Mobile toppt PC & Konsolen: Spannende Auswertung von 2020 veröffentlicht

Die Kollegen von GamesIndustry haben massenhaft Daten zusammengetragen und das Spielejahr in interessante Diagramme gepackt.

von Philipp Elsner,
29.12.2020 12:45 Uhr

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Das Ende eines Jahres steht ja eigentlich immer unter dem Zeichen der nackten Zahlen, überall wird der große Kassensturz gemacht. Im Zentrum der allgegenwärtigen Jahresrückblicke steht die Frage: Wie lief es denn so insgesamt?

Die Redaktion von GamesIndustry.biz hat massenhaft Zahlen und Daten aus der Spielebranche gesammelt und daraus spannende Infografiken über das Spielejahr 2020 erstellt. Hier sind einige ihrer Erkenntnisse im Überblick.

Woher stammen die Zahlen?
GamesIndustry stützt sich auf Auswertungen diverser bekannter Analysten und Marktforschungsunternehmen aus dem Gaming-Umfeld, darunter GfK Entertainment, Newzoo, Niko Partners und weitere. GameStar schätzt diese Quellen als äußerst seriös ein, kann aber die Daten nicht endgültig Richtigkeit überprüfen.

Mobile ist größer als PC & Konsolen

Mit einem Jahreserlös von 86,3 Milliarden US-Dollar macht der Mobile-Markt das größte Stück des Umsatz-Kuchens im Jahr 2020 aus. Spiele am Smartphone oder Tablet nehmen demnach deutlich mehr Geld ein als der PC-Spielemarkt mit seinen 37,4 Milliarden oder Konsolenspiele mit 51,2 Milliarden Dollar.

Der überwältigende Anteil dieser Beträge wird inzwischen rein digital verdient: Nur 9 Prozent des Gesamtumsatzes kommt vom Verkauf physischer Spiele auf Datenträgern - beim PC sind es sogar nur noch 2 Prozent.

Mikrotransaktionen als Haupteinnahmequelle

Insgesamt haben Spieler auf der ganzen Welt rund 158 Milliarden Dollar für Spiele ausgegeben, ohne ein physisches Produkt in Händen zu halten - es wurde also nur online bezahlt. Davon gehen allein 128,6 Milliarden Dollar auf das Konto von Ingame-Käufen, also Zusatzcontent in Form von Skins, Lootboxen, XP-Boostern, Währung, Story-DLCs und so weiter. Ob das gut oder schlecht ist, diskutieren wir übrigens im Podcast bei GameStar Plus:

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Der Download eines Spiels ist also in den meisten Fällen lediglich der Beginn des Verkaufsprozesses. Die vielfältigen Finanzierungsmodelle vom Battle Pass bis zum Skin-Shop waren die großen Einnahmequellen 2020. Laut Newzoo machen Ingame-Käufe inzwischen fast drei Viertel des Gesamtumsatzes der Spielebranche aus.

Warum vor allem Echtgeld-Käufe mit Zufalls-Inhalten bei Spielern so verhasst sind, wo sie herkommen und warum sie so schnell nicht verschwinden werden, erklären wir im Plus-Report zum Thema Lootboxen.

Rückblick & Ausblick bei GameStar

Auch wir werfen natürlich zum Jahresende einen Blick zurück auf 2020 und zeigen euch im Video 10 Titel, die man einfach gespielt haben muss oder die Bestseller des Jahres auf Steam.

Aber man sollte natürlich nicht nur zurückschauen, denn die Zukunft steht schließlich vor der Tür! Deshalb nehmen wir euch mit auf eine interaktive Reise zu den Spiele-Highlights 2021.

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