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Resident Evil 4 ist vollkommen anders, als ich es erwartet habe – zum Glück!

Sascha spielt zum ersten Mal Resident Evil 4. Als jemand, der die Reihe nicht kennt, hat er völlig falsche Erwartungen und wird am Ende positiv überrascht.

von Sascha Penzhorn,
21.09.2021 12:45 Uhr

Wie spielt sich Resident Evil 4 im Jahr 2021? Unser Autor macht den Selbsttest mit der HD-Version; er hat vorher noch nie Resi gespielt. Wie spielt sich Resident Evil 4 im Jahr 2021? Unser Autor macht den Selbsttest mit der HD-Version; er hat vorher noch nie Resi gespielt.

Ihr als Plus-Community habt beschlossen, dass ich zum ersten Mal überhaupt Resident Evil spielen soll. Bisher habe ich die Reihe vollkommen ignoriert und weiß nur, dass die Spiele für ihr fieses Inventarmanagement und zumindest die älteren Teile für gammelige Steuerung und katastrophales Voice Acting bekannt sind. Und dass irgendein fieser Konzern, der angeblich Regenschirme herstellt, in Wirklichkeit Zombies fabriziert oder so ähnlich.

Ich habe eine Weile Revelations 2 auf Nintendo Switch gespielt, als dort eine Dürreperiode für kooperative Shooter herrschte, ansonsten habe ich nie einen Teil angerührt, weil Resident Evil zu viele Elemente miteinander kombiniert, die ich nicht mag: Sonys PlayStation, Survival und Zombies. Vor allem verdammte Zombies, die zweifellos sinnlosesten und blödesten Monster in sämtlichen Filmen und Videospielen.

Lebende Kadaver. Die haben weder Puls noch Körpertemperatur und würden im Winter einfach auf der Stelle festfrieren, im Sommer würden sie sich innerhalb weniger Tage verflüssigen. Zudem wären sie leckere, wandelnde Häppchen für allerlei wilde Tiere. Vielleicht fangen deswegen die meisten Horrorfilme an der Stelle an, wo die Zombies bereits die gesamte Welt überrannt haben und wir ignorieren einfach die Tatsache, dass die Menschheit über Panzer, Flammenwerfer und ähnliche Werkzeuge verfügt, die viel größere Gefahren zurückhalten als wandelnde Tote. Bären, zum Beispiel.

Die haben viel größere und schärfere Zähne und Klauen als Zombies, trotzdem haben sie es bis heute nicht geschafft, eine Großstadt einzunehmen. Toll. Jetzt habe ich Lust auf eine Version von 28 Weeks Later mit Bären statt Zombies. Stattdessen gibt's Resident Evil.

Weil ich absolut nichts von diesen Spielen verstehe, verlasse ich mich auf das reife, saftige Gehirn des Kollegen Peter Bathge, der mir für meinen Erstkontakt mit der Serie Resident Evil 4 empfiehlt, das immerhin als eines der besten Spiele aller Zeiten gefeiert wird. Na da kann doch überhaupt nichts mehr gutgehen!

Der Autor
Wenn Sascha Penzhorn in die Schlacht gegen Untote zieht, dann laut und mit ausreichend Munition, um einen Weltkrieg zu gewinnen. Er will Action! Fürs Schleichen, Rätseln und Überleben fehlt es ihm an Geduld und Feingefühl. Mini-Inventar, konfuse Puzzles, Schikanen beim Speichern, Tank Controls, legendär schlechte Sprachausgabe und ähnliche Späße, für die zumindest manche Teile der Reihe bekannt sind, haben ihn bislang erfolgreich von Resident Evil ferngehalten. Doch die Plus-Community ist stets hungrig, fordert immerzu Nachschub und will Penzhorn leiden sehen. Mangels Kenntnisse in der Materie fragte er Peter Bathge um Rat für den passenden Teil zum Einstieg in die Serie. Denn Peter ist gut und er kann ihm vertrauen. Peter würde ihm nicht hinterrücks ein frustrierendes, minderwertiges Spiel vorschlagen, um ihn für die Leser und ein paar zusätzliche Klicks zu quälen. Oder? ODER?

Die Steuerung von Resident Evil 4 ist nicht gut gealtert. Per Maus und Tastatur wird der Kampf gegen den Monsterfisch zur absoluten Tortur. Die Steuerung von Resident Evil 4 ist nicht gut gealtert. Per Maus und Tastatur wird der Kampf gegen den Monsterfisch zur absoluten Tortur.

Aller Anfang ist schwarz

Mein Spieleinstieg funktioniert exakt so toll, wie es bei sehr alten Konsolenportierungen auf Steam meistens der Fall ist: überhaupt nicht. Wo kämen wir sonst hin? Nun, vermutlich zu GOG.com. Mein Spielfenster ist ganz einfach unsichtbar, auch wenn Soundeffekte aus den Lautsprechern kommen. Wenn ich über Alt + Enter in den Fenstermodus wechsle, wird alles schwarz. Mehr passiert nicht.

Laut Internet muss mein Monitor auf exakt 60 Hertz eingestellt sein, was er bereits ist, mir aber nicht weiterhilft. Ein grandioses Posting erklärt, dass man kinderleicht den schwarzen Bildschirm beseitigen kann, wenn man im Optionsmenü die Kantenglättung abschaltet, was schon daran scheitert, dass ich das verdammte Optionsmenü doch überhaupt nicht sehen kann!

Die Lösung des Problems finde ich schließlich in irgendwelchen .dll-Dateien auf GitHub, mit denen das Spiel immerhin startet, aber nicht viel mehr. Sämtliche Zwischensequenzen frieren bei Szenenwechseln eine Sekunde lang ein, während der Sound ungebremst weiterläuft und darum nicht mehr zum Bildmaterial passt. Wenn ich manuell einen Checkpoint lade, lande ich auf dem Desktop. Ich habe noch keine Minute gespielt und mir vergeht bereits die Lust. Cool, genau wie bei Gothic!

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