Schatten des Krieges - "Wir profitieren nirgendwo auf der Welt vom Orcslayer-DLC"

Die Verwirrung um Forthog Orcslayer geht weiter: Publisher Warner hat nun erklärt, mit dem Gedenken an einen toten Entwickler keinerlei Profit zu machen.

von Maurice Weber,
06.09.2017 15:10 Uhr

Wohin geht denn nun das Geld für Forthog Orkschlächter? Wohin geht denn nun das Geld für Forthog Orkschlächter?

Publisher Warner Bros. Games hat beteuert, dass keinerlei Einnahmen durch den DLC "Forthog Orcslayer" in die eigene Tasche oder die von Entwickler Monolith wandern - weder in den USA noch anderswo auf der Welt. Der Download-Charakter für Mittelerde: Schatten des Krieges hatte für einige Verwirrung und sogar Wut bei den Spielern gesorgt.

Forthog ist ein digitales Denkmal für Producer Michael Forgey, der während der Entwicklung von Schatten des Krieges an Krebs verstarb. Seine Kollegen haben ihn deswegen als unbesiegbaren Krieger in das Spiel eingebaut, der aus dem Nichts auftauchen und Talion den Hals retten kann. Kostenpunkt: Fünf Euro, wovon 3,50 an die Familie von Forgey gehen.

Die Kontroverse entzündete sich am Kleingedruckten im Trailer. Dort steht, dass die Wohltätigkeitsaktion nur in bestimmten Bundesstaaten der USA gilt und nicht für die restliche Welt. Es schien also, als würde der Publisher die Einnahmen etwa aus Deutschland komplett selbst einstreichen. Dies sorgte für scharfe Kritik unter anderem von Youtuber TotalBiscuit, der selbst an Krebs erkrankt ist: "Das macht aus dem Denkmal eines Mannes ein weiteres Beispiel für schlechte DLC-Praktiken - das ist nicht okay, das können wir nicht geschehen lassen!"

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Alles doch nicht so schlimm?

Uns gegenüber hat Warner nun allerdings klargestellt, dass der Publisher kein Geld mit Forthog Orcslayer verdient. Das gleiche Statement bekam auch die englische Website Eurogamer. Allerdings wirft diese Aussage doch weitere Fragen auf: Wohin gehen die Einnahmen aus Deutschland dann? Es läge nahe, dass sie doch wie die aus den Vereinigten Staaten der Familie Forgey zugute kommen - aber wieso kann Warner das dann nicht einfach direkt sagen und die Kontroverse so aus der Welt räumen?

Möglich wäre, dass hinter den Kulissen eine komplizierte Rechtslage eine einfache Lösung verhindert. Jedes Land hat seine eigenen Gesetze zu Spenden und wohltätigen Aktionen - vielleicht verbieten es diese dem Publisher, sich klarer zu äußern. So lassen allerdings auch Warners Aussagen zum DLC nicht weiter überprüfen. Es bleibt eine unschöne Situation für eine offensichtlich von Herzen kommende Idee.

Mittelerde: Schatten des Krieges - Screenshots ansehen


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