Ready or Not sieht live ganz anders aus als im Trailer, Fans sind enttäuscht

Call of Duty statt SWAT? Das erste Gameplay-Event der Taktik-Hoffnung sorgt bei den Fans für Frust - der Shooter sei alles andere als "ready".

von Dennis Zirkler,
27.04.2020 15:49 Uhr

Für Ready or Not resultiert die PvP-Beta in einem Shitstorm. Für Ready or Not resultiert die PvP-Beta in einem Shitstorm.

Ready or Not gilt als die Taktik-Hoffnung für Fans der alten Rainbow-Six- und SWAT-Spiele und wird entsprechend heiß erwartet.

Nun sorgt der Titel aber erneut für große Aufregung: Nachdem 2019 bekannt wurde, dass man die Alpha-Version nur für 120 US-Dollar ausprobieren kann, folgte mit dem PvP-Event am Wochenende der nächste Dämpfer.

Während viele Spieler auf einen komplexen Taktik-Shooter à la SWAT 4 hofften, sehen die in diversen Streams gezeigten Gameplay-Szenen vielmehr nach einer wilden Mischung aus Call of Duty: Modern Warfare und Rainbow Six: Siege aus.

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Bislang war es für Fans extrem schwer, sich einen echten Eindruck von Ready or Not zu machen: Zahlende Spieler dürfen ihre Erfahrungen mit der geschlossenen Alpha-Version nicht mit der Welt teilen, denn jegliches Gameplay-Material von Ready or Not unterliegt einem strengen NDA.

Deshalb ruhten viele Hoffnungen nun auf dem PvP-Event. Die Zugänge dafür verteilte Entwickler Void Interactive hauptsächlich an einige Streamer - viele Fans mussten also weiterhin zusehen. Doch was sie zu sehen bekamen, war für die Meisten alles andere als überzeugend.

Statt taktischem Koop-Gameplay, sehen wir wildes und chaotisches Run&Gun, Unmengen an Bugs, kaputten Spielesound und seltsame Animationen. Ein Bild davon vermittelt das Video des YouTubers BigfryTV:

Auf einer weitläufigen Map wird der Modus King of the Hill gespielt, während schon Sekunden nach Spielbeginn laut pfeifende Schüsse an den Köpfen der Teilnehmer vorbeizischen - da gefallene Spieler nach kurzer Zeit wieder spawnen, wird außerdem deutlich mehr gerusht als gemeinsam taktisch agiert.

Ready or Not? Fans sagen "not"

Die Fan-Reaktionen auf das Gezeigte fallen entsprechend negativ aus - schließlich wünschen sich viele Fans eine taktisch anspruchsvolle Spielerfahrung, wie sie auch ursprünglich im Trailer gezeigt wurde.

In zahlreichen Kommentaren wird auf Reddit gefordert, dass die Entwickler den PvP-Modus komplett aus dem Spiel entfernen oder zumindest ihren Fokus auf den Singleplayer-Teil legen. Die Kommentare von Fans sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache:

»Ihr PvP-Design passt nicht zur Vision des Spiels. Es ist eine komplette Katastrophe und das lässt sich nicht leugnen.«
- nemesisxhunter

»Ich bin hier für den spirituellen Nachfolger von Swat 4, nicht für das Rainbow Six: Siege für Arme.«
- Zephyrwing963

»Sie wären besser beraten, wenn sie den Multiplayer einfach strechen und sich stattdessen auf die Kampagne konzentrieren«
- Phi03

»Es ist mehr als offensichtlich, dass Enthusiasten an Koop, Story und PvE-Erfahrungen interessiert sind. (…) Lasst das PvP erstmal weg und steckt Geld, Crew, Ressourcen, Zeit und alles andere was ihr habt in den Koop und die Story.«
- captainaeternus

So reagiert der Entwickler

Nach dem PvP-Event musste die Community zunächst zwei Tage auf eine Reaktion der Entwickler warten. Diese kam schließlich am Sonntag - allerdings äußerst verhalten in Form von zwei kurzen Discord-Nachrichten: Man wollte lediglich den Fortschritt zeigen, den man gemacht habe. Der PvE-Teil benötige aber weitere Arbeit, bevor man diesen der Öffentlichkeit zeigen könne. Er sei schließlich das Kernstück des Spiels.

Dass sich das Warten aber durchaus lohnen könnte, sagt auch BigfryTV in seinem YouTube-Video: Die geschlossene PvE-Alpha spiele sich zwar nicht rund, aber deutlich besser - und fühlt sich für ihn sogar so an, als sei sie auf einem komplett anderen Fundament gebaut. Der wackelige Multiplayer-Eindruck könnte also womöglich ein falsches Licht auf Ready or Not werfen.

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