Der neue Speicherstandard GDDR6 befindet sich bei mehreren Herstellern bereits in der Massenproduktion. Kürzlich hatten Nvidia und SK Hynix ein Lieferabkommen geschlossen, das Speicherchips für die neuen Grafikkarten rund um die Geforce GTX 1180 und vermutlich GDDR6 betrifft. Wie leistungsfähig GDDR6 sein kann, belegt nun laut wccftech der Konkurrent Micron.
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GDDR6 schneller als der Standard
Zwar ist GDDR6 nur eine Weiterentwicklung von GDDR5 und GDDR5X, das aktuell auf Geforce-Modellen verbaut wird, doch der neue Standard erlaubt durch Veränderungen schnellere Datenübertragungen bei geringerem Energieverbrauch. Die Spezifikationen der JEDEC sehen 14 Gigabit pro Sekunde vor, doch Micron hat laut dem Bericht schon festgestellt, dass ihre Chips auch 16,5 Gb/s oder mehr erreichen können.
Mit einer geringen Anhebung der Spannung waren bei Tests demnach sogar 20 Gb/s möglich. GDDR6 wäre dann auf einer Grafikkarte mit einem 256-Bit-Speicherinterface in der Lage, 640 GByte pro Sekunde zu übertragen. Das wäre fast so schnell wie das HBM2 auf einer Nvidia Titan V mit 652,8 GByte/s. Eine Grafikkarte mit einem 384 Bit breiten Speicherinterface und GDDR6 würde nur knapp an der 1 TByte/s-Marke scheitern und 960 GByte pro Sekunde erreichen.
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GTX 1180 wohl mit Standard-GDDR6
Diese aktuell noch theoretischen Leistungen von GDDR6 dürften bei verfeinerten Produktionsmethoden und weiteren Fortschritten irgendwann auch in der Praxis relevant werden. Aktuell ist eher davon auszugehen, dass sich Nvidia bei der Geforce GTX 1180 auf 12 oder 14 Gbit/s und ein 256-Bit-Interface beschränkt. Aber auch damit wären Datenübertragungen von 384 bis 448 GByte/s möglich. Eine AMD Radeon RX Vega 64 erreicht mit HBM2 schon 483 GByte/s, bei einer aktuellen Geforce GTX 1080 mit GDDR5X sind es 320 GByte/s.
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