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Space Hulk: Tactics im Test - Der Kampf der müden Krieger

Hinter jeder Tür lauert das Grauen: Eine Mission Space Hulk: Tactics ist wie ein Besuch beim Zahnarzt. Nur spaßiger. Meistens.

von Martin Deppe,
30.10.2018 17:20 Uhr

Als unser Terminator die Automatik-Geschützkonsole umprogrammieren will, greift ein Genestealer an. Das Ergebnis des Duells wird ganz klassisch ausgewürfelt (siehe rechts).Als unser Terminator die Automatik-Geschützkonsole umprogrammieren will, greift ein Genestealer an. Das Ergebnis des Duells wird ganz klassisch ausgewürfelt (siehe rechts).

Blip. Blip Blip. Blip Blip Blip. AAAAARGH. So ungefähr verläuft ein Genestealer-Angriff auf einen Space Marine, der leichtsinnigerweise gerade in die falsche Richtung geguckt hat. Im Rundenstrategiespiel Space Hulk: Tactics, das auf dem Warhammer 40K-Brettspielableger Space Hulk basiert, dürft ihr erstmals auch die flinken Genestealer kommandieren, die mit ihren sechs Extremitäten und rasiermesserscharfen Klauen und Zähnen über die schwer gepanzerten, aber verdammt trägen Space Marines herfallen.

Die beiden Parteien spielen sich auch sehr verschieden: Die Genestealer haben mehr Aktionspunkte, sind somit beweglicher und müssen sich auch nicht erst umständlich ausrichten, bevor sie angreifen. Ihre oben erwähnten Blips sind eine Art Radarsignatur, die den Marines verrät, DASS da Gegner auf sie zukommen - aber fieserweise nicht, wie viele genau.

Die Ego-Perspektive bringt viel Atmosphäre, ist spielerisch aber unübersichtlich. PC-Premiere: Die Genestealers könnt ihr erstmals selbst steuern. Die Ego-Perspektive bringt viel Atmosphäre, ist spielerisch aber unübersichtlich. PC-Premiere: Die Genestealers könnt ihr erstmals selbst steuern.

Die Marines hingegen stecken in massiven Rüstungen, jeder Schritt kostet spürbar Anstrengung, und die schweren Jungs zahlen sogar für eine simple 90-Grad-Drehung einen Aktionspunkt extra. Allerdings solltet ihr da nicht knausern, denn die Marines können nur Gegner angreifen, die vor ihrer Nase herumtanzen - seitlich oder gar achtern sind sie völlig wehrlos. Die Terminatoren taktisch ausrichten, sich gegenseitig den Rücken sichern, Gänge mit Verteidigungsstellungen abriegeln - das ist das A und O bei den Space Marines, die neben ihrer Panzerung auch auf brachiale Waffen wie Flammenwerfer, Gatling-Gun-Sturmkanonen oder Kettensägenschwerter setzen.

Space Hulk: Tactics hält sich dicht an die Brettspielvorlage: Ein Space Hulk ist ein riesiges herumtreibendes Konglomerat aus miteinander verklumpten Raumschiffen, Raumschrott und Himmelskörpertrümmern. Im Inneren warten wertvolle Technolgien - aber dummerweise auch ganze Genestealer-Armeen. Wir spielen auf Maps, die quasi wie auf Karopapier gezeichnet sind, mit strikt rechtwinkligen Räumen, schnurgeraden Gängen und 90-Grad-Ecken. Auch die Missionsziele sind sehr linear: x Gegner töten, einen Gegenstand von y nach z bringen, einen bestimmten Marine evakuieren und so weiter.

Blip Blip Hurra: Die beiden roten Signaturen rechts zeigen Gegner an – aber nicht ihre Anzahl.Blip Blip Hurra: Die beiden roten Signaturen rechts zeigen Gegner an – aber nicht ihre Anzahl.

Zum Release am 9. Oktober grätschte uns die KI dabei lediglich passabel dazwischen: Da konnten wir mit einem einzigen Terminator ganze Horden in Schach halten, weil die sich nicht in seinen Abwehrfeuerbereich getraut haben. Doch mit einem ersten Update am 23. Oktober haben sich die Entwickler unter anderem diesen Kritikpunkt vorgeknöpft: Solange die Genestealers genug Reserven haben, gehen sie mehr Risiken ein und trauen sich in den Kugelhagel.

Im Laufe der beiden ziemlich kurzen Solokampagnen (rund zehn Hauptmissionen pro Seite plus Random-Maps, die sich arg oft wiederholen) schalten wir weitere Truppentypen frei, etwa den Apothecarius, der als Sanitäter dient. Aufgesammelte Bauteile investieren wir in bessere Fähigkeiten unserer Kämpfer, zum Beispiel eine höhere Treffsicherheit.

Space Hulk: Tactics - Release-Check im Video: Story-Kampagnen machen Ärger 8:02 Space Hulk: Tactics - Release-Check im Video: Story-Kampagnen machen Ärger

Unsere Trupps bestehen übrigens immer aus fünf Mann oder eben fünf Genestealern, die wir allerdings bei jedem Einsatz neu zusammenstellen können. Anders als bei starken Rundenstrategie-Konkurrenten wie den beiden XCOM-Neuauflagen oder Klassikern wie Jagged Alliance wachsen uns die Kämpfer aber weniger ans Herz, da sie eher Stereotype als echte Charakterköpfe sind.

Achtung, Wallhack!

Die Cyanide Studios haben sich für ihre Space-Hulk-Version eine Regelerweiterung ausgedacht: Mit einer Handvoll Spielkarten könnt ihr einzelne Einheiten einmalig stärken - dann wird etwa der nächste Nahkampfangriff garantiert erfolgreich. Alternativ investiert ihr eine Karte in mehr Aktionspunkte. Übermächtig sind die Karten aber nicht, im richtigen Moment ausgespielt können sie zwar ein Duell entscheiden, aber nicht die ganze Mission.

Gute Regelerweiterung: Mit Spielkarten (links) verbessert ihr eine Einheit einmalig für den nächsten Kampf.Gute Regelerweiterung: Mit Spielkarten (links) verbessert ihr eine Einheit einmalig für den nächsten Kampf.

Space Hulk Tactics bietet neben der Iso-Ansicht auch eine Egoperspektive, die nett aussieht, spielerisch aber viel zu unübersichtlich ist. Per X-Taste schmeißt ihr außerdem eine Art Röntgenblick an, mit dem ihr durch Wände gucken könnt. Gegner seht ihr dabei nicht (das wäre ja cheaten!), wohl aber die Verbindungen, die Terminals mit Schutztüren und Automatik-Geschützen verbinden.

Denn auch das ist ein spannendes taktisches Element: Die Skorpion-Kanonen so umzuprogrammieren, dass sie auf anrückende Genestealers feuern. Oder Türen zu verschließen, um wertvolle Zeit zu gewinnen. Wenn so ein Plan aufgeht, die Verfolger im automatischen Abwehrfeuer zerplatzen oder in eine Schredderfalle geraten, dann macht auch das sehr gemächliche Space Hulk: Tactics richtig Laune.

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