Playerunknown's Battlegrounds - Soll in China verboten werden

China denkt über ein Verbot des Battle-Royale-Shooters PUBG nach. Angeblich gebe es im Spiel zu viel Blut und Gewalt, außerdem sei das Spielprinzip nicht mit den sozialistischen Werten Chinas vereinbar.

von Michael Herold,
30.10.2017 17:32 Uhr

Ist Playerunknown's Battlegrounds zu brutal für den chinesischen Markt?Ist Playerunknown's Battlegrounds zu brutal für den chinesischen Markt?

Seit Beginn der Early Access Phase von Playerunknown's Battlegrounds sind die Spielerzahlen des Battle-Royale-Shooters stetig gewachsen. Den Rekord von 2 Millionen gleichzeitig aktiven Spielern auf Steam hat PUBG längst geknackt, inzwischen gehen täglich bis zu 2,3 Millionen Menschen zur gleichen Zeit auf die Jagd nach dem Chicken Dinner. Die Spielerzahlen könnten allerdings bald einen gewaltigen Einbruch erleiden.

China, das Land aus dem fast die Hälfte aller aktiven PUBG-Spieler stammen (44 Prozent laut SteamSpy), denkt wohl darüber nach, Playerunknown's Battlegrounds zu verbieten. Laut einem Statement des chinesischen Verbands für Audio-, Video- und Digitalen Vertrieb sei das Spiel zu blutig und zu brutal. Außerdem würde das Gladiatoren-Kampfprinzip den Werten des Sozialismus widersprechen.

Der zuständige Staatliche Verbund für Presse, Publikationen, Radio, Film und Fernsehen (SAPPRFT), der in China für die Verteilung der Lizenzen verantwortlich ist, hat früher bereits TV-Serien wie The Big Bang Theory und BoJack Horseman verboten. Eine Entscheidung, ob auch PUBG aus dem Reich der Mitte verbannt wird, ist bislang noch nicht gefallen. Doch die Aussagen der chinesischen Regierung geben chinesischen Spielern wenig Grund zur Hoffnung.

Playerunknown's Battlegrounds - Gamescom-Video: Warum sind die Entwickler im Schock? 10:30 Playerunknown's Battlegrounds - Gamescom-Video: Warum sind die Entwickler im Schock?

Will China nur eigene Firmen stärken?

Erst vor Kurzem ist der chinesische Großkonzern Tencent bei dem Versuch gescheitert, PUBG und den zugehörigen Entwickler Bluehole zu übernehmen. Dementsprechend hat Battlegrounds in China bislang keinen Publisher und muss weiterhin auf die offizielle Vertriebs-Genehmigung warten.

Gleichzeitig kocht die Gerüchteküche, dass China mit dem möglichen Verbot nur die einheimischen Firmen stärken wolle. Schließlich ist erst vor Kurzem ein dreister Klon von Playerunknown's Battlegrounds erschienen, der das Spiel beinahe eins zu eins kopiert, allerdings zusätzlich mit einer Terminator-Lizenz daherkommt.

Unabhängig von den Entwicklungen in China soll PUBG durch das neue Vaulting-System demnächst ordentlich überarbeitet werden. Die Sprung- und Kletteranimationen sollen bereits diese Woche auf den Testservern zur Verfügung stehen.

Quelle: Bloomberg.com

Playerunknown's Battlegrounds - Entwickler-Video zeigt Vaulting-Animationen 1:14 Playerunknown's Battlegrounds - Entwickler-Video zeigt Vaulting-Animationen


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