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Fazit: Oculus Quest - Virtual Reality ohne Kabel und PC

Fazit der Redaktion

Dennis Ziesecke: Mit der Quest hat Oculus für mich eine neue Produktgruppe geschaffen: Die mobile VR-Konsole! Im Vergleich zu Rift, Vive oder PSVR, die einen PC oder eine PS4 benötigen, fühlt sich die Quest erstaunlich vollwertig an.

Befürchtungen, der Snapdragon-Prozessor sorgt automatisch für abgespeckte Minigames auf Smartphone-Niveau (so wie bei der Oculus Go oft zu beobachten), sind unberechtigt. Spiele wie Apex Construct oder Beat Saber spielen sich exakt genauso wie auf dem PC oder der PS4 - wenngleich grafisch etwas heruntergeregelt.

Auch das Tracking mit vier Kameras überzeugt - Valves Lighthouse-System ist zwar flexibler beim Tracking und auch etwas zuverlässiger, abgesehen von wenigen für die Kameras schwer erreichbaren Punkten, gefällt mir aber auch das Quest-Tracking.

Ein großer Pluspunkt ist aber vor alle die komplette Freiheit von Kabeln. Aufsetzen, starten, läuft - so wie es sich viele schon 2016 gewünscht hätten. Dabei ist es auch für mich als VR-Enthusiasten beeindruckend, wie sehr sich Oculus Quest wie vollwertige Virtual Reality anfühlt.

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Das Tracking mit sechs Freiheitsgraden und das sehr gute Display ermöglichen Spiele und auch Filmerlebnisse fast auf dem Niveau einer HTC Vive Pro.

Zu meckern gibt es daher wenig. Die Akkulaufzeit fällt mit etwa 2,5 Stunden beim intensiven Dauerspielen nicht allzu lang aus. Der Verzicht auf Over-Ear-Kopfhörer hingegen ist für mich kein Problem: Die integrierte Audiolösung erzeugt einen erstaunlich guten Klang.

Mein größter Kritikpunkt ist daher die nur sehr rudimentäre Möglichkeit, die VR-Inhalte zu streamen oder aufzunehmen. Am flexibelsten ist noch der Livestream zu Facebook, angenehmer wären allerdings Youtube oder Twitch. Intern aufgezeichnete Ingamevideos sind fast quadratisch beschnitten und enthalten zumindest zum Testzeitpunkt keinen Ton vom integrierten Mikrofon.

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Alles in allem ist die Oculus Quest ein empfehlenswerter VR-Einstieg mit vorbildlicher Einsteigerfreundlichkeit. Zum Start existiert bereits eine gute Mischung hochwertiger VR-Games und die kabellos unkomplizierte Benutzung könnte so manchen Besitzer einer stationären VR-Brille zum Kauf einer mobilen Zweit-Brille bewegen.

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