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Andor: Nach der unglaublichen 2. Staffel sehe ich Star Wars in einem völlig neuen Licht

Andor ist die beste Star-Wars-Serie - kein Zweifel. Für Vali heben die zwei Staffeln aber auch den gesamten Krieg der Sterne auf ein ganz neues Level.

Blutjunge Bauern, die mit altmodischen Schwertern rumfuchteln, sind keine Grundlage für eine Rebellion gegen die Regierung. Bildquelle: DisneyLucasfilm Blutjunge Bauern, die mit altmodischen Schwertern rumfuchteln, sind keine Grundlage für eine Rebellion gegen die Regierung. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Vor 48 Jahren hat Star Wars gezeigt, dass es (fast) nur einen Bauernjungen und ein bisschen Macht-Hokuspokus braucht, um ein ganzes Galaktisches Imperium in die Knie zu zwingen. Fairerweise ist Episode 4 - Eine neue Hoffnung eben der Inbegriff der Reise eines jungen Helden, der entgegen aller Wahrscheinlichkeiten das Unmögliche schafft.

Deswegen funktioniert Eine neue Hoffnung heute noch immer genauso gut wie im Jahr 1977: Ich bekomme zeitlose Themen in einem liebevoll-detaillierten Setting mit einer ganzen Palette an liebenswürdigen und furchterregenden Charakteren aufgetischt. 

Vali Aschenbrenner
Vali Aschenbrenner

Vali liebt Star Wars schon, seit er denken kann. Mit Andor hat der Krieg der Sterne jetzt in seinen Höhepunkt erreicht, an dem sein liebstes Sci-Fi-Franchise vielleicht nie wieder rankommt.

Warum Andor für mich Star Wars noch besser macht

Das originale Star Wars wirkt auf den ersten Blick simpel, im Hintergrund und Subtext stecken aber viele raffinierte Botschaften und Parallelen. So zum Beispiel George Lucas' mal mehr, mal weniger offensichtlichen Gleichnisse auf den Vietnamkrieg oder das Nazi-Regime.

Und gerade auf den Letzteren baut Tony Gilroy mit Andor auf, der Star Wars eine Art Polit-Thriller im Weltkriegs-Setting beschert. Alleine schon die Darstellung des Imperiums wird wesentlich komplexer und raffinierter, da wir hautnah miterleben, wie die Zahnräder des Regimes arbeiten und alles und jeden zermahlen, egal auf welcher Seite er oder sie steht.

Video starten 1:35 Andor: Der offizielle Trailer zu Staffel 2 ruft zum Widerstand auf!

Das soll natürlich nicht heißen, dass es der klassischen Star-Wars-Trilogie an guten Schurken mangelt. Es gibt mehr als genug Gründe, warum Darth Vader und Co. bis heute zu den ikonischsten Bösewichten der Filmgeschichte zählen. 

Die Andor-Serie nimmt dem nichts weg. Stattdessen bekomme ich raffinierte neue Facetten aufgezeigt, die selbst einen einzelnen Sturmtruppler bedrohlich und hassenswert rüberkommen lassen.

Von diesen neuen Facetten profitiert auch die Rebellen-Allianz. Völlig neue Figuren wie Luthen Rael (Stellan Skarsgard), Kleya Marki (Elizabeth Delau), Karis Nemik (Alex Lawther) und Lonni Jung (Robert Emms) oder vertraute Gesichter wie Mon Mothma (Genevieve O’Reilly) zeigen, dass es für eine Rebellion gegen das Imperium dann doch etwas mehr als einen Bauernjungen an Bord eines klapprigen X-Wings braucht.

Diese Helden, von denen die Galaxie vielleicht niemals etwas erfahren wird, haben Luke Skywalker, Han Solo und Leia Organa den Weg geebnet. Ohne sie hätte es niemals eine (erfolgreiche) Rebellion gegen ein übermächtig wirkendes Imperium gegeben. Ohne ihren Widerstand hätte der erste Todesstern nie vernichtet werden können.

Andors Paradebeispiel für jeden noch so kleinen Akt des Widerstands. Bildquelle: DisneyLucasfilm Andors Paradebeispiel für jeden noch so kleinen Akt des Widerstands. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Freilich funktionieren die Episoden 4, 5 und 6 noch immer ohne all den Kontext, den mir jetzt Andor und auch Rogue One liefern, hervorragend. Doch wenn ich mir jetzt bei dem zigsten Rewatch den Anflug des Gold-Geschwaders auf den Todesstern-Graben anschaue, ist mir jetzt erst bewusst, wer für diese einmalige Chance gekämpft, sich selbst aufgegeben und sein oder ihr Leben gelassen hat.

Und auch Rogue One fühlt sich fast wie ein völlig neuer Film an. Kleine Nuancen, wie zum Beispiel Cassians Reaktion auf Galen Ersos Name oder Melshi (Duncan Pow) an seiner Seite zu sehen fallen nun viel schwerer ins Gewicht. Der letzte tödliche und gleichzeitig wunderschöne Sonnenaufgang über Scarif gibt mir dann endgültig den Rest.

Damit rückt mir Andor Rogue One die ersten drei und wohl auch besten Filme meines liebsten Sci-Fi-Franchises in ein völlig neues Licht. Denn um Nemiks Manifest zu zitieren: Selbst der kleinste Akt des Widerstands treibt unsere Linien voran. Und sei es, weil sich zwei noch so unscheinbare Nebenfiguren weigern, für einen imperialen Handlanger die Tür zu öffnen.

Falls ihr es noch nicht mitbekommen hat: Mit Andor ist nach Staffel 2 offiziell Schluss - eine Staffel 3 wird es für die beste Star-Wars-Serie nicht geben. Ein bisschen Trost findet ihr vielleicht, wenn ihr gleich den Kinofilm Rogue One hinten dranhängt. Und wenn ihr schon dabei seid: Warum nicht gleich die klassische Prequel-Trilogie nochmal von vorne gucken?

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