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Red Dead 2: Rockstar erklärt, unter welchen Bedingungen Mods erlaubt sind

Red Dead Redemption 2 kommt auf dem PC natürlich nicht ohne Mods aus. Jetzt erklärt Rockstar offiziell, auf was Spieler bei der Nutzung von Modifikationen achten müssen.

von Valentin Aschenbrenner,
11.11.2019 14:12 Uhr

Red Dead Redemption 2 ist seit Kurzem für den PC erhältlich und natürlich ist die Mod-Community seit dem Release nicht untätig geblieben. Red Dead Redemption 2 ist seit Kurzem für den PC erhältlich und natürlich ist die Mod-Community seit dem Release nicht untätig geblieben.

Red Dead Redemption 2 ist am 5. November 2019 endlich für den PC erschienen. Und natürlich haben es sich Spieler nicht nehmen lassen, so schnell wie möglich Mods für das Outlaw-Abenteuer um Protagonist Arthur Morgan zu erstellen. So haben wir euch schon Möglichkeiten vorgestellt, wie ihr zum Beispiel den langatmigen Prolog des Wild-West-Spiels überspringen könnt.

Doch wie sicher sind Mods für die PC-Version von Red Dead Redemption 2 eigentlich? Müssen die Entwickler und Nutzer dieser Modifikationen rechtliche Schritte durch Rockstar befürchten, wenn sie derartige Inhalte erstellen und verwenden? Immerhin warnt der Rockstar Launcher davor, dass die Nutzung inoffizieller Modifikationen im Spiel einen Ausschluss aus den Online-Funktionen von Red Dead Redemption 2 - also Red Dead Online - nach sich ziehen könnten.

Der Entwickler des Spiels hat sich nun offiziell geäußert und verrät in einem Statement, auf was Modder bei Red Dead Redemption 2 achten müssen und unter welchen Einschränkungen Modifikationen verwendet werden dürfen.

Das offizielle Statement von Rockstar Games zu Mods zu Red Dead Redemption 2

Auf der offiziellen Support-Seite geht Rockstar Games auf die konkrete Frage der Spieler ein, ob auf dem PC Mods für den Singleplayer-Modus von Red Dead Redemption 2 gestattet sind und inwiefern die Gefahr besteht, aus dem Multiplayer-Modus Red Dead Online ausgesperrt zu werden. Rockstar Games beantwortet diese Frage wie folgt:

"Rockstar Games glaubt an die Kreativität der Fans in einem angemessenen Rahmen und insbesonders daran, dass diese ihre Leidenschaft für unsere Spiele zum Ausdruck bringen können. Nach gemeinsamen Gesprächen hat Take-Two zugestimmt, dass es generell keine rechtlichen Konsequenzen gegen Dritt-Entwickler-Projekte geben wird, die Rockstars PC-Spiele involvieren, den Singleplayer betreffen, keine kommerziellen Interessen verfolgen und das intellektuelle Eigentum respektieren.

Dies trifft jedoch nicht auf
1. Multiplayer- oder Online-Services,
2. Tools, Dateien, Bibliotheken oder Funktionen, die im Multiplayer oder bei den Online-Funktionen verwendet werden oder diese beeinflussen,
3. die Verwendung oder den Import einer anderen Marke (andere Rockstar-Marken mit eingeschlossen) in das Projekt oder
4. die Erstellung neuer Spiele, Geschichten, Missionen oder Maps
zu.

Hierbei handelt es sich um keine Lizenz und [dieses Statement] fungiert nicht als allgemeingültige Billigung, Genehmigung oder Ermächtigung irgendeines Third-Party-Projekts. Take-Two behält sich das Recht vor, gegen jedes Third-Party-Projekt ein Veto einzulegen und dieses Statement zu jedem Zeitpunkt nach eigenem Ermessen abzuändern, zu widerrufen und/oder zurückzuziehen. Dieses Statement stellt keinen Verzicht auf irgendwelche Ansprüche dar, die Take-Two möglicherweise auf respektierte Third-Party-Projekte hat."

Rockstar Games toleriert Mods für den Singleplayer-Modus von Red Dead Redemption 2 - allerdings nicht für den Multiplayer Red Dead Online. Rockstar Games toleriert Mods für den Singleplayer-Modus von Red Dead Redemption 2 - allerdings nicht für den Multiplayer Red Dead Online.

Rockstar toleriert Red Dead 2-Mods - solange ihr damit offline bleibt

Was bedeutet dies nun konkret? Im offiziellen Statement erklärt Rockstar Games also, dass Mods für den Singleplayer von Red Dead Redemption 2 toleriert werden, sofern keine Spiele-fremden Inhalte importiert und mit den Inhalten von Red Dead Redemption 2 keine »neuen Spiele, Geschichten, Missionen oder Maps« erstellt werden. Außerdem dürfen die Entwickler mit ihren Modifikationen für Red Dead 2 kein Geld verdienen.

Unabhängig davon sollten Entwickler dennoch beachten, dass Rockstar Games jederzeit Einspruch gegen eine bestimmte Mod oder der Verwendung ihres Inhalts erheben kann. Eine Garantie, dass Rockstar keine Maßnahmen gegen eine bestimmte Mod oder deren Inhalt ergreift, gibt es also nicht.

Grundlegend ausgeschlossen sind wiederum Modifikationen, die sich auf den Multiplayer-Modus Red Dead Online auswirken - direkt oder indirekt. Damit möchte Rockstar Games wohl verhindern, dass sich Spieler mit der Hilfe von Mods unfaire Vorteile bescheren, die das Fortschrittsystem von Red Dead Online unterwandern oder im schlimmsten Fall die Erfahrung anderer Spieler beeinträchtigen.

Wer auf dem PC den Singleplayer von Red Dead Redemption 2 moddet, sollte also unbedingt darauf achten, welche Inhalte er seinem Spiel hinzufügt, nur offline spielen und Mods im Zweifel sicherheitshalber deinstallieren, bevor man online geht. Denn das Risiko, aus Red Dead Online ausgesperrt zu werden, ist stets vorhanden.

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