Star Wars: Battlefront 2 - Aktienkurs von EA sinkt nach Abschaltung der Mikrotransaktionen

Die aufsehenerregenden Änderungen an den Mikrotransaktionen in Battlefront 2 registrierte auch die Börse. EAs Aktienkurs fällt um mehrere Prozent, trotzdem bleibt die Gewinnerwartung hoch.

von Martin Dietrich,
20.11.2017 16:05 Uhr

Die Lootbox-Kontroverse scheint auch den Aktienpreis von EA beeinflusst zu haben. Die Lootbox-Kontroverse scheint auch den Aktienpreis von EA beeinflusst zu haben.

Nach mehreren turbulenten Wochen entschied sich EA am letzten Freitag dazu, die Mikrotransaktionen in Star Wars: Battlefront 2 zeitweise zu entfernen. Das blieb auch der Wall Street nicht verborgen: So sank der Aktienpreis von EA am Freitagabend um rund 2,5 Prozent auf 108,82 US-Dollar. Auf den gesamten Monat gerechnet, fiel der Aktienpreis sogar um sieben Prozent.

Große Einbußen erwartet die Chefetage des Publishers aber nicht. In einem Schreiben an die Investoren teilte EA mit, dass die Entfernung der Mikrotransaktionen keinen Einfluss auf das Fiskaljahr 2018 haben wird. Das Geschäftsjahr endet für EA am 31. März 2018 mit einem prognostizierten Umsatz von rund 5 Milliarden Dollar und einem Gewinn von rund 1.1 Milliarden Dollar. Trotz des kleineren Rückschlags performt die EA Aktie 2017 extrem gut. Die Anteile sind in diesem Jahr um 42 Prozent gestiegen.

Mehr zum Thema: Mikrotransaktionen wohl auf Wunsch von Disney entfernt

Physische Verkäufe in UK stark gesunken

Weltweite Verkaufszahlen hat EA zwar noch nicht herausgegeben, aber wie die britische Webseite Eurogamer.net berichtet, sanken zumindest im Vereinigten Königreich die Ladenverkäufe am Release-Wochenende von Battlefront 2 im Vergleich zum direkten Vorgänger um satte 60 Prozent. Aus diesen Zahlen direkt zu schlussfolgern, das neue Star-Wars-Spiel sei ein Flopp, greift allerdings zu kurz, denn ein großer Anteil der Verkäufe dürfte mittlerweile auf die digitale Version entfallen.

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In den letzten Jahren ist die Digital-Sparte insgesamt stark angestiegen, was natürlich zu weniger Verkäufen in Läden führt. Die Analyse-Firma Superdata ermittelt für 2016 beispielsweise, dass in UK der Digital-Markt für Spiele um 12 Prozent gestiegen ist, während physische Verkäufe um rund 16 Prozent zurückgingen. Dass weniger Battlefront-2-Discs verkauft wurden, muss daher nichts über den tatsächlichen Verkaufserfolg aussagen. Als Indiz für eine mögliche Wirkung der Kontroverse ist es jedoch interessant.

Lootboxen in Need for Speed: Payback werden ebenfalls entschärft

Oskar Gabrielson, General Manager bei Dice, wandte sich am Freitag an die Community und kündigte die Änderungen an den Mikrotransaktionen und den Lootboxen in Battlefront 2 an. Zum Release wurden die Mikrotransaktionen abgeschaltet. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Echtgeld-Käufe aber wieder zurückkehren. In welcher Form ist bisher nicht bekannt. Neben Battlefront 2 ändert EA auch das Freischaltsystem in Need for Speed: Payback.

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