StarCraft 2: Professional Edition - Gerücht: LAN-Modus nur für E-Sport-Profis (Update)

Blizzard bietet angeblich den Organisatoren von E-Sport-Turnieren in Südkorea eine spezielle Version von StarCraft 2 für ein lokales Netzwerk an. Belege dafür sucht man bislang aber vergeblich.

von Michael Obermeier,
24.06.2010 16:50 Uhr

Update 16:55: Wie die StarCraft-Fansite instarcraft.de berichtet, hat es auf einem heute in Korea stattgefundenen StarCraft 2-Event keinerlei Belege für die von SC2Blog und Golem spekulierte »Professional Edition« mit LAN-Modus gegeben. Stattdessen könnte es sich dabei vielmehr um einen Übersetzungsfehler von einer koreanischen Quelle handeln und kein wirkliches LAN sondern ein lokaler Battle.net-Server für Turniere gemeint sein. Ein Dank an unser Community-Mitglied »Chili88« für den Hinweis.

Ursprüngliche Meldung: Lange stand ein großes Fragezeichen über der E-Sport-Zukunft von StarCraft in Südkorea. So gab es vermehrt Streiterein zwischen dem Verband KeSPA und dem Entwickler Blizzard wegen des fehlenden LAN-Modus in StarCraft 2 und den daraus resultierenden Einschränkungen bei E-Sport-Turnieren. Jetzt hat Blizzard klein bei gegeben und baut einen LAN-Modus ein – jedoch nur in eine spezielle E-Sport-Fassung von StarCraft 2 für Profis aus Südkorea.

Die »Starcraft 2: Professional Edition« wird nur an Turnier-Organisatoren ausgehändigt, funktioniert nur mit speziellem Benutzernamen und Passwort und wird zudem durch Blizzard-Vertreter am Turnier-Standort betreut. Das berichten die Websites Golem.de und SC2Blog.com.

Die reguläre Verkaufsfassung wird nach wie vor ohne LAN-Modus ausgeliefert – Multiplayer-Fans müssen zwangsweise Blizzards Online-Dienst Battle.Net 2.0 nutzen um Protoss, Terraner und Zerg gegeneinander kämpfen zu lassen.

Diese Regelung hatte monatelang das Verhältnis zwischen Blizzard und dem koreanischen E-Sport-Bund KeSPA belastet. So hätte Blizzard die volle Kontrolle über die Ausrichtung aller StarCraft 2-Turniere gehabt, da ohne Battle.net keine Partien möglich gewesen wären. Das soll die KeSPA an den Rand des Boykotts der Fortsetzung getrieben haben – immerhin ist der elf Jahre alte Vorgänger StarCraft: Brood War komplett ohne Internet-Überwachung spielbar.

StarCraft 2 erscheint weltweit in den unterschiedlichsten Versionen. So bekommen Strategiespieler in Russland das Spiel zwar für 25 Euro zu einem günstigeren Kaufpreis, müssen aber für den Online-Modus eine Monatsgebühr bezahlen. In Südkorea wird StarCraft 2 zudem nur online als geschnittene Version vertrieben - eine unzensierte Ladenversion wird es im StarCraft-Mekka nicht geben.

Außerdem bleiben Spieler der unterschiedlichen Regionen unter sich – Russen und Deutsche können also keine gemeinsamen Partien bestreiten, die Server-Umgebungen sind voneinander getrennt. In Europa wird StarCraft 2 etwa 50 Euro kosten, die Nutzung des Battle.nets bleibt bis auf die anfallenden Internetkosten jedoch gratis.

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