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Port Royale 4 im Test: Ein Paradies für Profit-Piraten

Auf offiziellen Bildern und Videos sieht Port Royale 4 wie ein lauschiger Karibik-Urlaub aus, der gelegentlich von ein paar Piraten und Stürmen unterbrochen wird. Aber wie spielt sich die Wirtschaftssimulation denn wirklich?

von Martin Deppe,
25.09.2020 12:10 Uhr

Grand Bahama, Trinidad, Barbados, Port Royale - hach, schon diese wohlklingenden Städtenamen versetzen uns in die Karibik. Und Port Royale 4 macht das sogar wirklich: Hier schippert ihr mit 18 historischen Segelschifftypen durch die Inselwelt des 16. und 17. Jahrhunderts, immer auf der Jagd nach Piraten, feindlichen Konvois und dem schnöden Mammon.

Na gut, hauptsächlich nach schnöden Mammon. Denn Port Royale 4 bleibt seiner Serientradition treu und dreht sich vor allem ums Handeln. Es sind die lukrativen Geschäfte, die eure Kriegsschiffe, Produktionsstätten und Stadtausbauten finanzieren. Wer in Piratenmanier à la Sid Meier ausschließlich Städte erobern und Schiffe versenken will, kommt hier nicht weit.

Port Royale 4 Guide: Einsteigertipps von Chef-Entwickler Daniel Dumont   7     6

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Port Royale 4 Guide: Einsteigertipps von Chef-Entwickler Daniel Dumont

Der Handel: automatisch oder Pen & Paper?

Ihr spielt auf spanischer, englischer, französischer oder niederländischer Seite. Neben dem freien Spiel mit sehr vielen Einstellmöglichkeiten gibt es je eine Kampagne für die vier Nationen, die euch allein schon Dutzende Stunden beschäftigen dürften. In der spanischen Kampagne (die wir Port Royale-Einsteigern auch nach dem Tutorial dringend empfehlen, bevor sie ein freies Spiel starten) müsst ihr unter anderem die vielen, aber weit verstreuten Städte versorgen.

Doch die Konkurrenz schläft nicht, viele KI-Händler der vier Nationen wollen auch ihren Reibach machen. Der jeweilige Vizekönig versorgt euch mit grundsätzlichen Aufgaben wie »baue eine große Werft in Sevilla« oder »erledige Pirat XY«. Der größte Unterschied zwischen Freiem Spiel und den Kampagnen: In den Kampagnen müsst ihr die Aufträge des Vizechefs zwingend bis zum Stichtag erfüllen, im freien Spiel könnt ihr sie absolvieren - oder eben nicht.

Große Karte Die große Karibikkarte maximal herausgezoomt (dann läuft die Zeit auch schneller ab). In dieser Ansicht spielt ihr vor allem ab dem ersten Drittel, wenn ihr weitere Touren unternehmt.

Ganz nah dran Und hier stufenlos ganz rangezoomt ans Schiff und die namengebende Stadt Port Royale. In dieser schicken Ansicht spielt ihr allerdings selten, denn ihr braucht den großen Überblick.

Reibachmachen geht am besten mit automatischen Handelsrouten. In der Regel spielt ihr so, dass ein großer Teil eurer Schiffe die Handelsrouten abklappert, während ihr euch mit einem einzelnen Schiff oder Konvoi um dringende Aufträge, Quests oder Kolonialwarenlieferungen an den Herrn Vizekönig kümmert. Die Selbstläufer-Handelsrouten könnt ihr entweder einfach zusammenklicken und die Warenmengen und -preise auf Automatik stellen - das funktioniert dann schon gut. Oder ihr legt jedes Detail fest, zum Beispiel, bei welchem Preis welche Ware in welcher Menge über den Tisch gehen soll.

Auch den Konvoikurs könnt ihr genau definieren, indem ihr Gegenwind, Strömungen, Untiefen oder Stürmen ausweicht, die eure Schiffe natürlich ausbremsen oder gar beschädigen. Auch die eingesetzten Schiffstypen spielen eine Rolle. Große Handelsschiffe zum Beispiel können zwar viel laden, liegen aber tief im Wasser. Gerade bei den spanischen Städten, die wie eine Perlenkette entlang der flachen Küste Süd- und Mittelamerikas aufgereiht sind, ein echtes Manko.

Port Royale 4 ist ein Fest für Effizienz-Schrauber! Ganz hartgesottene Spieler deaktivieren sogar die nützlichen rot-grünen Füllstandsanzeigen beim Warenhandel, die Knappheiten und Überschüsse markieren, und führen stattdessen selbst nebenher Preislisten, um den maximalen Gewinn rauszuholen. Am besten mit Papier und Bleistift, wie damals bei Hanse!

Die Karibik: bunte Welt & graue Listen

Port Royale 4 spielt auf einer sehr großen Karibikkarte. Sehr schön: Ihr könnt stufenlos weit rauszoomen, um eure und andere Konvois im Überblick zu haben - weit rausgezoomt läuft auch die Zeit schneller ab. Und ihr könnt weit reinzoomen, ganz nah an einzelne Schiffe, Städte, Stürme, viel Karibik-Flair inklusive.

Schatzkartenschnipsel werden euch von Bewohnern feilgeboten oder als Questbelohnung spendiert. Schatzkartenschnipsel werden euch von Bewohnern feilgeboten oder als Questbelohnung spendiert.

Weniger schön: Selbst für wesentliche Infos wie »Sevilla braucht dringend Metall« müsst ihr auf die nüchternen Stadtbildschirme umschalten - und werdet so jedes Mal aus der Karibik-Segelschiff-Sunshine-Reggae-Stimmung gerissen. Wenn ihr zum Beispiel in Stadt A günstig Klamotten gekauft habt, müsst ihr B, C, D und so weiter anklicken und in der 25-zeiligen Warentabelle herumscrollen, um zu gucken, ob hier gerade Mangel herrscht und somit gute Preise winken.

Das haben wir schon bei Railway Empire moniert, dem vorherigen Spiel von Gaming Minds: Auch da wurde zwar in der Spielwelt per Icon angezeigt, was eine Stadt produziert - nicht aber, was sie gerade dringend braucht. Vor allem Spieler, die mit Wirtschaftssimulationen noch nicht so vertraut sind oder gar noch gar kein Port Royale gespielt haben, werden durch die umständlich zu erlangenden wichtigen Informationen eher abgeschreckt.

Was wirklich schade ist, denn das Thema selbst ist ja durchaus spannend, egal ob Eisenbahn- oder Segelschiff-Imperium. Wir haben den Eindruck, dass Gaming Minds zu sehr auf seine Hardcore-Zielgruppe schaut, statt auch neue, interessierte, aber weniger erfahrene Spieler anzusprechen. Immerhin überlegt das Team gerade, die Bedarfs-Icons doch noch optional einzubauen. Denn löblicherweise will es nach dem Release auch langfristig weiter an Port Royale 4 schrauben. Das haben die Gütersloher auch schon bei ihrem Railway Empire vorbildlich so gehandhabt.

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