Der Launch von Mindseye war, um es vorsichtig auszudrücken, ein ziemliches Desaster. Anstatt eines triumphalen Starts sahen sich die Entwickler von Build A Rocket Boy mit einem wütenden Mob auf Steam konfrontiert, der das Spiel mit negativen Reviews bombardierte.
Und die User-Wertungen befinden sich im freien Fall. Doch jetzt startet das Studio eine großangelegte Rettungsaktion: Ein erster Notfall-Patch soll die gravierendsten Probleme beheben und den Totalabsturz noch abwenden.
Notfall-Patch noch diese Woche
Mindseye ist seit dem 10. Juni für PC und Konsolen erhältlich und kämpft seither mit massiven technischen Problemen. Selbst absolute High-End-Systeme geraten ins Straucheln: Auf Reddit berichten Nutzer von unter 80 fps bei 1080p – und das auf einer RTX 5090. Abstürze, Memory-Leaks, Grafik-Glitches und fehlerhafte Steuerung tun ihr Übriges.
10:15
Eine Mission in MindsEye ist keine Katastrophe, aber ganz schön öde
Die Entwickler haben den Ernst der Lage offenbar schnell erkannt und in einer Mitteilung zugegeben, dass der Start für viele von euch eine Herausforderung
war. Die oberste Priorität habe nun die allgemeine Spiel-Performance. Um das zu untermauern, soll noch Ende dieser Woche ein erster Hotfix für die PC-Version erscheinen. Konsolenspieler müssen sich leider noch gedulden, hier verspricht das Team eine Veröffentlichung so schnell wie möglich
.
Der Patch soll unter anderem folgende Probleme beheben:
- Verbesserte CPU- und GPU-Performance sowie Speicheroptimierungen
- Leichtere Steuerung im CPR-Mini-Game
- Option zur Anpassung der Tiefenschärfe (Depth of Field)
- Fixes für kaputte Steuerung in den Mini-Games Mine Hunter und Run Dungeon
- Warnhinweise für Systeme mit deaktiviertem Hardware Accelerated GPU Scheduling oder anderen bekannten CPU-Problemen.
Außerdem ist die Build.MindsEye-Plattform, mit der ihr eigene Inhalte erstellen könnt, ab sofort vollständig auf Steam zugänglich.
Die Probleme von Mindseye gehen aber weit über die Technik hinaus. Schon im Vorfeld des Launchs sorgte das Projekt für Schlagzeilen: Co-CEO Leslie Benzies deutete eine gezielte Schmutzkampagne gegen das Studio an – ein Vorwurf, den der Publisher IO Interactive übrigens nicht teilt.
Kurz vor Release verließen zudem sowohl der Chief Financial Officer als auch der Chief Legal Officer das Unternehmen. Dass so kurz vor dem Launch gleich zwei Schlüsselpersonen abspringen, spricht Bände über die internen Turbulenzen.
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