Star Citizen - Militärisches Transportschiff vorgestellt

Star Citizen finanziert sich in der Entwicklungsphase überwiegend durch den Verkauf von Raumschiffen und Konzepten. Das neue Konzept stellt die Hercules Starlifter vor, ein massives militärisches Transportschiff.

von Benjamin Danneberg,
05.05.2018 14:20 Uhr

Star Citizen bekommt mit der Hercules Starlifter einen massiven militärischen Transporter.Star Citizen bekommt mit der Hercules Starlifter einen massiven militärischen Transporter.

Crowdfunding-Krösus Star Citizen steht kurz davor, insgesamt 185 Millionen Dollar von seinen Unterstützern zur Fertigstellung seines ambitionierten Weltraumspiels erhalten zu haben. Neben den beeindruckenden technischen Leistungen, ist es vor allem die Vision von Projektchef Chris Roberts, die immer neue Citizens anzieht und bestehende weiterhin finanzielle Unterstützung leisten lässt.

Star Citizen: Gigantismus mit Plan

Solange sich das Spiel in der Entwicklung befindet, wird es über den Verkauf von Raumschiffen und ihren Konzepten finanziert. Diese Unterstützung ist gänzlich freiwillig: Im fertigen Spiel sollen wir uns alle Inhalte verdienen können. Die einzige Investition, die wir tätigen müssen, ist der Kauf eines Spielpakets im Wert von rund 50 €. Allerdings gehen viele Unterstützer von Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) viel weiter und kaufen regelmäßig neue Schiffe oder Fahrzeuge.

Hercules Starlifter vorgestellt

In der aktuellen Folge der Videoshow Around the Verse geht es wieder einmal nur um Raumschiffe. Jeden Monat wird das Segment Ship Shape gezeigt, in dem neue Schiffe vorgestellt und die Arbeit an bereits in der Entwicklung befindlichen Schiffen und Fahrzeugen näher beleuchtet werden. In dieser Folge präsentiert CIG ein neues Raumschiff: die Hercules Starlifter.

Star Citizen - The Labours of Hercules (AtV) 36:30 Star Citizen - The Labours of Hercules (AtV)

Dabei handelt es sich um einen schweren Militärtransporter, der in drei verschiedenen Ausführungen kommt. Variante A2 ist ein Gunship, das neben einer erheblichen Bewaffnung durch große Geschütze in seinem Frachtraum besonders zerstörerische Bomben mitbringt: sogenannte MOABs (Mother of all Bombs). Zusätzlich soll die A2 genug Platz für die Beförderung eines Panzers haben.

Die Starlifter C2 ist dagegen die gänzlich zivile Variante, die mit dem größten Frachtraum aller drei Versionen ausgestattet ist. Wie bei den anderen Varianten auch, kann die Beladung über eine Front- und Heckrampe ins Schiff und wieder herausgebracht werden. Bei der M2 handelt es sich um die militärische Transportversion, die mit besserer Bewaffnung aber (im Vergleich zur C2) kleinerem Laderaum versehen ist. Immerhin sollen zwei Nova-Panzer in das 100 Meter lange und 70 Meter breite Transportschiff passen.

Umfangreiches Gameplay-Potenzial

Wie das Balancing solcher Schiffe und vor allem von Großbomben aussehen wird, müssen wir abwarten. In jedem Fall ermöglicht ein solches Schiff Szenarien, wie wir sie so ähnlich aus Spielen wie Planetside kennen: Eine Flotte Starlifter kann auf einem der riesigen Planeten im Star Citizen-Universum landen und einen Haufen Nova-Panzer oder Cyclone-Buggys ausladen, um einen Bodenkrieg loszutreten.

Gerade für das Gameplay von Spieler-Organisationen sind solche Schiffe und Fahrzeuge natürlich besonders gut geeignet. Kämpfe um selbst errichtete Basen werden mittelfristig einen großen Teil des PVP-Gameplays von Star Citizen ausmachen.

Mit der Konstruktionsplattform Pioneer bauen wir uns eine Basis, die andere dann (theoretisch) mit Panzern angreifen können. Mit der Konstruktionsplattform Pioneer bauen wir uns eine Basis, die andere dann (theoretisch) mit Panzern angreifen können.

Bei der gigantischen Größe des geplanten Spieluniversums werden sich solche Aktivitäten glücklicherweise verteilen, außerdem sollen 90 Prozent des Spiels durch NPCs und damit PVE- Aktivitäten geprägt sein. Massive Logistik-Schiffe wie der Starlifter sind allerdings schon jetzt auf langfristig motivierende Inhalte für Großgruppen ausgelegt. Werden die berühmten Materialschlachten aus EVE Online in Zukunft in Star Citizen stattfinden?

Performance weiter Knackpunkt der Entwicklung

Damit das geschehen kann, muss die Performance des Spiels noch besser werden. Das aktuelle Update 3.1 ist bereits ordentlich spielbar und mehr als nur eine Vorschau auf das, was uns in Zukunft erwartet. Doch auch die Arbeit an essenziellen Technologien für die Performance und die geplante Größe von Star Citizen macht Fortschritte. Die Roadmap zeigt beispielsweise eine Aufteilung der Object Container Streaming-Technologie (OCS) in mehrere Unterbereiche, die teilweise schon zu mehr als zwei Dritteln erledigt sind.

Im September werden wir aller Voraussicht nach mit der Einführung von OCS in Update 3.3 erfahren, wie gut diese Technologie funktioniert. Dann wird auch mit Hurston der erste Planet ins Spiel kommen, auf dem vielleicht in einiger Zukunft Panzerschlachten stattfinden, deren Teilnehmer mit Starliftern aufs Schlachtfeld gebracht wurden.

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