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Seite 2: Das beste Star-Trek-Spiel: Die 20 wichtigsten Titel im Top-Ranking

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16. Star Trek: The Next Generation - Birth of the Federation

Release: Mai 1999 | Plattform: PC | Genre: Rundenstrategie | Entwickler: Microprose | Wertung: 62

Peter Bathge: Wer sich beim Spielen von Master of Orion 2 schon immer gedacht hat, dass das 4X-Prinzip mit ein paar Birds of Prey und romulanischen Warbirds noch besser wäre, für den ist Birth of the Federation wie gemacht. Entwickler Microprose hat praktisch nur die Völker ausgetauscht und bei den Kämpfen eine neue 3D-Ansicht eingebaut, ansonsten erinnert das Spiel frappierend an de Genre-König von 1996 - bis hin zu der Darstellung der Sternensysteme auf der Übersichtskarte.

Die seltsame Welt der Lizenzvergaben macht es möglich, dass Birth of the Federation weit in der Vergangenheit des Star-Trek-Universums spielt (als die unterschiedlichen Völker begannen, jenseits ihre Heimatwelt zu expandieren), aber lediglich in »The Next Generation« vorkommende Raumschiffe zeigen darf. Toll: Neben den Standardfraktionen wie Föderation, Klingonen und Romulaner stehen auch Cardassianer und Ferengi (!) zur Auswahl.

15. Star Trek: Judgement Rites

Release: November 1993 | Plattform: PC | Genre: Adventure| Entwickler: Interplay | Wertung: -

Peter Bathge: Judgement Rites war ein in jeder Beziehung besserer Nachfolger zu Star Trek: 25th Anniversary, der aber das gleiche Konzept verfolgte. Erneut verkörpert ihr James T. Kirk auf der Enterprise und müsst acht größtenteils nicht zusammenhängende Missionen absolvieren, die an Episoden aus einer TV-Staffel erinnern. Die Geschichten sind dabei jedoch noch eine Ecke spannender als im Vorgänger und die Action-Sequenzen lassen sich diesmal überspringen - ein Segen für gemütliche Adventure-Naturen. Dank der Originalstimmen der Schauspieler versprüht Judgement Rites wieder viel Serien-Flair und sollte auf Jahre hinaus den Goldstandard für Star-Trek-Spiele darstellen.

14. Star Trek: Bridge Crew

Video starten 15:29 Star Trek: Bridge Crew - Koop-Special mit Gameplay & Fazit: Mehr als eine teure Tech-Demo?

Release: Mai 2017 | Plattform: PSVR, Oculus Quest, SteamVR | Genre: Action | Entwickler: Ubisoft | Wertung: 73

Phil Elsner: »Roter Alarm, Schilde auf Maximum. Photonentorpedos vorbereiten.« Ja, endlich selber Mal der Captain sein und die Brücke eines Föderationsschiffs wie der Enterprise oder Voyager selbst zu befehligen, das war lange ein Kindheitstraum von mir. Bridge Crew versprach 2017, diese Fantasie wahr werden zu lassen - und zwar auf meiner damals brandneu gekauften PlayStation VR und noch dazu im Koop! Denn auf der U.S.S. Aegis sind die Rollen klar verteilt: Der Steuermann lenkt unser Raumschiff, der Waffenoffizier kümmert sich um die Verteidigung und so weiter.

Vor allem mit Freunden kommt dabei sofort Star-Trek-Rollenspiel-Feeling vom Allerfeinsten auf. Nur als koordiniertes Team schaffen wir es, im Tarnmodus unerkannt an einer klingonischen Flotte vorbei zu »schleichen« und seltsame Anomalien zu scannen. Und werden wir doch entdeckt, ist Absprache das oberste Gebot, um zum Beispiel feindliche Birds of Prey auszuschalten. Zu dritt Schilde, Reparaturen, Energie, Phaser, Scanner, Transporter und Co. zu managen und dabei wirklich mit den eigenen Beinen auf der Brücke zu stehen, ist definitiv eine der intensivsten Stark-Trek-Erfahrungen, die man haben kann!

Schade nur, dass der ganze Spaß von kurzer Dauer ist: Nach vier Spielstunden ist die Story vorbei und zu tun bleibt kaum mehr etwas, weil die Spielwelt vergleichsweise leer ist, keine Nebenquests existieren und Erkundung überhaupt nichts bringt (außer hübsche Weltraumbilder). Und ohne jegliches PvP war Star Trek Bridge Crew dann am Ende leider doch nicht mehr als eine unglaublich intensive und stimmungsvolle VR-Demo, von der es gern mehr hätte sein dürfen.

13. Star Trek: Infinite

Release: Oktober 2023 | Plattform: PC | Genre: Strategie | Entwickler: Nimble Giant Entertainment | Wertung: 73

Peter Bathge: Es war für mich das versteckte Highlight der Nicht-E3 im Jahr 2023 - ein neues Strategiespiel mit Star-Trek-Setting und dann noch von Publisher Paradox Interactive! Was sich erstmal wie ein Träumchen anhörte, hat bis zum Release dann doch ein wenig an Faszination verloren, denn Star Trek: Infinite basiert auf der Stellaris-Engine und wagt nur sehr wenige eigene Innovationen. Dafür sind die ins Spiel integrierten Schiffsmodelle einfach der Wahnsinn für jeden Fan.

Ich habe inzwischen einige Runden im globalen 4X-Strategiespiel verbracht und dabei nicht nur als Cardassianer Terok Nor wieder aufgebaut und die Enterprise-D sowohl kommandiert wie zerstört, sondern bin auch mit Klingonen in den Krieg mit den Borg gezogen und habe aufseiten der Föderation versucht, mit Diplomatie auf die Spionageversuche der Romulaner zu reagieren.

Video starten 1:06 Star Trek: Infinite zeigt im Trailer, wie nah das Strategiespiel an Stellaris ist

Star Trek: Infinite ist für mich somit eine gelungene Neuauflage von Birth of the Federation, auch wenn das Projekt inzwischen leider aufgegeben wurde. Doch der bewährte Gameplay-Mix aus Stellaris funktioniert auch hier prima.

Dank des engeren Fokus als bei der (tollen!) New-Horizons-Mod kommen hier alle zum Zug, die nicht im Kirk-Zeitalter anfangen und eine Dutzende Stunden lange Partie bestreiten wollen. Der Preis dafür ist ein deutlich kleineres Spiel, dem es an Umfang fehlt und bei dem ich mir wünschen würde, dass die Entwickler die ein oder andere Extrameile in Sachen Atmosphäre gegangen wären, etwa bei Sprachausgabe, Events und Originalmusik.

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