abgeben, eine Mahlzeit zu euch nehmen und und und. Seliana soll die gleichen Funktionen wie Astera bieten.

Manche Spieler waren von den Laufwegen im bisherigen Hub Astera genervt.Manche Spieler waren von den Laufwegen im bisherigen Hub Astera genervt.

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Seliana soll übersichtlicher werden

Was stört die Spieler an Astera? Durch die ganzen Möglichkeiten ist Astera sehr groß und über mehrere Ebenen aufgebaut. Laut Capcom kritisierten die Spieler daran, dass viele Einrichtungen zu weit auseinander liegen und es teilweise mühsam und langwierig ist, von A nach B zu kommen.

Zwar kann man über die Aufzüge Punkte wie die Schmiede direkt anwählen, will man aber zwischen den Jagden alle wichtigen Orte abklappern, bleibt den Spielern ein wenig Laufzeit aber nicht erspart.

Das soll Seliana besser machen: Seliana soll uns alles bieten, was auch Astera mitbringt. Allerdings wird der Hub deutlich kleiner beginnen. Das liegt an der Geschichte. Iceborne spielt nach der Hauptstory von Monster Hunter World. Wir stellen fest, dass viele Monster sich aus unerklärlichen Gründen auf einen neuen Kontinent aufmachen und folgen ihnen ins eisige neue Land.

Diese Geschichte ähnelt der von World, allerdings sind damals viele Flotten vor uns angekommen und haben Astera bereits etabliert. Seliana bauen wir jetzt selbst auf. Weil alles noch so neu ist, soll der Hub laut Capcom insgesamt sehr kompakt ausfallen und alle wichtigen Stationen so angeordnet sein, dass wir sie schnell und unkompliziert hintereinander aufsuchen können.

Hinzu kommt, dass wir für die Funktionen in unserem Zimmer (wie zum Beispiel die Palico-Safari) nicht mehr extra dorthin müssen, sondern sie von Seliana aus direkt aufrufen dürfen.

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Mehr Fokus auf Multiplayer und Sammelplatz

Capcom zufolge habe man sich zudem viele Gedanken über den Sammelplatz gemacht. Das ist in Monster Hunter der einzige Ort, wo man die Spieler aus der eigenen Online-Sitzung abseits von den Jagden treffen kann. In den anderen Bereichen von Astera ist man allein unterwegs.

Auch hier hat man das Spielerfeedback einbezogen und versucht, den Ort generell interessanter und spaßiger zu gestalten. Er soll sich mehr wie ein sozialer Ort anfühlen, an dem die Spieler leichter kommunizieren können. Es gibt zwar auch jetzt schon einen Chat und Emotes im Spiel, wirklich kommunikativ geht es im Sammelplatz aktuell aber nur selten zu.

Frostige Zuflucht: So ist Seliana gestaltet

Die Kollegen von Game Informer konnten Seliana bereits selbst erkunden. Ihnen zufolge passt Seliana optisch zur neuen Eisregion Raureif-Weite (Hoarfrost Reach) und fühlt sich wirklich wie ein kleiner Außenposten am Ende der Welt an, an dem alles schnell zu erreichen ist. Trotzdem gibt es wie gewohnt viele Details, zum Beispiel ein kleines Poogie-Schwein im Winter-Look.

Capcom erklärt auch ihre Design-Philosophie hinter dem Ganzen: Für kurze Laufwege hätte auch eine Linie gereicht, an der sich alle Orte aufreihen. Man wollte Seliana aber optisch und spielerisch glaubhaft und spaßig gestalten.

Generell stecken die Entwickler von Monster Hunter viele Hintergedanken in die Gestaltung ihrer Welt und ihrer Kreaturen. So sollen die Monster zum Beispiel nicht nur cool aussehen, sondern Eigenschaften wie richtige Tiere mitbringen, die in solchen Umgebungen leben würden und sich auch so verhalten.

Seliana steht wie die Raureif-Weite ganz unter dem Schnee-Motto. Bildquelle: Game InformerSeliana steht wie die Raureif-Weite ganz unter dem Schnee-Motto. Bildquelle: Game Informer

Island als Vorbild

Mit Seliana wollte man einen Ort darstellen der mit ganz anderen Problemen konfrontiert ist als Astera, wo es eher darum ging, ein fremdes Land zu erforschen und vorher die offene See zu überstehen. Seliana ist von frostigem, unwirtlichem Land und hohen Bergen umgeben. Deshalb ließ man sich laut Capcom von Island inspirieren und recherchierte viel dazu, wie die Städte dort mit ähnlichen Umweltbedigungen funktionieren.

Dort wird viel Energie über Erdwärme gewonnen, weshalb das auch in Iceborne ein Thema ist. In der Eisregion gibt es viele heiße Quellen, die die Bewohner nutzen können. Auch Jäger können darin Gesundheit und Ausdauer regenieren, wenn sie kein Heißgetränk zur Hand haben.

Auch einen Koch gibt es wieder in Iceborne, der uns einen warmen Eintopf gegen die Kälte zubereitet. Die Speisen sind im Spiel essenziell, weil sie wichtige Boni für die Jagd verleihen sowie Gesundheit und Ausdauer steigern. Während der Katzen-Koch in Astera eher ruppig wirkt, sollte in Seliana ein gemütlicher, großmütterlicher Flair durch das Kantinendesign entstehen - inklusive passender Großmutter-Katze.

Die Kantine in Seliana soll wie ein gemütlicher Unterschlupf wirken. Bildquelle: Game InformerDie Kantine in Seliana soll wie ein gemütlicher Unterschlupf wirken. Bildquelle: Game Informer

Die Story spielt auch in Astera

Während uns der alte Koch in Astera erhalten bleibt, ziehen manche NPCs aber mit uns; so zum Beispiel der Schmied, dessen Rolle im alten Hub dann ein neuer übernimmt. Wir werden viel Zeit in Seliana verbringen, lassen Astera aber nicht komplett hinter uns. Es ist bereits bekannt, dass etwa die Hälfte der Story von Iceborne noch in den alten Arealen spielen wird. Das führt auch dazu, dass wir oft nach Astera zurückmüssen.

Iceborne erscheint für PS4 und Xbox One am 6. September 2019, die PC-Version hat noch kein Release-Datum. Aktuell rechnen wir mit Winter 2019. Iceborne soll übrigens die einzige kostenpflichtige Erweiterung für Monster Hunter World werden, nach dem Launch aber noch mit Gratis-Updates versorgt werden.

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