Wegen Spenden für die Ukraine: Antikriegsspiel so populär wie seit Jahren nicht

Die polnischen 11 Bit Studios spenden die Einnahmen aus dem Antikriegsspiel This War of Mine an das Rote Kreuz in der Ukraine. Nun sind die Spielerzahlen so hoch wie zuletzt vor Jahren.

von Tillmann Bier,
28.02.2022 13:58 Uhr

In Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine hatten einige Spieleentwickler - vor allem aus dem osteuropäischen Raum - zuletzt um Spenden gebeten oder sich auf andere Weise solidarisch mit den Ukrainern gezeigt.

Auch der polnische Entwickler und Publisher 11 Bit Studios hatte eine eigene Aktion auf Twitter angekündigt: Alle Einnahmen aus dem Antikriegsspiel This War of Mine sollen sieben Tage lang an das Rote Kreuz in der Ukraine gespendet werden. Das hat nun zur Folge, dass die Spielerzahlen so hoch sind wie seit Jahren nicht mehr.

Erfolg der Spendenaktion

Ähnlich hohe Spielerzahlen konnte This War of Mine zuletzt 2017 erreichen. Ähnlich hohe Spielerzahlen konnte This War of Mine zuletzt 2017 erreichen.

Seit der Ankündigung von 11 Bit Studios am 24. Februar vervielfachte sich die Zahl der Spieler von This War of Mine innerhalb kürzester Zeit, wie gut anhand der Zahlen von SteamDB oben zu erkennen ist.

Aus Spitzenwerten im Bereich von über 2.000 Spielern wurden so Spitzenwerte von über 9.000 Spielern. Diese Marke wurde zuletzt beim All-Time-Peak von 9.503 Spielern im Jahr 2017 geknackt.

Das ist This War of Mine: In dem Survival-Spiel aus dem Jahr 2014 erlebt ihr den Kampf um eine belagerte Stadt aus der Perspektive einer Gruppe von Zivilisten. Eure Aufgabe ist es, diese Menschen vor den Gefahren des Krieges zu schützen.

Ein echtes Antikriegsspiel   45     0

This War of Mine im Test

Ein echtes Antikriegsspiel

Dabei zeigt das Spiel schonungslos die Lebensrealität von Menschen in einem Kriegsgebiet und ist sicherlich keine leichte Kost. Mehr zu This War of Mine erfahrt ihr im oben verlinkten Test.

Am 25. Februar meldete 11 Bit Studios einen ersten Erfolg der Spendenaktion: So seien in den ersten 24 Stunden 160.000 Dollar für die Opfer des Krieges gesammelt worden.

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Wie viel Geld in den vergangenen Tagen noch über den Kauf des Spiels gespendet wurde, haben die Entwickler noch nicht bekanntgegeben. Allerdings haben sich weitere Studios der Initiative von 11 Bit Studios angeschlossen.

So wollen etwa ALL iN! GAMES eine Woche lang ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Chernobylite und Paradise Lost an das Rote Kreuz spenden. RedDeer.Games verfahren auf die gleiche Weise mit den Einnahmen aus ihrem Spiel Cyber Protocol.

Zu den weiteren Folgen des Kriegs in der Ukraine gehört unter anderem der Stopp von Hardware-Lieferungen nach Russland großer Hersteller wie AMD und Intel.

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