Vor fast fünf Jahren wurde Star Wars Eclipse noch groß angekündigt, gefühlt gab es seither nur noch schlechte Botschaften darüber. Oder gar keine, denn lange war es enorm still um das Projekt der Story-Experten bei Quantic Dream.
Eclipse befindet sich offensichtlich in einer ziemlich misslichen Lage und kommt nicht so wirklich voran. Jetzt haben in der Woche vom 22. Juni auch noch die Entwicklerinnen und Entwickler gestreikt und wollten das Projekt damit vor dem Untergang bewahren – aber auch die Jobs ihrer vielen Kollegen retten. Denn aktuell rechnen die Entwickler mit bis zu 115 Entlassungen.
Jobs, die laut ihnen bei der strauchelnden Entwicklung von Star Wars Eclipse dringend gebraucht werden. Das Magazin Gamekult hat mit den streikenden Entwicklern gesprochen.
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Star Wars Eclipse - Storylastiges Action-Adventure in der High Republic-Ära angekündigt
Die Jobs werden gebraucht
Aber wieso befürchten die Entwicklerinnen und Entwickler überhaupt, dass über hundert Kollegen ihre Jobs verlieren könnten? Die Antwort heißt Spellcasters Chronicles. Noch nie von gehört? Das war wohl Teil des Problems. Quantic Dream hat nämlich nicht nur an Eclipse gearbeitet, sondern erheblich mehr Ressourcen parallel auf dieses Moba geworfen.
Acht Jahre lang wurde an diesem für das Studio extrem ungewöhnlichen Spiel entwickelt, bevor es im Februar 2026 in den Early Access ging und katastrophal floppte. Nur drei Monate später zog die Studioführung den Stecker. Jetzt bangen über 100 Menschen um ihre Jobs.
Um das zu verhindern, gingen ihre Kollegen auf die Straße. Natürlich aus Solidarität aber auch, um die Zukunft von Star Wars Eclipse zu sichern. Bewusst wurde der Tag des Streiks etwa mit dem Besuch eines Vertreters von Lucasfilm abgepasst. Einer der befragten Entwickler sagte dazu:
Das ist alles andere als Sabotage. Im Gegenteil, wir versuchen, Star Wars Eclipse zu retten. Mit 115 zusätzlichen Mitarbeitern könnten wir es schaffen, und das wäre nicht ‚überbesetzt‘, sondern genau das, was wir brauchen. Wir sind unterbesetzt, wie viele andere Unternehmen in der Branche.
Schon jetzt soll es laut Bericht bei Quantic Dream zu massiven Überstunden kommen, um Eclipse weiterzuentwickeln, während viele ehemalige Verantwortliche für Spellcasters Chronicles nicht beschäftigt werden. Laut einigen der streikenden Entwickler könne Eclipse niemals fertig werden, wenn die ganzen Stellen verloren gehen.
Der große Sommer des Streikens
Nicht nur bei Quantic Dream sind französische Entwicklerinnen und Entwickler derzeit unzufrieden. Überall in Frankreich hat die Entwickler-Gewerkschaft STJV zu Streiks aufgerufen. Laut der Gewerkschaft befindet sich die französische Spielebranche in einer »kritischen Situation« und darauf müssten kritische Maßnahmen folgen.
Auch vor dem Hauptsitz von Quantic Dream waren wohl Vertreter anderer französischer Studios zu sehen, die den Streik unterstützten. Darunter Mitarbeiter von Amplitude, Ubisoft und Don't Nod. Aber auch bereits entlassene Entwickler von geschlossenen Studios wie Spiders machten sich stark.
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