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Früherer PlayStation-Boss fordert Preissteigerung für Spiele mit jeder neuen Konsolengeneration

Der frühere PlayStation-CEO Shawn Layden findet Spiele aktuell viel zu billig. Er fordert: Mit jeder Konsolengeneration müssten Spiele um fünf Euro teurer werden.

Videospiele sind viel zu billig - Das findet zumindest der ehemalige PlayStation-CEO und schlägt eine Preissteigerung vor. Videospiele sind viel zu billig - Das findet zumindest der ehemalige PlayStation-CEO und schlägt eine Preissteigerung vor.

Die Inflation hat in den letzten Jahren vor niemandem Halt gemacht. Ob Gemüse, die Kugel Eis oder der Sprit fürs Auto - beinahe alle Dinge des täglichen Lebens wurden teurer - außer Videospiele. Denn der Preis für neue AAA-Spiele bewegt sich seit Jahren irgendwo zwischen 60 und 70 Euro.

Darunter leidet vor allem die Industrie. Denn während die Entwicklungskosten (Energie, Löhne, Werbung usw.) drastisch steigen, stagnieren die Einnahmen; die Gewinnmarge schwindet also. Effektiv zahlen wir heute inflationsbereinigt deutlich weniger Geld für unsere Spiele als in den 90er Jahren. Schon länger fordern deshalb einige Studiobosse, die Preise für Videospiele zu erhöhen.

Video starten 1:59:29 Switch 2: Saftige Preise, Release - und From Softwares dicke Überraschung!

Mit jeder Generation 5 Dollar mehr

Mit dem ehemaligen PlayStation-CEO Sean Layden haben die Befürworter einer Preiserhöhung nun eine prominente Stimme auf ihrer Seite. Gegenüber PlayerDriven hat der Manager sogar eine konkrete Idee für einen Preis-Mechanismus vorgeschlagen:

59,99 Dollar im Jahr 1999 entsprechen etwa 100 Dollar im Jahr 2025. Eure Kaufkraft im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten ist also heute viel geringer als früher. Trotzdem haben die Unternehmen gezögert, die Preise zu erhöhen - sie hätten es aber wahrscheinlich tun sollen.

Ich denke, jede Konsolengeneration hätte mit einer Preiserhöhung von 5 Dollar für Software einhergehen müssen. Und mit jeder Generation werden es 5 Dollar mehr. Dann wären wir mittlerweile bei 90 Dollar angekommen.

− Sean Layden

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Ganz so einfach wie in Laydens Beispielrechnung ist es allerdings nicht. Zwar stimmt es, dass sich die Entwicklungskosten für Spiele in den letzten Jahren drastisch erhöht haben, allerdings sind im gleichen Zeitraum auch die Spielerzahlen sprunghaft angestiegen.

Videospiele sind mittlerweile keine gesellschaftliche Randerscheinung mehr, sondern im Mainstream angekommen. Außerdem eröffnen neue Monetarisierungsmodelle wie Mikrotransaktionen und Servicespiele den Publishern weitere Einnahmequellen.

Erste Preiserhöhungen bereits unterwegs

Allerdings scheint sich Laydens ehemaliger Arbeitgeber die Worte des Managers zu Herzen genommen haben, denn nicht mal eine Woche nach Erscheinen des Interviews gab der japanische Konzern eine Preisanpassung für die PlayStation 5 bekannt. Statt 450 Euro kostet die Digital Edition der Konsole nun 500 Euro.

Im Bereich der Software legte dagegen Nintendo kürzlich bei den Preiserhöhungen vor: Mario Kart World, der Launch-Titel für die Switch 2, soll in der digitalen Version erstmals 80 Euro kosten. Und auch beim kommenden Open-World-Schwergewicht GTA 6 wird seit Monaten über eine Preisanpassung in Richtung des dreistelligen Bereichs spekuliert - klar ist das allerdings noch nicht.

Während ihr jedoch bei den meisten Spielepublishern (inklusive Rockstar) zumindest gelegentlich auf Sonderangebote hoffen könnt, bei denen ihr die Titel auf eurer Wunschliste besonders günstig abgreifen könnt, sind Nintendo-Titel praktisch nie im Sale - hier hilft nur ein tiefer Griff in Brieftasche. In der obigen Linkbox findet ihr noch mehr Artikel rund um das Thema Preiserhöhungen bei Spielen.

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