Wenn ihr schon länger mit dem Gedanken spielt, einen smarten Ring zu kaufen, bietet sich jetzt eine günstige Gelegenheit.
Oura bläst wie viele andere Hersteller zum Black-Friday-Angriff und bietet seinen Ring bis zu 170 Euro günstiger an. Das ist ein verlockendes Angebot, aber was bekommt ihr für den Preis? Und welche Alternativen gibt es?
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Der Oura Ring 4
Könnt ihr über das (fast) obligatorische Abonnement von 6,00 Euro pro Monat hinwegsehen, hat der Oura Ring 4 einiges zu bieten.
Die dazugehörige App zählt zu den aufgeräumtesten und cleversten im Bereich der Wearables. Das Wichtigste ist auf einen Blick zu erkennen, ohne dass die Startseite mit zehn verschiedenen Metriken und Hinweisen überfordert.
Abhängig von der Tageszeit zeigt die App nämlich ganz oben die Metrik an, der ihr Beachtung schenken solltet. Früh morgens sind das der vergangene Schlaf sowie die Tagesform, tagsüber die Aktivität.
Im Test sorgte der Oura Ring 4 zudem für zufriedenstellende Messergebnisse.
- Das Schlaftracking des Oura Rings ist mit dem der Apple Watch vergleichbar, aber dank seines Formfaktors wesentlich bequemer zu tragen. Zudem orientiert sich der Ring an meinen Schlafgewohnheiten und setzt kein willkürliches Schlafziel von acht Stunden.
- Beim Sport wich die Herzfrequenz meistens nur um ein bis zwei Schläge von der eines Brustgurtes ab.
- Krankheitssymptome sowie andere physische Stressbelastungen erkennt der Oura Ring mit Bravour (zum Beispiel die Einnahme von Alkohol).
Besonders hervorzuheben sind die Trendanalysen, die den meisten Aufschluss über die Gewohnheiten geben. Wie lange schlafe ich im Durchschnitt der letzten sechs Monate und wann gehe ich zu Bett? Steigt meine Aktivität innerhalb der letzten vier Wochen oder nimmt sie zu?
Die Resilienz-Anzeige in der App zeigt zudem, wie gut ich in den letzten Wochen das Gleichgewicht zwischen körperlichem Stress und Erholung gehalten habe.
All das hat seinen Preis. Regulär zahlt ihr für den Ring stolze 400 Euro. Der aktuelle Preis von 280 Euro ist deutlich fairer.
Zwar ist das Abonnement für 6,00 Euro kein Muss, allerdings entfallen damit wichtige Funktionen wie die zuvor erwähnten Trendanalysen.
Dafür sorgt der Hersteller mit stetigen App-Updates für Verbesserungen und neue Funktionen. Erst kürzlich hat Oura seine App noch einmal deutlich verbessert.
16:02
Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!
Drei starke Alternativen ohne Abonnement
Habt ihr keine Lust auf ein weiteres Abonnement, gibt es drei Alternativen zum Oura Ring, die ohne auskommen.
RingConn Gen 2
Im Test erreicht der RingConn Gen 2 nicht ganz die zuverlässigen Ergebnisse des Oura Rings, zumindest was die Herzfrequenzmessung beim Laufen betrifft.
Beim Schlaf hingegen liefert er ähnlich zuverlässige Ergebnisse. Eine der coolsten Funktionen ist außerdem die Möglichkeit, Notizen samt Tags für die vergangene Nacht festzuhalten.
Die App ist zwar nicht so durchdacht wie die von Oura, dafür aber ebenfalls aufgeräumt und geizt nicht mit wichtigen Hinweisen zu Trends – und das alles ohne ein Abonnement!
Unschlagbar ist der RingConn Gen 2 bei der Akkulaufzeit. Bis zu zwölf Tage hält das Gadget durch, während mein Oura-Ring bereits nach vier bis fünf Tagen an die Steckdose muss.
Für einen Preis von rund 270 Euro ohne Abonnement ist der Ring eine klare Empfehlung.
Ultrahuman Ring Air
Der Ultrahuman Ring Air wird derzeit bei Amazon für 175 Euro angeboten und ist damit deutlich günstiger als die beiden Konkurrenten.
Dafür bringt der Ring das größte Potenzial mit, denn im Test offenbarte das Gadget noch Luft nach oben.
- Die Schlafenszeit schätzte der Ring zumindest bei mir in der Regel zu optimistisch ein.
- Beim Messen der Herzfrequenz in hohen Bereichen kam es zu sporadischen Ausreißern. Während die Messung im Vergleich zu einem Brustgurt ziemlich genau ist, waren die Daten im nächsten Training unbrauchbar.
- Für positive Ergebnisse sorgt der Ring immerhin bei den Erholungswerten.
Die App hat zudem ihre Stärken und Schwächen. In der Software gibt es nämlich einen App Store für zusätzliche Funktionen wie einen Koffein-Tracker. Ein weiteres Highlight der App sind die Schnappschüsse: Damit zeigt die App bestimmte Metriken als Momentaufnahme an. Diese Auflistung kann ich zudem an meine Bedürfnisse anpassen.
Allerdings wird mir die Flut an Informationen innerhalb der Software schwer verdaulich präsentiert. Auf der Startseite gibt es zu viele Informationen, durch die man sich durchscrollen muss.
Wenn ihr mit einem derartigen Gadget nur eure Vitalwerte tracken wollt (keine hohen Herzfrequenzbereiche) und damit leben könnt, dass der Schlaf unter Umständen großzügig eingeschätzt wird, ist der Ring Air für den Preis eine solide Wahl.
Amazfit Helio Ring
Sucht ihr nach einer günstigen Möglichkeit, in den Bereich der Smart Ringe einzusteigen, kommt ihr am Helio Ring nicht vorbei. Für aktuell 82 Euro erhaltet ihr zuverlässige Messungen der Schlafdauer sowie der Herzfrequenz in hohen Bereichen.
Dafür hapert es an anderen Stellen:
- Wachzeiten während des Schlafs werden nicht genau protokolliert.
- Der Ring hält lediglich drei Tage durch, dann muss er aufgeladen werden.
- Das Aufsetzen des Rings auf das Ladegerät ist nicht intuitiv gelöst.
- Der Hersteller bietet nur drei Größen an: 8, 10 und 12.
Insgesamt kann der Helio Ring mit Oura oder RingConn nicht mithalten, was angesichts des Preises aber nicht weiter überrascht. Der Smart Ring von Amazfit ist das ideale Einsteigergerät, um in die Welt der smarten Ringe einzutauchen.
Wenn ihr Interesse an einem Smart Ring habt, hängt die Kaufentscheidung von mehreren Faktoren ab. Seid ihr bereit, zusätzliche Gebühren für ein Abo zu zahlen? Falls nicht, fällt der Oura Ring weg. Zwar bieten die anderen Hersteller ebenfalls Zusatzfunktionen für einen monatlichen Preis an, die grundlegenden Funktionen sind jedoch ohne Abonnement inklusive.
Eine wichtige Rolle spielen auch Schalftracking und die Messung der Herzfrequenz. Detaillierte Informationen dazu findet ihr in den oben verlinkten Testartikeln. Beachtet allerdings, dass keines der Gadgets eine Smartwatch ersetzen kann. Bis auf Weiteres sind die kleinen Begleiter lediglich eine Ergänzung.




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