Planetenverteidigungskanonenkommandant darf sich schon mal den Preis für den längsten Spielenamen 2024 umhängen. Der verblasst aber neben einer sehr viel cooleren Trophäe: eurer Auszeichnung als spannendstes FYNG-Spiel während der gamescom 2024!
Ihr habt abgestimmt und mit deutlicher Mehrheit PVKK zum Sieger gekürt. Darüber dürfen sich nicht nur die Entwickler des kleinen deutschen Indie-Studios Bippinbits freuen, sondern auch ihr habt was davon. Nämlich diese Preview hier, für die wir mit dem Gründer René gesprochen haben.
Er hat uns verraten, wie es zu dem Namen kam und wie der ungewöhnliche Mix aus Cockpit-Simulation und Story-Spiel entsteht.
Was ist ein Planetenverteidigungskanonenkommandant?
»Eigentlich war es nur der Arbeitstitel«, erzählt mir René. »Erstmal auf Englisch, man braucht halt irgendeinen Namen. Und irgendwann hat er sich dann durchgesetzt«. PVKK ist die offizielle Kurzfassung, die wir ab jetzt auch verwenden.
Der Titel verrät schon das Programm, dröseln wir ihn mal auf:
- Planeten: PVKK ist Sci-Fi und spielt auf einem fernen Planeten.
- Verteidigung: Euer Job auf diesem Planeten ist simpel, aber hart. Ihr sollt eine feindliche Invasion abwehren, alles im Dienst eures Regimes.
- Kanonen: Die meiste Zeit sitzt ihr im Cockpit, dreht Knöpfchen, zieht Hebel, scann den Himmel und schießt auf Eindringlinge.
- Kommandant: Ihr seid ganz alleine dort stationiert und trefft die Entscheidungen. Gehorcht ihr dem Regime, obwohl es Anzeichen für falsches Spiel gibt? Oder lasst ihr euch auf die Eindringlinge ein, die mit euch in Kontakt treten?
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Planetenverteidigungskanonenkommandant - Dieses Spiel bietet genau das, was der Name verspricht
Der Mix aus Bunker-Story und Simulation soll euch einiges an Entscheidungsfreiheit bieten. Einerseits darin, wem ihr gehorcht – ihr könnt ausdrücklich auch mehrmals die Loyalität wechseln –, andererseits auch im Spiel selbst. Spart ihr etwa Munition und stellt euch besonders geschickt an, hat das Einfluss auf die Geschichte. Die wird teilweise durch Aufnahmen einer realen Schauspielerin erzählt, eine Hommage an Video-Sequenzen von ganz früher.
Worum genau es geht, wird natürlich noch nicht verraten, aber die Abschnitte im Bunker sollen an Escape Rooms erinnern und enthalten Rätsel, aber auch moralische Entscheidungen. Keine der beiden Seiten, die um eure Aufmerksamkeit ringen, soll dabei rein gut oder böse sein. Daher werdet ihr vom Spiel auch nicht in einen linearen Weg gedrängt (man denke etwa an Mass Effect mit seinem Vorbildlich-Abtrünnig-System).
Als Inspiration diente den Entwicklern unter anderem das großartige Indie-Spiel Papers, Please. Auch dort trifft eine scheinbar simple Aufgabe (Pässe prüfen) auf ein komplexes moralisches Gerüst und spannende Narrative.
Obwohl die Story um das mächtige Regime mit seinen undurchsichtigen Motiven euch natürlich bei der Stange halten soll, steht der Simulations-Part doch im Vordergrund. Das Cockpit eurer Kanone soll sich möglichst haptisch anfühlen – auch wenn ihr in Wirklichkeit natürlich auf einer Tastatur tippt.
»Ich wollte ein Spiel für Leute machen, die gerne Knöpfe drücken. Die ein Schaltpult oder eine komplexe Maschine sehen und sofort hingehen und damit herumspielen wollen«, erklärt René. Entsprechend zieht ihr im Spiel an Hebeln, legt Schalter um, hämmert auf Tasten und Buttons herum und sollt so ganz intuitiv lernen, mit eurer High-Tech-Waffe umzugehen. Ein Ingame-Handbuch gibt’s ausdrücklich nicht.
Und was ist das Beste daran, an einem Knöpfchen zu drehen? Na klar, wenn er dann auch noch ein befriedigendes »Klick« von sich gibt! Eine saftige Sound-Kulisse im Spiel ist den Entwicklern besonders wichtig. Gute Nachrichten also für die ASMR-Fans unter euch.
Wann könnt ihr selber an den Hebeln ziehen?
Klingt nach Gameplay, das von DualSense 5 mit seinen adaptiven Triggern oder alternativen Controllern profitieren würde, oder? Vielleicht einem nachgebauten Schaltbrett? Ja, findet auch René in unserem Gespräch, kann allerdings noch nicht fest zusagen, dass auch eine Konsolenversion von PVKK erscheinen wird.
Bisher steht auch das Release-Datum für PC nicht fest, allerdings soll es nicht mehr zu lange dauern: Aktuell wird die Veröffentlichung Ende 2025 angepeilt, aber die Entwickler stellen klar, dass sie nicht davor zurückscheuen, diesen Termin nach hinten zu schieben, sollte es nötig sein.
Vorher wird es auf jeden Fall noch eine spielbare Steam-Demo geben für diejenigen, die nicht schon bei der gamescom 2024 selbst Hand anlegen konnten. Könnt ihr gar nicht mehr abwarten, euch mit der Simulation zu beschäftigen, dann seid ihr auf dem Discord-Server des Spiels gut aufgehoben.
Falls beim Namen des Entwicklerstudios (Bippinbits) irgendwas in eurem Hinterkopf klingelt: Vielleicht kennt ihr deren letztes Spiel Dome Keeper. Das steht auf Steam bei beeindruckenden 91 Prozent positiven Nutzer-Reviews. Guter Grund also, auch bei PVKK auf einen Erfolg zu hoffen!
Habt ihr Lust bekommen, selbst zum Planetenverteidigungskanonenkommandant zu werden? Schreibt uns gern in die Kommentare, was ihr euch vom Spiel erhofft.
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