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Resident Evil 3 im Test: Ein Remake im Schatten seines fantastischen Vorgängers

Nach dem großartigen Remake von Resident Evil 2 sind die Erwartungen an die Neuauflage von Nemesis hoch. Resident Evil 3 ist allerdings "nur" gut, anstatt so fantastisch zu sein, wie sein Vorgänger.

von Vali Aschenbrenner,
30.03.2020 17:00 Uhr

Resident Evil 3 Remake - Testvideo zum nächsten Horror-Highlight? 10:59 Resident Evil 3 Remake - Testvideo zum nächsten Horror-Highlight?

Letztes Jahr hat Capcom mit Resident Evil 2 gezeigt, wie Videospiel-Neuauflagen im Jahr 2019 auszusehen haben. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das Remake des deutlich actionlastigeren Resident Evil 3, bei dem uns ein Tyrant auf Steroiden durch Raccoon City hetzt.

Allerdings schafft es das Resident Evil 3 Remake nicht ganz, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Denn anstatt in die Fußstapfen seines hervorragenden Vorgängers zu treten, ist Resident Evil 3 »nur« ein gutes Spiel und verschenkt viel Potential.

Denn obwohl Resident Evil 3 die meisten Stärken seines Vorgängers beibehält und einige sinnvolle Änderungen an der Marken-Formel vornimmt, scheint Capcom mit der Neuauflage nicht in die Vollen gegangen zu sein. Warum dem so ist, klären wir in unserem Test.

Gestatten: Wir sind die »Neuen«

Nachdem wir im zweiten Teil der Zombie-Reihe in die Rolle der Hauptfiguren und Serien-Veteranen Leon S. Kennedy beziehungsweise Claire Redfield schlüpen, sind nun Spezialeinheit-Mitglied Jill Valentine und Umbrella-Söldner Carlos Oliveira an der Reihe.

Oberste Priorität hat für die Helden die Flucht aus Raccoon City. Diesen Schauplatz kennen wir bereits aus Resident Evil 2: Die Stadt, die dank dem skrupellosen Konzern Umbrella von lebenden Toten überrannt wurde.

Für Serien-Veteranen stellt Jill Valentine natürlich keine Unbekannte dar: Das Remake von Resident Evil 3 stellt ihren mittlerweile 15. Auftritt in Capcoms Horror-Reihe dar. Für Serien-Veteranen stellt Jill Valentine natürlich keine Unbekannte dar: Das Remake von Resident Evil 3 stellt ihren mittlerweile 15. Auftritt in Capcoms Horror-Reihe dar.

Während der fünf- bis sechsstündigen Kampagne steckt uns das Spiel abwechselnd in die Haut von Jill und Carlos - frei wählen können wir nicht, sondern tauschen an festgelegten Punkten der Kampagne die Rollen. Bis auf die jeweilige Bewaffnung unterscheiden sich die beiden spielerisch nur minimal.

Wirkliche Überraschungen oder spektakuläre Plot-Twists sollten Fans von Resident Evil 3 nicht erwarten: In der recht simpel gehaltenen Story geht es primär darum, Punkt D zu erreichen, indem Punkt B und C abgegrast werden und man zwischenzeitlich wieder zu Punkt A zurückkehrt.

Hin und wieder werden Pläne zunichte gemacht, sobald Nemesis - noch größer, fieser und widerlicher als Mr. X aus Resident Evil 2 - plötzlich auftaucht und allen den Tag versaut. Und natürlich sitzt Umbrella als böser Megakonzern im Hintergrund und hält alle Fäden in der Hand hält.

Gibt es mehrere Kampagnen oder B-Sides?
Resident Evil 3 bietet nur die Kampagne mit Jill und Carlos, die abwechselnd spielbar sind. Auch B-Sides, welche die Geschichte leicht verändern, gibt es hier nicht. Über alternative Enden können wir aktuell noch keine Auskunft geben, werden die Information aber später nachreichen.

Als Jill Valentine haben wir bereits das Herrenhaus im ersten Resident Evil erkundet. In Raccoon City begleiten wir sie durch unter anderem die Innenstadt, ein Krankenhaus und eine Umbrella-Anlage in Raccoon City. Als Jill Valentine haben wir bereits das Herrenhaus im ersten Resident Evil erkundet. In Raccoon City begleiten wir sie durch unter anderem die Innenstadt, ein Krankenhaus und eine Umbrella-Anlage in Raccoon City.

Eine besonders komplexe Story hat das Remake von Resident Evil 3 allerdings auch nicht unbedingt nötig: Denn die Geschichte ist dafür spannend inszeniert und profitiert vor allem von hervorragend animierten Figuren und ausdrucksstarken Charakteren. Vor allem die englische Vertonung trifft den Nagel auf den Kopf.

Die deutsche Synchronisation erreicht nicht ganz dieses Niveau, kann sich aber dennoch hören lassen. Spieler haben übrigens jederzeit die Möglichkeit, das Gesprochene auf Englisch und die Texte auf Deutsch zu stellen - eben umgekehrt. Eine kleine Komfortfunktion, die nicht unerwähnt bleiben sollte.

Auf Englisch wie auf Deutsch trägt die gelungene Vertonung maßgeblich dazu bei, dass man für sämtliche Charaktere Sympathie hegt oder sich zumindest für deren Schicksal interessiert. Ein Aspekt, der bei zahlreichen anderen Vertretern des Horror-Genres oft zu kurz kommt.

Neben den altbekannten Figuren Platoon-Führer Mikhail Victor oder UBCS-Soldat (und Ekelpaket vom Dienst) Nikolai Zinoviev profitieren gerade Jill Valentine und Carlos Oliveira von ihrem zeitgemäßen Redesign und ihren authentischen Synchronsprechern. Für Fans der Reihe sind die beiden natürlich keine Unbekannten, nachdem Jill bereits seit dem ersten Resident Evil Untote noch toter macht und Carlos sein Debüt im originalen Teil 3 feierte.

... und Zwischensequenzen im Original. ... und Zwischensequenzen im Original.
Zwischensequenzen im Remake ... Zwischensequenzen im Remake ...

Die Cutscenes sind auch im Remake von Resident Evil 3 auf Film-Niveau: Die Gesichtsanimationen und Synchronisationen mindestens so lebensecht aus, wie im Vorgänger.

In Raccoon gibt es nicht nur eine Polizeistation

Dass wir nun statt eines taufrischen Polizisten-Neulings und einer Uni-Studentin das Mitglied einer speziellen Spezialeinheit der Spezialpolizei und einen Umbrella-Söldner spielen, bringt wichtige Änderungen für Resident Evil mit sich, mit denen aber womöglich nicht jeder glücklich wird

Wir erinnern uns: Resident Evil 3 setzt mehr auf Action und weniger auf Horror: Wir eiern nicht länger fast ausschließlich durch eine verlassene Polizeistation und Kanalisation, nachdem wir die Party bereits verpasst haben, sondern kämpfen uns durch Raccoon City, während gerade alles so richtig den Bach runtergeht.

Und das bringt Vor- wie Nachteile mit sich: So profitiert das Remake von Resident Evil 3 von seinen abwechslungsreichen Schauplätzen, schließlich erkunden wir die verwüstete Innenstadt von Raccoon, ein überranntes Krankenhaus oder die verlassenen U-Bahn-Stationen der Stadt. Die Atmosphäre ist zum Schneiden dicht, die Umgebungen und die Lichtverhältnisse ein Augenschmaus. Und auch die angenehm subtile Soundgestaltung jagt uns einen Schauer nach dem anderen über den Rücken.

Anders als im Vorgänger bekommen wir jetzt in der Stadt das ganze Ausmaß der Zerstörungsorgie mit, nachdem Umbrella einen Zombie-Virus auf Raccoon City losließ. Wer sich also bei Resident Evil 2 daran gestört hat, auf einen stundenlangen Tauchgang in der Kanalisation und nicht auf Sightseeing zu gehen, darf in Resident Evil 3 endlich Frischluft schnappen - sofern einem die ganzen Untoten nichts ausmachen.

Wie gut ist RE: Resistance?
Den asymmetrischen Multiplayer werden wir unter Release-Bedingungen testen und in einem separaten Artikel ausführlich behandeln. Für diesen Test wurde er bereits positiv im Bereich Umfang vermerkt. Die generelle Qualität von Resistance hat jedoch abseits davon keinen Einfluss auf die Gesamtwertung von Resident Evil 3.

Raccoon City ist atmosphärisch und unheimlich - auch wenn die Neuauflage nicht alles aus dem Setting rausholt. Raccoon City ist atmosphärisch und unheimlich - auch wenn die Neuauflage nicht alles aus dem Setting rausholt.

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