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Inhaltsverzeichnis
1

Sakuna meistert eine Genre-Verschmelzung, die unmöglich sein sollte

Eine Mischung aus Beat 'em up und Farming-Simulation, dazu mit charmanter Story? Sakuna: Of Rice and Ruin gelingt, was eigentlich nicht gelingen dürfte.

von Michael Cherdchupan,
03.02.2021 10:00 Uhr

Sakuna: Of Rice und Ruin entwickelt Stärken, die man dem Genre-Mix auf den ersten Blick gar nicht ansieht. Sakuna: Of Rice und Ruin entwickelt Stärken, die man dem Genre-Mix auf den ersten Blick gar nicht ansieht.

Okay, stellt euch das so vor: Ihr spielt den Landwirtschafts-Simulator und tuckert mit dem Trecker über den Rübenacker - plötzlich Geschrei, Dämonen, verdammt! Ihr hechtet aus dem Führerhaus, zieht eure Harke und zeigt der uneiligen Brut, was eine ebensolche ist, indem ihr die Dämonen zurück in die Hölle hackt! Irgendwann mag der Tag kommen, an dem dieser Rübenacker zum Teufel geht. Aber dieser Tag ist nicht heute.

Absurd? Vielleicht, aber ein bisschen so spielt sich Sakuna: Of Rice and Ruin, das klassische Sidescroller-Kampfpassagen mit einer Bauernhof-Simulation kreuzt und dazu in eine charmante Handlung einbettet. Eine eigentlich völlig unmögliche Kombination, aber Sakuna schafft es, dass sie funktioniert.

Zum Beginn sind die Charaktere so sympathisch wie eine geplatzte Bockwurst, aber das wird sich ändern. Zum Beginn sind die Charaktere so sympathisch wie eine geplatzte Bockwurst, aber das wird sich ändern.

Die Titelrolle spielt Prinzessin Sakuna, Spross einer Erntegöttin und eines Kriegsgottes, womit der Genre-Mix gleich mal erzählerisch untermauert wäre. So trägt Sakuna zwar die Talente beider Elternteile in sich, weiß damit aber nichts anzufangen. Tagtäglich lässt sie sich bedienen, scheucht Diener umher und säuft obendrein ungehemmt!

Angetrieben von Hunger dringt jedoch eines Tages eine Gruppe Menschen in Sakunas himmlisches Reich ein und stiftet Chaos. Sakuna wird dafür verantwortlich gemacht und zur Strafe von ihrer Mutter auf die abgelegene Insel der Dämonen verbannt. Durchaus mit pädagogischen Absichten, denn dort hat die Göttin selbst einst ihre Weisheit erlangt - mit harter Feldarbeit, weit weg vom Adel.

Klar, dass die vorlaute Prinzessin davon nicht begeistert ist. Trotzdem muss Sakuna fortan die Verantwortung für die menschlichen Eindringlinge übernehmen und dafür sorgen, dass alle den nächsten Winter überleben. Und den übernächsten. Und den über-übernächsten. So lange, bis die Göre ihre Hochnäsigkeit abgelegt hat.

Und ehe ihr euch verseht, habt ihr euch 30 Stunden lang mit virtuellem Reis beschäftigt.

Sakuna: Of Rice and Ruin Wertung

Sakuna: Of Rice und Ruin eignet sich für euch, wenn...
... ihr ein Herz für ungewöhnliche Genre-Mischungen habt.
... ihr flüssige, effektvolle Sidescroller-Kämpfe mögt.
... eine gute Story für euch keine knallige Inszenierung braucht.
Sakuna: Of Rice und Ruin eignet sich nicht für euch, wenn...
... euch spielerische Stärken nicht über eure Anime-Abneigung hinwegtrösten.
... ihr euch nicht mit Landwirtschaft und Reisernte beschäftigen wollt.
... ihr keine Wiederholungen in Spielen mögt.
Fazit: Fesselnde und zuckersüß inszenierte Mischung aus Farming Sim und Beat ’em up, bei der alle Spielelemente exzellent ineinandergreifen.

Jagen und Ernten

So viel sei verraten: Das Mädchen macht eine Wandlung in ihrer Persönlichkeit durch, und auch die Menschen wachsen einem langsam ans Herz. Schon bald fühlt sich die Dämoneninsel nicht mehr wie ein feindlicher Ort, sondern wie ein neues Zuhause an. Konkret ist das eine Berghütte, die als Dreh- und Angelpunkt für das gesamte Spiel dient.

Hier verwalten wir alle Ressourcen, bauen Reis an und lassen neue Waffen entwickeln. Letztere sind nötig, um in dem Gebiet um die Hütte herum nach Rohstoffen und Fleisch zu jagen. Über eine Karte schalten sich im Spielverlauf immer mehr Orte frei, je mehr wir von der Welt erforscht haben.