Sinner: Sacrifice for Redemption - Das Hardcore-Action-Rollenspiel in dem ihr runter- statt hochlevelt

Sinner ist ein Soulslike mit besonderem Kniff: Vor jedem Boss müsst ihr ein Stück eurer selbst opfern und werdet damit schwächer statt stärker.

von Elena Schulz,
27.10.2018 08:55 Uhr

Sinner: Sacrifice for Redemption stellt das Konzept des Levelns auf den Kopf.Sinner: Sacrifice for Redemption stellt das Konzept des Levelns auf den Kopf.

Das chinesische Action-Rollenspiel Sinner: Sacrifice for Redemption ist seit dem 16. Oktober zeitexklusiv im neuen Discord Store für PC erhältlich und wird später seinen Weg auch auf Steam finden. Das Indie-Soulslike setzt wie sein Vorbild Dark Souls auf immer gnadenlosere Herausforderungen. Dabei spart es sich aber das Geplänkel mit einfacheren Gegnern und kommt gleich zum Punkt, indem es uns gegen acht mächtige Bosse hintereinander antreten lässt.

Weil das allein zu einfach wäre, bestraft es uns noch vor jedem Kampf: Wir dürfen nur antreten, wenn wir ein Stück unserer selbst opfern. Wir leveln hier also automatisch runter statt hoch und werden mit jedem Gegner schwächer. Eine spannende Ergänzung, die die Souls-Formel noch härter macht.

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Infos

  • Release: 16. Oktober 2018 (Discord Store), 18. Oktober (PS4, Xbox One)
  • Preis: 19 Euro
  • Hardcore-Actionrollenspiel mit soulsartigen Kämpfen
  • Acht Bossgegner
  • Mehrere Waffen/Items zum Freischalten
  • Mehrere Spielmodi
  • Düstere Handlung, Entscheidungen und unterschiedliche Enden
  • Vor jedem Kampf muss man »runter- statt hochleven« und wird schwächer

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Jeder Boss will ein Opfer

Dass wir selbst etwas aufgeben müssen, passt wunderbar zur düsteren Atmosphäre, die sich genau wie in Dark Souls auch in Sinner wiederfindet. Wir erwachen ohne Erinnerung in einem zerstörten Königreich und sollen über die Bosse mehr über uns und unser Schicksal erfahren. Die Welt macht ohne Level und zugehöriges Erkunden zwar nicht ganz so viel her wie bei Dark Souls, dafür können sich die Bosse aber sehen lassen: Wir treten gegen an die sieben Todsünden angelehnte unheimliche Krähenmagier, riesige Königinnen oder brutale Giganten mit Hackebeil an.

Das Runter-Leveln funktioniert dabei so: Wir dürfen selbst entscheiden, welchen Gegner wir vom Hub aus zuerst angreifen. Bevor der Kampf beginnt, müssen wir aber für jeden einzelnen erst einmal ein festgelegtes Opfer darbringen: Ein Boss verlangt, dass wir einen Teil von Gesundheit und Stamina aufgeben, ein anderer sorgt dafür, dass wir langsamer heilen und weniger Tränke zur Verfügung haben. Wie unser Level-Fortschritt in anderen Spielen bleibt der Malus auch nach dem Kampf weiter bestehen. Wir müssen also clever entscheiden, in welcher Reihenfolge wir die Bosse bekämpfen. Sonst treten wir am Ende dem fiesesten Gegner am schwächsten entgegen.

Sinner: Sacrifice for Redemption - Gameplay-Trailer enthüllt Release-Datum des Indie-Dark Souls' 2:26 Sinner: Sacrifice for Redemption - Gameplay-Trailer enthüllt Release-Datum des Indie-Dark Souls'

Lernen statt Leveln

Das »Downleveln« wird damit zu einer taktischen Komponente. In Sinner geht es nicht ums stärker werden, es geht darum sein Opfer sorgfältig zu wählen, um möglichst lange durchzuhalten. Damit fühlen wir uns noch mehr als in Dark Souls einer übermächtigen lebensfeindlichen Welt ausgeliefert. Umso süßer ist dann auch der Triumph über jeden einzelnen der Bosse. Denn wenn wir ihre Angriffsmuster lernen, haben wir durchaus eine Chance.

Wer zuerst die fiesesten Bosse angeht, kann selbst also auf ein großes Arsenal an Gesundheit, Stamina und Gegenständen zurückgreifen und hat auch später ein etwas leichteres Spiel. Sterben wir im Kampf, können wir in den Hub zurückkehren und es mit einem anderen Gegner versuchen. Zu schnell entmutigen sollte man sich aber nicht lassen: Das Sterben gehört auch hier mit dazu.

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Erst mit der Zeit lernen wir die Bosse und Arenen kennen, die oft erst mit mehreren Versuchen nützliche Hilfen offenbaren. Vor großflächigen Angriffen kann man sich zum Beispiel an bestimmten Orten verstecken und sich an anderen Punkten von Leiden wie Vergiftungen heilen. Kommuniziert wird das nicht, Sinner erwartet, dass man die Umgebung genauso kennenlernt wie den Gegner. Mit jedem besiegten Boss erhält man zudem auf Dauer etwas mehr Gesundheit zum Ausgleich für die Opfer, sofern man für eine noch größere Herausforderung nicht freiwillig verzichtet.

Gerade bei der Balance weißt Sinner aktuell Schwächen auf, was für Frust sorgen kann - mit der falschen Bossreihenfolge manövriert man sich schnell in ungünstige Situationen. Zudem steuert sich unser Charakter nicht so präzise wie bei Dark Souls. Dafür fügt sich das Herunterleveln wunderbar in das Souls-Prinzip ein. Gerade in einer Zeit, in der sich alles vom Charakter über das Schwert bis hin zum Reittier in fast jedem Spiel aufleveln lässt, ist das eine erfischend neue Gameplay-Idee. Während wir selbst in einem Dark Souls noch stur Gegner verkloppen und Leveln dürfen, wenn uns ein Boss zu schwer ist, können wir uns hier letztlich nur auf unser Können verlassen.

Sinner: Sacrifice for Redemption - Gameplay-Trailer zum Action-RPG im Dark-Souls-Stil 2:36 Sinner: Sacrifice for Redemption - Gameplay-Trailer zum Action-RPG im Dark-Souls-Stil


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