50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Rogue One war »eine Leiche«: Laut dem Andor-Chef stand es um den Star-Wars-Film zuerst richtig schlecht

Eigentlich hat Gareth Edwards bei Rogue One Regie geführt. Doch dass der Film so gut geworden ist, haben wir wahrscheinlich Tony Gilroy zu verdanken.

Wie Rogue One: A Star Wars Story wohl ausgesehen hätte, wenn Tony Gilroy nicht nachträglich an Bord gekommen wäre? Bildquelle: DisneyLucasfilm Wie Rogue One: A Star Wars Story wohl ausgesehen hätte, wenn Tony Gilroy nicht nachträglich an Bord gekommen wäre? Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Für viele Fans gilt er als der beste Star-Wars-Film seit Das Imperium schlägt zurück: Rogue One, der als Brückenstück zwischen Episode 3 und 4 die Geschichte erzählt, wie Jyn Erso (Felicity Jones) und Cassian Andor (Diego Luna) die Pläne des ersten Todessterns stehlen.

Doch das haben wir nicht unbedingt Gareth Edwards und damit dem eigentlichen Regisseur von Rogue One zu verdanken. Tatsächlich soll eine erste Version des Films derart zu wünschen, übrig gelassen haben, dass Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy eine radikale Maßnahme ergriff.

Nach dem Abschluss der Dreharbeiten holte sie ihren guten Freund und den erfahrenen Drehbuchautor Tony Gilroy an Bord. Heute wird er natürlich als Showrunner von Andor für die beste Star-Wars-Serie gefeiert, die unter Disney zustande kam.

Wie Tony Gilroy Rogue One gerettet hat

Zuerst machte sich Gilroy aber bei Rogue One an umfangreiche Überarbeitungen des Drehbuchs und mindestens genauso exzessive Nachdrehs. Die haben vor allem den ersten und dritten Akt betroffen - so existierte zum Beispiel zuvor nicht einmal Darth Vaders legendäre Korridor-Szene. (Und die ist immer wieder mal einen Blick wert.)

Für seine Arbeit an Rogue One soll Tony Gilroy eine Gage in Millionenhöhe erhalten haben und gilt heute in den Augen vieler Fans als der eigentliche Regisseur von Rogue One - auch wenn er in den Credits lediglich als Autor aufgeführt wird.

Schon 2018 äußerte sich Gilroy zu der Rolle, die er bei Rogue One einnahm (via THR). Er berichtete, dass er gleich erkannte, von was für Problemen der Film geplagt wurde und wie er sich ihnen annehmen würde. Jetzt - sieben Jahre später - wurde der Andor-Showrunner noch einmal darauf angesprochen.

Zu Gast bei dem Podcast Happy Sad Confused findet Tony Gilroy nun etwas ungeschöntere Worte zu dem Zustand, in dem sich Gareth Edwards Rogue One zuerst befand:

Bei Rogue [One] war es so: Es liegt eine Leiche vor dir auf dem Tisch, was stellst du damit an? Kann die irgendjemand retten? Es hilft nicht, wenn du in dieser Situation ein Fan [der Materie] bist.

Video starten 1:38 Der erste Trailer zu Rogue One - mit vielen Szenen, die nie im fertigen Film landeten

Mit dem letzten Satz spielt Gilroy darauf an, dass er sich selbst nie als Star-Wars-Fan gesehen hat. An seine eigene Arbeit im Krieg-der-Sterne-Universum ging er stattdessen mit dem Vorsatz heran, primär gute Geschichten zu erzählen. 

So entstand dann auch die Andor-Serie, die sich guten Gewissens als Spionage-Thriller im Weltkriegs-Setting bezeichnen lässt. Und die wird gerade wegen ihrer fantastisch geschriebenen Geschichte, den komplexen Figuren und fesselnden Dialoge gelobt.

Ein Jammer, dass Tony Gilroy dem Star-Wars-Universum nun den Rücken kehrt. Nach Staffel 2 ist Schluss mit Andor und der Showrunner will sich jetzt anderen Projekten widmen. Derweil erwartet uns mit Staffel 2 von Ahsoka nur eine weitere Live-Action-Serie zum Sternenkrieg, Disney und Lucasfilm konzentrieren sich momentan lieber auf neue Kinofilme.

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