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Resident Evil zeigt mir gerade, wie toll Menschen sein können

Hass und Häme sind im Internet leider Alltag, auch im Gaming. Umso mehr freut sich Dimi, dass er gerade ausgerechnet auf seinem Weg durch Resident Evil das Gegenteil erfährt.

Redaktionsleiter Dimi erlebt gerade in Resident Evil die Zeit seines Lebens. Leon und Claire wiederum ... nicht so. Redaktionsleiter Dimi erlebt gerade in Resident Evil die Zeit seines Lebens. Leon und Claire wiederum ... nicht so.

Als Journalist legst du oft den Finger in die Wunde. Und so albern Videospiele manchmal sein mögen – das gilt auch für den Spielejournalismus: Häufig beschäftige ich mich mit Bruchstellen, schaue mir an, wo es knirscht. Was die Community auf die Barrikaden bringt, wo Spiele scheitern, enttäuschen, manchmal auch tricksen. Kritik ist wichtig; für die Spiele, die Publisher, auch für mich und meine Arbeit. Konstruktive Kritik treibt die Welt voran.

Aber manchmal hast du Wochen, wo es alles andere als konstruktiv zugeht. Wo du in ein Loch rutschst, in dem Entwicklerinnen und Entwickler Morddrohungen bekommen. Wo aggressive Fans ihren Mitmenschen Krankheiten, Krebs und den finanziellen Ruin an die Hacken wünschen, weil ihnen ihr Spiel oder irgendeine kreative Entscheidung nicht in den Kram passt. Manchmal trifft so eine Welle auch mein Team. Kolleginnen und Kollegen haben mir schon Nachrichten von Usern gezeigt, die mich nachts Schlaf kosten.

Solche Wochen sind zum Glück sehr selten. Aber danach brauche ich verflucht nochmal einen Ausgleich. Und den beschert mir gerade ausgerechnet Resident Evil 2; ein Spiel, in dem Mitmenschen sich buchstäblich als Zombies gegenseitig auffuttern. Welch Ironie.

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Wir erzählen euch, was uns gerade umtreibt, was wir gerade spielen, hören oder schauen und geben euch persönliche Leseempfehlungen.

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»Weiter so!«

Ich hole aktuell als Vorbereitung auf mein erstes Mal mit Requiem sämtliche Resident Evils nach, die mir noch fehlen. Zuletzt zum Beispiel das gute, mittlerweile sehr alte Code Veronica X, außerdem im Koop Resi 5 (damals habe ich im Finale wegen der doofen Quick Time Events abgebrochen) sowie das berüchtigte Resident Evil 6. Und ganz frisch das Remake von Resident Evil 2 beziehungsweise konkreter: die offenen Routen von Claire A und Leon B.

Und weil ich ein Schisser bin, suche ich mir regelmäßig im Internet Rat. Wie ich S-Rank bekommen kann. Welche Schachfigur auf welchen Schaltkasten soll. Wie ich Birkin 1 nur mit dem Messer besiege, weil ich ein Munitionssparfuchs bin.

Die Community von Resident Evil ist so ein Balsam für meine Seele. Klar, auch hier gibt’s ein paar Elite-Monokel-Träger, die dich nur dann ernst nehmen, wenn du jedes Resi rückwärts in fünf Minuten durchspielst, allerdings gehören die zur winzigen Minderheit.

Aber ich realisiere in der Resi-Community etwas, das mir schon seit Jahren dämmert: Ich mag Guide-Communitys einfach sehr.

Dimitry Halley
Dimitry Halley

Eigentlich wollte Dimi nach dem Medien- und Kultur-Bachelor bloß per Praktikum ein bisschen Berufsluft schnuppern, aber zehn Jahre später leitet er das Tagesgeschäft der GameStar.de. Wie's eben manchmal im Leben so ist. Als Spieler saugt er Genres auf wie ein Staubsauger die Fusselmäuse: Von Shootern über Open World bis zum obskursten Rollenspiel, von SNES-Retro bis High-End-Grafikblender. Privat spielt er auch. Zu viel.

Guides sind nicht einfach Guides

Guide-Communitys agieren so, wie wir als Kinder an Spiele herangegangen sind. Man steckt die Köpfe zusammen – »Hey, ich habe das hier ausprobiert.« »Hast du beim Bossfight mal die Säuregranaten benutzt?« »Boah, der Tipp mit Mr. X hat mir den Hintern gerettet«. Ein eigener kleiner Kosmos. Unter jedem S-Rank-Guide-Video auf YouTube tummeln sich Hunderte, wenn nicht Tausende Kommentare, in denen die Leute sich gegenseitig aufbauen oder auch nur gemeinsam über irgendwelche Bullshit-Passagen lachen.

Guide-Communitys finden »hinter dem Hate« statt und sind von Natur aus konstruktiv. Alle Beteiligten haben sich entschieden, dem Spiel eine Chance zu geben und es zu wuppen. Mein bester Kumpel feiert das schon seit Jahren an der Souls-Community.

Video starten 1:06:15 Dieser Moment verändert Resident Evil für immer | Resident Evil Requiem im Review-Talk

Mich erinnert das an meine ersten Gehversuche in Online-Foren als Teenager. Irgendein Forum zu Star Wars oder Wing Commander oder Hitman, wo es einfach darum ging, zum ersten Mal überhaupt mit Gleichgesinnten über ein Spiel zu quatschen, Fragen zu stellen, Fehler zu machen, Hilfe zu bekommen, Teil eines riesigen Prozesses zu sein.

Deshalb schreibe ich übrigens auch gerne selbst Guides, obwohl So findest du alle 15 Scheunenfunde von Forza Horizon 6 vielleicht nicht nach der großen Prosa klingt. Es ist unheimlich ehrliche und konstruktive Arbeit, mit der du mindestens einem Menschen da draußen den Tag verschönerst. 

Wir leben im Zeitalter der Algorithmen, sehr oft spuckt Google euch die emotionalsten Aufhänger oder die größten Skandale in die Feeds. Nicht so bei Guides, denn dort platzieren sich einfach die größten Fragen der Community weit oben. Ganz ohne Drama.

Natürlich muss es auch Raum fürs Negatives geben. Gaming ist Kultur – wir kommen um unangenehme Diskussionen nicht herum, als Journalist gehören sie zum täglich Brot. Aber wenn euch die ganze Negativität da draußen mal zu sehr runterzieht, dann sucht euch ein Spiel, geht in die Kommentarsektionen von Guides oder Subreddits und verweilt dort ruhig mal. Helft jemandem. Dankt irgendwen. Ich finde dort gerade weit mehr als nur eine Hilfe mit einem Spiel.

📖 Was ich gerade lese

📺 Was ich gerade streame

  • Marvel’s Iron Fist: Für die neue Daredevil-Staffel retwatche ich das komplette alte Netflix-Universum rund um Jessica Jones und Co. Und Iron Fist ist heute noch genauso zäh wie damals. Schade.
  • Spartacus: House of Ashur ist eine sehr kreative Was-wäre-wenn-Fortsetzung von Spartacus, denn plötzlich wird der Verräter Ashur zum Chef seiner eigenen Gladiatorenschule. Bisher unterhaltsam, es biedert sich aber schon sehr dem Original an.

🎮 Was ich gerade (neben Resident Evil) spiele

  • Das grandiose Marvel’s Cosmic Invasion hat zwei neue Charaktere, jetzt kloppe ich auch als Cyclops und The Thing Gegnerhorden weg. Der DLC kostet keine 4 Euro und gibt mir als Cyclops-Fan genau das, was ich will.
  • In Marvel Rivals erscheint Cyclops ebenfalls in ein paar Wochen, jetzt gerade dominiert aber Devil Dinosaur die Arenen, ein … Dino. Dieses Spiel hört einfach nicht auf, mich zu faszinieren, ich tickere langsam den 1.000 Spielstunden entgegen.
  • Auf der Switch 2 spiele ich Ys: Memories of Celceta, ein unglaublich flottes Action-Rollenspiel, das gerade frisch neu aufgelegt wurde. Falls euch JRPGs manchmal zu dialoglastig sind, gebt Ys eine Chance.
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