Besser als 4K? Das sagt die Presse zu Nvidia DLSS 2.0 in Death Stranding

Die Fachpresse ist sich einig: DLSS 2.0 in Death Stranding ist ein großer Wurf. Oftmals schneidet der KI-Upscaler sogar besser ab als die native Auflösung.

von Alexander Köpf,
17.07.2020 09:50 Uhr

Wie gut ist DLSS 2.0? Tests von Death Stranding liefern Antworten. (Bildquelle: blog.playstation.com) Wie gut ist DLSS 2.0? Tests von Death Stranding liefern Antworten. (Bildquelle: blog.playstation.com)

Death Stranding: Für die einen ein Meisterwerk, für die anderen ein Walking-Simulator. Im GameStar-Test schneidet das Open-World-Abenteuer der Entwicklerlegende Hideo Kojima durchwachsen ab. Die technische Umsetzung scheint jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Dank Nvidias proprietärer, KI-gestützter Kantenglättung DLSS (Deep Learning Super Sampling) in der Version 2.0 sind flüssige 60 Bilder pro Sekunde bei 4K-Auflösung sogar auf einer Geforce RTX 2060 möglich.

Und es kommt noch besser: Mit DLSS 2.0 scheint Nvidia nun endlich das gelungen zu sein, was vor zwei Jahren noch ein Versprechen war. Nicht nur, dass die Performance dadurch deutlich zunimmt, die Bildqualität leidet offenbar nicht mehr darunter und wird teils sogar noch verbessert - wie verschiedene Fachvertreter berichten. Wir fassen nationale und internationale Pressestimmen zusammen.

ComputerBase: »Besser als native Auflösung«

Laut ComputerBase bietet Death Stranding aktuell »die beste Umsetzung« von DLSS 2.0 (derzeit gibt es fünf Spiele mit entsprechendem Support: Death Stranding, Control, MechWarrior 5: Mercenaries, Deliver Us The Moon, Wolfenstein: Youngblood).

Besser und schneller: Der KI-Upscaler liefert im Qualitätsmodus demnach ein besseres Bild als es die native Auflösung vermag. In puncto Performance kann DLSS 2.0 ebenfalls überzeugen. Während eine RTX 2070 Super in Ultra HD (UHD, 4K) nativ durchschnittlich 58,8 FPS erzielt, sind es im DLSS-Leistungsmodus 104,2. Mit dem DLSS-Qualitätsmodus sind es 83,5 FPS.

AMDs FidelityFX, das übrigens sowohl auf AMD- als auch Nvidia-Grafikkarten funktioniert, reicht im ComputerBase-Test nicht an DLSS 2.0 heran. Der Performance-Zugewinn fällt zwar ebenfalls sehr gut aus, die Qualität fällt im Vergleich aber merklich ab.

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Hardwareluxx: »DLSS 2.0 liefert die beste Bildqualität«

Mehr Details durch DLSS 2.0: Im Test der Kollegen von Hardwareluxx zeigt sich ein ähnliches Bild. In den meisten Fällen ist DLSS 2.0 demnach nicht nur auf Augenhöhe mit dem nativen Rendering und es müssen keine Einschränkungen der Darstellungsqualität hingenommen werden, sondern liefert sogar mehr Details.

Im Nachtest zum Sieger: Auch FidelityFX wird ein insgesamt gutes Zeugnis ausgestellt. Zunächst sah Hardwareluxx die beiden Technologien beinahe gleichauf, im Nachtest wurden jedoch deutliche Unterschiede in der Detailschärfe offenbart, weshalb DLSS 2.0 als klarer Sieger vom Platz geht.

DSOGaming: »DLSS 2.0 etwas besser als natives 4K«

Besser trotz vereinzelter Artefakte: DSOGaming kommt zu dem Schluss, dass DLSS 2.0 in Death Stranding sowohl die native 4K-Auflösung als auch FidelityFX hinter sich lässt - wenn auch nur geringfügig. Der Einsatz von DLSS 2.0 hat zwar zu vereinzelter Artefaktbildung geführt, dennoch sieht DSOGaming den KI-Upscaler vor der nativen Auflösung.

Schärfer ist nicht gleich besser: Dank eines Reglers kann FidelityFX zwar sogar schärfere Bilder als DLSS oder 4K liefern, das jedoch auf Kosten von Aliasing - sprich einem deutlichen Flimmern.

Toms Hardware: »Wusste nicht ob es [DLSS] an war oder nicht«

Ohne die FPS-Anzeige hätte der Preview-Tester von Toms Hardware nicht sagen können, ob DLSS aktiviert war oder nicht. Sogar bei näherer Betrachtung von Screenshots war die Unterscheidung demnach schwer. Der Performancemodus schneidet im Detail zwar etwas schlechter ab als der Qualitätsmodus, aber gerade bei höheren Auflösungen fällt das kaum mehr auf.

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