Das Sacred 2 Remaster ist nicht allein: Ein weiteres neues Spiel im Universum der deutschen Action-Rollenspiele ist in Arbeit!
Sacred: Last Pixel of Ancaria ist ein gruppenbasiertes Rollenspiel im 16-Bit-Look. Entwickelt wird es von einem Team, das tief in der Historie der beliebten Hack&Slay-Serie verwurzelt ist. Obwohl eine offizielle Ankündigung bislang aussteht, sind bereits erste Informationen und Screenshots an die Öffentlichkeit gedrungen.
Update um 16:01 Uhr: Wir haben die News mit Informationen zu Unbended ergänzt, dem vorherigen Projekt von Sacred-Miterfinder Franz Stradal.
Rückkehr der Sacred-Veteranen
Die Spur führte zunächst ins Sacred-Reddit, wo Ende September erstmals ein Hinweis auf eine rätselhafte Kickstarter-Seite auftauchte. Diese Seite, die anfangs nur ein Logo zeigte, inzwischen aber mit ersten Grafiken gefüllt wurde, kündigt den Start der Crowdfunding-Kampagne für den 14. April 2026 um 18 Uhr deutscher Zeit an.
Der Sacred-Ableger entsteht beim deutschen Team Sparkling Bit mit Sitz in Aachen. Die Verantwortlichen bezeichnen sich selbst als die Originalentwickler von Sacred und das ist keineswegs übertrieben. Zu den Mitarbeitern des 2011 gegründeten Unternehmens, deren Zahl laut Linkedin mindestens zwei Dutzend Personen beträgt, zählen unter anderem ehemalige Game und Grafik Designer, die maßgeblich an den ersten beiden Sacred-Teilen beteiligt waren.
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Einer der Mitgründer von Sparkling Bit ist Franz Stradal. Er gründete bereits 2004 das zu Ascaron gehörige Studio 2 und war bei der Entwicklung von Sacred 1 und 2 als Produktmanager tätig, bevor er später unter anderem für Gameforge und Perfect World arbeitete.
Das erste eigenständige Projekt von Sparkling Bit, ein Spiel mit Theaterpuppen namens Backdrop, kam bis dato nicht über den Status einer Konzeptdemo hinaus. Vielleicht läuft's mit Unterstützung der Fans und der Rückbesinnung auf die Sacred-DNS ja besser.
Die Markenrechte an Sacred hält übrigens weiterhin THQ Nordic, die bei Last Pixel of Ancaria jedoch nicht anderweitig involviert sind, auch nicht als Publisher.
Erfolgreich im zweiten Versuch?
Franz Stradal und ehemalige Studio-2-Mitarbeiter (unter anderem Norbert Beckers, Marc Oberhäuser und Ralph Roder) haben sich schon mal an einer Sacred-Wiederbelebung versucht. Auch beim Action-Rollenspiel Unbended, zuerst offenbar als Aprilscherz geplant, wurde per Crowdfunding Geld eingesammelt. Der eigentlich geplante Name Unsacred war damals aus rechtlichen Gründen nicht verfügbar. Schließlich wurden die Spendengelder in Höhe von 17.000 Euro wieder zurückgezahlt und das Projekt eingestellt.
Oldschool-Rollenspiel
Statt auf zeitgenössische 3D-Grafik setzt Sacred: Last Pixel of Ancaria auf - der Name verrät es - Pixelgrafik. Pate standen Meilensteine wie Secret of Mana oder Chrono Trigger. Ob die Kämpfe rundenbasiert oder in Echtzeit ablaufen, ist noch nicht bekannt.
Trotz neuem 16-Bit-Look erinnert Sacred: Last Pixel of Ancaria (links) ein bisschen an die erinnerungswürdige Grafik des ersten Sacred (rechts).
Bereits bestätigt ist die Party-Größe von vier Charakteren, die wohl auf damaligen Klassen basieren. Zu sehen sind Seraphim, Gladiator und Zwerg. Spieler sollen an vertraute Orte zurückkehren, darunter das ikonische Seraphim-Kloster, Shaddars Turm oder die Hafenstadt Porto Vallum.
Die Entwickler versprechen außerdem, dass der von den Fans geliebte Humor nicht zu kurz kommen wird. Die Ankündigung der Reittiere (»Sacred wäre kein Sacred ohne Pferde«) deutet etwa an, dass selbst euer Schlachtross den ein oder anderen Witz von sich gibt.
Sacred im Rückblick
Die Sacred-Serie hat eine bewegte Geschichte. Sacred (2004) und die Erweiterung Underworld gelten als echte Genre-Klassiker und gehören zu den erfolgreichsten deutschen Rollenspielen überhaupt. Die riesige, offen zugängliche Welt Ancaria, der charakteristische Humor und die einfache Zugänglichkeit des Hack&Slay-Prinzips machten das Spiel extrem beliebt, auch international.
Mit Sacred 2: Fallen Angel (2008) versuchte der damalige Entwickler Studio 2 eine Weiterentwicklung mit einer neuen Grafik-Engine und einem noch größeren Umfang, die bei den Fans zwar beliebt war, aber auch mit technischen Problemen kämpfte.
Der Tiefpunkt der Serie kam mit Sacred 3 (2014) und dem Spin-off Sacred Citadel (2013). Beide Titel wurden von einem anderen Studio entwickelt und wechselten teils das Genre. Die Abkehr von den Wurzeln stieß die langjährige Community vor den Kopf und schadete dem Ruf der Marke nachhaltig.
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